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Für langsames Wachstum

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Für langsames Wachstum

Keine Zonenplanänderung in Ulmiz

Die Gemeinde Ulmiz lehnt einen Kreditantrag für eine Gesamtrevision der Ortsplanung ab. So wird es in der Gemeinde vorerst kein neues Bauland geben. Das Budget für das Jahr 2005 ist ausgeglichen.

Von ILONA STÄMPFLI

Die gültige Ortsplanung der Gemeinde Ulmiz wurde 1992 genehmigt. Alle 15 Jahre muss die Planung überprüft werden, da sie mit dem regionalen und kantonalen Richtplan übereinstimmen muss. Am Donnerstag ersuchte der Gemeinderat die Gemeindeversammlung, dem Kreditantrag von 41 000 Franken zuzustimmen. Mit dem Geld sollte eine Gesamtrevision der Ortsplanung finanziert werden.

Der Ammann Fritz Spahn begründete das Vorhaben damit, dass die Gemeinde der starken Bautätigkeit nachkommen möchte und deshalb neues Bauland einzonen wolle. Das Kreditbegehren wurde von den 38 Anwesenden mit 23 Nein- und 6 Ja-Stimmen klar abgelehnt.

Einzelinteressen im Vordergrund?

Mehrere Gemeindemitglieder meldeten sich zu Wort und äusserten ihre Befürchtungen und Ängste hinsichtlich einer möglichen Änderung des Zonenplans. Es wurde beispielsweise beanstandet, dass die Gemeinde noch genug Bauparzellen zur Verfügung habe und die Bautätigkeit nicht fördern sollte.

In den letzten drei Jahren sei die Einwohnerzahl schon um etwa 40 Personen «explosionsartig» auf 360 gestiegen. Wenn sich das kleine Bauerndorf weiter so entwickle, sei dies problematisch, weil die Infrastruktur nicht mehr ausreichen würde.

Weitere Gemeindemitglieder machten sich wegen der subventionierten Güterzusammenlegung Sorgen, die 1999 von der Gemeinde in Angriff genommen wurde. Die Zonenänderung solle erst umgesetzt werden, wenn die Subventionen ausbezahlt worden seien. Ansonsten sei es ein zu grosses Risiko.

Bei einigen Anwesenden kam auch die Vermutung auf, dass bei diesem Vorhaben Einzelinteressen im Vordergrund stünden. Der Ammann Fritz Spahn sagte hierzu lediglich, Anfragen für Einzel-Einzonungen seien eingegangen. Allerdings sind solche nur über eine Gesamtrevision der Ortsplanung möglich.

Sanierungsarbeiten fällig

Das Kreditgesuch für die Erweiterung der Trinkwasserleitung zu einer Hausparzelle, die nicht am Gemeindenetz angeschlossen ist, wurde von der Gemeinde angenommen. Die Kosten für die Verlängerung der Leitung um 130 Meter belaufen sich auf 10 000 Franken.

Das Budget und die Investitionsrechnung 2005 wurden ebenfalls von der Gemeindeversammlung genehmigt. Das Budget ist mit einem Aufwand und Ertrag von 1 052 100 ausgeglichen. Im Budget 2004 lagen Aufwand und Ertrag bei 896 920 Franken. Die Gemeinde wolle alle Aufwendungen und Investitionen mit eigenen Mitteln decken, sagte Vize-Ammann Peter Clavadetscher. Für das nächste Jahr wird mit Investitionen von 173 300 Franken gerechnet.

In der laufenden Rechnung sind geplante Sanierungsarbeiten aufgeführt, die zusammen 63 500 Franken ausmachen. Für die Sanierung des Friedhofweges werden 40 000 Franken, für die Anschaffung von Occasion-Containern für die Kehrichtsammelstelle 11 500 Franken und für beheizte Strassenspiegel im Dorf 12 000 Franken budgetiert.

Wie in allen anderen Gemeinden des Seebezirks wurde auch in Ulmiz über die Statutenänderung des Spitals Seebezirk abgestimmt. Die Gemeindeversammlung nahm sie einstimmig an.

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