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Furchtbar schönes Kunst-Durcheinander

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Lukas Schwab

Murten «Wir wurden fast überrannt mit Kunstwerken, die die Leute verkaufen wollen», erzählt Galeristin Eveline Harteveld. Ihre Galerie an der Ryf in Murten ist bis auf den letzten Platz mit Bildern aller Art gefüllt. Einige Werke stehen sogar in Kisten am Boden. «Wir haben schlicht und einfach keinen Platz mehr, um sie aufzuhängen», sagt die Galeristin.

Tinguely und Salvador Dalí

Die Palette an Werken reicht von moderner Kunst über Cartoons bis zu traditionellen Stilleben und Jagdszenen: Ein furchtbar schönes Durcheinander. Und es gibt allerlei klangvolle Namen zu entdecken: Unterschriebene Lithografien von Tinguely und sogar ein Werk von Salvador Dalí, bei dem es sich allerdings um eine Fälschung handelt. Dennoch ist das Bild wertvoll: Der Fälscher, der das Werk signiert hat, ist niemand Geringeres als der legendäre Konrad Kujau, der in den Achtzigerjahren mit den gefälschten Hitler-Tagebüchern berühmt wurde. Daneben gibt es auch etliche Bilder mit lokalem Bezug zu entdecken: Murten, Freiburg und Bern sind ebenso in Werken verewigt wie der Murtensee.

«Bringt mir das Zeug»

Mit ihrem Kunstmarkt bietet Eveline Harteveld eine Art Tauschbörse für Kunstwerke in Privatbesitz an: Jeder und jede kann seine Werke in der Galerie öffentlich zum Verkauf anbieten und nach Schnäppchen suchen. «Viele, die etwas zum Verkauf vorbeibringen, kaufen gleichzeitig auch etwas Neues», erzählt Harteveld.

Auf die Idee zum Kunstmarkt kam die Galeristin durch ihre Kunden. «Viele sagten, sie hätten gar keinen Platz für neue Werke», erzählt sie. Zudem wusste Harteveld aus eigener Erfahrung, dass durch Veränderungen in der Wohnungseinrichtung oder Umbauten häufig Kunstwerke auf dem Dachboden verschwinden. Um das Verstauben dieser Werke zu verhindern, rief sie den Kunstmarkt ins Leben. «Bringt mir das Zeug», bringt sie die Idee auf den Punkt.

Sie hält aber fest, die Galerie sei keine Entsorgungsstelle. Die Qualität der Werke wird von der Galeristin überprüft, bevor etwas angeboten wird. «Bisher musste ich aber fast nichts abweisen», erzählt sie. Die Qualität der Angebote sei erstaunlich hoch. Den Verkaufspreis bestimmen die Verkäufer selber, 30 Prozent des Erlöses gehen als Kommission an die Galerie. «Wir mischen uns nur ein, wenn der Preis aus unserer Sicht zu hoch ist», sagt Harteveld. Gegen (zu) tiefe Preise hat die Galeristin nichts. «Wir freuen uns, wenn es Schnäppchen im Angebot hat», erklärt sie. Im Angebot sind Bilder jeder Preislage: Das günstigste Werk kostet 50 Franken, das teuerste 5500 Franken.

Galerie Harteveld, Ryf 70, Murten. Bis 31. Juli, jeweils Mi. bis Fr., 13.30 bis 18 Uhr und Sa./So., 13.30 bis 16 Uhr.

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