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Furrer kennt den langen Weg zurück

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Es geschah in der 24. Spielminute der Auswärtspartie Gottérons vom 21. Oktober beim SC Bern (1:6-Niederlage): Philippe Furrer setzte zu einem Slapshot an, fiel Sekundenbruchteile später auf die Knie und schlug – das Gesicht schmerzverzerrt – mit seinem Stock auf das Eis. «Ich habe sofort gespürt, dass es etwas Gröberes sein muss. Es fühlte sich an wie ein Messer im Bauch», erinnert sich der Verteidiger, der bereits mit Schmerzen in die Partie gegangen war. «Im Match davor gegen Ambri stürzte ich nach einem Check unglücklich in die Bande. Dabei habe ich mich überstreckt.» Die ruckartige Bewegung beim Schlagschuss in Bern hat die Blessur letztlich nur verschlimmert. Die Diagnose: Knorpelriss zwischen Brustbein und Rippe. «Zwei Rippen lagen übereinander.» Ein operativer Eingriff war nicht erforderlich, der Riss aber musste verknöchern, was viel Zeit in Anspruch nahm.

Ziel: Comeback gegen Davos

Für Furrer war es eine weitere Rehabilitation in seiner Karriere. Gebrochenes Wadenbein, Nackenprobleme, Schulterverletzung und vieles mehr – der 33-jährige Berner ist leidgeprüft. Auch in seiner 16. Saison in der höchsten Spielklasse ist Furrer damit nicht um einen längeren verletzungsbedingten Ausfall herumgekommen. «Die Phasen nach einer Verletzung sind immer ähnlich. Zuerst stellt sich die Frage nach dem Warum und was man besser hätte machen können. Dann stellt sich relativ rasch die Akzeptanz ein. Du kannst eh nichts daran ändern. Schliesslich versuche ich an dem zu arbeiten, für das sonst die Zeit fehlt.» Obwohl er diesen Prozess gut kenne, sei es diesmal mühsam gewesen, weil er sich in den ersten Wochen kaum bewegen durfte. «Darum war der Weg zurück kein einfacher.»

In den letzten Wochen hat der Routinier mit Gottérons Powerskating-Coach Ilya Khanenko an der Schlittschuh-Lauftechnik gearbeitet und mit Konditionstrainer Bruno Knutti im Kraftraum die Rumpfstabilität verbessert. Heute steigt Furrer wieder ins Mannschaftstraining ein – mit dem Ziel, nach der Nationalmannschaftspause für die beiden letzten Meisterschaftspartien vor Weihnachten gegen den HC Davos (22. Dezember zu Hause) und die ZSC Lions (23. Dezember auswärts) wieder ins Spielgeschehen eingreifen zu können. «Am Donnerstag gibt eine Ultraschalluntersuchung Aufschluss darüber, ob ich mit Körperkontakt trainieren kann. Um gegen Davos mein Comeback geben zu können, brauche ich das definitive Okay der Mediziner, und natürlich muss auch die spielerische Komponente stimmen.» Er sei deshalb froh, könne er noch eineinhalb Wochen mit dem Team trainieren.

Mental hat sich Furrer bereits während den letzten Spielen der Freiburger in den Ernstkampf versetzt, als er die Mitspieler von der Tribüne aus beobachtet hat. «Zuzuschauen ist natürlich einfacher, wenn es der Mannschaft gut läuft.» Das war zuletzt selten der Fall. «Ich habe die Spiele auf der energetischen Basis angeschaut. Seit dem 10:3 gegen Langnau fehlte uns die Energie. Auch beim 3:0-Heimsieg zuvor gegen Bern war die Atmosphäre elektrisierend. Das war zuletzt nicht mehr der Fall.» Am 22. Dezember will Furrer die abhandengekommene Energie in die Mannschaft zurückbringen.

Gottéron-Kader

Verteidiger Ralph Stalder bleibt, Makai Holdener geht per sofort

Sportdirektor Christian Dubé hatte es letzte Woche angekündigt (siehe FN vom 7. Dezember), gestern wurde es offiziell: Ralph Stalder trägt auch in der Saison 2019/20 das Gottéron-Dress. Weil der Club seine Kündigungsoption bis Weihnachten nicht in Anspruch nimmt, läuft der Vertrag mit dem 32-jährigen Verteidiger automatisch um ein Jahr weiter. Stalder stiess 2016 aus Lausanne zu Gottéron und hat in bisher 136 National-League-Spielen für die Freiburger 4 Tore und 16 Assists erzielt.

Zudem meldete der Verein die sofortige Vertragsauflösung mit Makai Holdener. Der 21-jährige Stürmer konnte sich nach einer ansprechenden Vorbereitung nicht etablieren, war oft überzählig oder nur 13. Stürmer (ein Assist in 16 Partien). «Makai wollte natürlich mehr spielen», sagt Dubé. «Ich halte keine Spieler, die unzufrieden sind.» Holdener, der von Servette kam, wird seine Karriere in Schweden, wo er bereits als Junior gespielt hatte, in der zweithöchsten Liga (IK Pantern) fortsetzen.

Einen Ersatz für Holdener will Dubé vorerst nicht holen. «Es stehen noch immer 14 Stürmer im Kader. Sandro Forrer (Red.: zuletzt an Ajoie ausgeliehen) wird vermehrt seine Chance bekommen. Und wir haben fünf Ausländer im Kader, wovon vier Stürmer sind.»

fs

«Es fühlte sich an wie ein Messer im Bauch.»

Philippe Furrer

Gottéron-Verteidiger

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