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Für nachhaltige Waldnutzung

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Für nachhaltige Waldnutzung

Regionale Planung im Jauntal öffentlich vorgestellt

Der Entwurf für die regionale Waldplanung im Jauntal ist in diesen Tagen der interessierten Bevölkerung erläutert worden. Dabei zeigte es sich, dass es gerade in der gebirgigsten Region des Kantons nicht einfach sein wird, die unterschiedlichen Ansprüche unter einen Hut zu bringen.

Von WALTER BUCHS

Der Greyerzbezirk ist die letzte Region des Kantons, in der die regionale Waldplanung, die vom einschlägigen Bundesgesetz verlangt wird, erstellt wird. Für den Waldplan des Jauntals, der über 6000 ha Wald umfasst, wird gegenwärtig die öffentliche Auflage vorbereitet, die für kommenden Herbst vorgesehen ist. Am Mittwoch fand in Charmey und am Donnerstag in Jaun eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. An Letzterer nahmen nur knapp zwanzig Personen teil.

Vielfältige Funktionen

Im Einladungsschreiben an die Bevölkerung wurde darauf hingewiesen, dass die Funktionen des Waldes vielfältig sind. Dazu gehören namentlich die Holzproduktion, der Schutz gegen die Naturgefahren, die Erholungsfunktion und die Erhaltung des biologischen Reichtums. Diese Aufgaben sind auch Veränderungen unterworfen und werden damit unterschiedlich gewichtet. Die Rentabilität der Holzerei, die noch vor wenigen Jahrzehnten eine Stütze der Gemeindefinanzen war, ist heute nicht mehr gegeben. Nach den grossen Schäden in den Wäldern muss dem Schutz vor den Naturgefahren mehr Beachtung geschenkt werden. Schliesslich wird die Erholungsnutzung bedeutsamer.

Die aktuelle Gesetzgebung stellt die Grundlage dar, dass diese Multifunktionalität auch in Zukunft wahrgenommen werden kann. Ziel des regionales Waldplans, der im Auftrag des kantonalen Amtes für Wald (WaldA) in Zusammenarbeit mit den interessierten Kreisen ausgearbeitet wird, ist es denn auch, die genannten «Waldfunktionen ganzheitlich und nachhaltig zu garantieren», wie Jean-Marc Singy, Sektorschef beim WaldA, am Donnerstagabend in Jaun betonte.

Konkret besteht der Waldplan aus einem Ordner mit unterschiedlichem Inhalt, gab Forstingenieur Joseph Brügger vom Ingenieurbüro Philipona & Brügger, Plaffeien, bekannt. Er enthält unter anderem eine Übersicht der Wälder und der künftigen Waldbewirtschaftung, Handlungsgrundsätze, welche sich namentlich auf die Umsetzung der einzelnen Funktionen beziehen, sowie Koordinationsblätter. Die Teilnehmenden der Informationsveranstaltung konnten von den elf Grundlagekarten Kenntnis nehmen, welche Bestandteil des Waldplanes sind. Auf diesen sind beispielsweise die Waldstandorte, Schutzgebiete, Grundwasservorkommen, die Walderschliessung oder die Erholungsinstallationen eingetragen

Joseph Brügger wies ebenfalls auf die Koordinationsblätter hin. Dabei geht es namentlich darum, Interessenskonflikte zu regeln. Liegen solche vor, müssen Prioritäten gesetzt werden, um bestimmte Zielsetzungen erreichen zu können. Dabei wird folgende Reihenfolge beachtet: Schutz vor Naturgefahren, langfristige Erhaltung des Lebensraums Wald, Sicherstellung der Interessen der Waldbesitzer und schliesslich andere öffentliche Interessen. Ein solcher Koordinationsbedarf ist in Jaun beispielsweise im Stillwasserwald vorhanden, der eigentlich als Waldreservat vorgesehen ist, durch den aber auch ein Wanderweg führt.

Konfliktstoff vorhanden

Die rege benutzte Diskussion anlässlich der Veranstaltung in Jaun zeigte, dass die Umsetzung des vorgeschlagenen regionalen Waldplans nicht wenig Konfliktstoff beinhalten wird. Ein besonders heikler Punkt ist dabei die Befahrung von Berg- und Forststrassen, die in Jaun zum Teil eine grosse touristische Bedeutung haben. Die kantonalen Behörden haben ihren Willen bekundet, die Befahrung einzuschränken und die aufgestellten Fahrverbote dann auch durchzusetzen. Kreisförster Louis Page beruhigte aber die Gemüter mit dem Hinweis, es werde im Vergleich zur heutigen Situation keine Strasse neu gesperrt.

Es wurden ebenfalls andere offene Fragen diskutiert, welche die künftige Waldbewirtschaftung betreffen. Dabei wurde auch der Wunsch geäussert, eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Gemeinderates sollte sich vor der Genehmigung durch den Staatsrat dieser Probleme noch annehmen können.

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