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Fusionierte Gemeinde soll Tafers heissen

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Rund 7400 Einwohner auf 41 Quadratkilometern: Fusionieren Tafers, Alterswil und St. Antoni, entstünde die zweitgrösste Gemeinde des Sensebezirks. Welche Auswirkungen eine Fusion auf die drei Orte hätte und wie diese neue Gemeinde aussehen soll, das untersuchten in den vergangenen Monaten mehrere Arbeitsgruppen. Nun liegt ihr Fusionsbericht vor; in den kommenden Tagen wird die Bevölkerung informiert. Im Herbst 2019 ist die Abstimmung über den Fusionsvertrag geplant, wie Gaston Waeber, Gemeindeammann von Tafers, sagt. Damit könnten die Gemeinden von einer Finanzhilfe von 1,47 Millionen Franken profitieren, die der Kanton bis 2023 für Gemeindefusionen bezahlt.

Wappen von Tafers

Die neue Gemeinde soll Tafers heissen und auch das Wappen von Tafers übernehmen, wie es im Bericht heisst. Dies sei die einzig plausible und mehrheitsfähige Variante. Andere seien auch geprüft worden, etwa «Maggenberg» nach dem einzigen Rittergeschlecht im Sensebezirk, oder «Sense-Mitte». Letzteren Namen erlaube der Kanton aber nicht, da sich nicht sämtliche Gemeinden des Sense-Mittellandes zusammenschlössen. Auch die Verwaltung würde in Tafers zentral zusammengeführt – hier könnte die bestehende Infrastruktur genutzt werden.

Keine Übernahme

Im Bericht wird allerdings betont, dass die Fusion keinesfalls eine Übernahme Alterswils und St. Antonis durch Tafers wäre. Es handle sich um eine «Kombinatsfusion», diese fördere keine Dominanz einer einzelnen Gemeinde. «Es soll eine vereinigte Gemeinde, gebildet aus den drei Gemeinden Tafers, St. Antoni und Alterswil, entstehen». Der Bericht sieht vor, dass die einzelnen Orte auf den Ortsschildern ihren Namen behalten, mit dem Zusatz «Gemeinde Tafers». Auch die Postleitzahlen, Traditionen und Bräuche wie etwa Märkte wollen die Arbeitsgruppen erhalten. «Historisch Gewachsenes soll nicht auseinanderdividiert werden», heisst es. Dennoch ist es das Ziel, den Zusammenhalt in der neuen Gemeinde nach und nach zu stärken, etwa durch gemeinsame Anlässe. So soll die 1.-August-Feier alternierend in Tafers, Alterswil und St. Antoni abgehalten werden. Die Bewohner aus den anderen Orten würden dann mit Shuttlebussen oder Ähnlichem zum Fest gebracht. Viele Dienstleistungen wie etwa die Spitex betrieben die Gemeinden zudem bereits gemeinsam, heisst es im Bericht weiter.

Weniger Steuern zahlen

Freuen dürften sich die Einwohnerinnen und Einwohner von Alterswil und St. Antoni über den neuen, für sie tieferen Steuersatz. Dieser soll für natürliche und juristische Personen in der fusionierten Gemeinde 75 Prozent betragen – so hoch ist er momentan in Tafers. In Alterswil und St. Antoni beträgt der Satz heute 79 beziehungsweise 90 Prozent.

Die Liegenschaftssteuern würden nach der Fusion 1,5 Promille betragen, wie in Tafers momentan. Für Alterswil (1,25 Promille) würden sie dadurch steigen, für St. Antoni (2,0 Promille) sinken.

Wegen der sinkenden Steuereinnahmen und dem Vollzug der Fusion rechnen die Arbeitsgruppen für die Planperiode 2018 bis 2022 mit einem Aufwandüberschuss. Mit «im Budgetprozess üblichen Einsparungen» sollen die Finanzen aber ins Gleichgewicht gebracht werden.

Nicht sparen will man beim Personal. Die Verwaltung soll zwar in Tafers zentralisiert werden, sämtliche Angestellten der jetzigen drei Gemeinden würden laut Bericht aber ihre Stelle behalten. Mit den entstehenden Synergien soll nicht in erster Linie gespart, sondern die Verwaltung professionalisiert werden.

Den Angestellten dürfte die Arbeit nicht ausgehen, denn gleich nach der Fusion wird ein höherer Arbeitsaufwand erwartet. Der Gemeinderat soll deshalb aus neun Mitgliedern bestehen und das Pensum des Gemeindepräsidenten auf 50 Prozent aufgestockt werden. Eingeplant darin ist Zeit für Sprechstunden ausserhalb von Tafers. Zudem sind für die ersten Wahlen zwei Wahlkreise vorgesehen: einer bestehend aus Tafers, der andere aus Alterswil und St. Antoni. Dies, um sicherzustellen, dass alle Orte im Gemeinderat angemessen vertreten sind.

Informationsanlässe: Restaurant Senslerhof, St. Antoni. Mo., 7. Mai, 19.30 Uhr. Restaurant Alpenrose, Alterswil, Di., 8. Mai, 19.30 Uhr. Aula OS-Zentrum, Tafers, Mi., 9. Mai, 19.30 Uhr.

Chronologie

Von der Abstimmung zum Fusionsvertrag

Oktober 2015: Konsultativabstimmung in Tafers und St. Antoni über eine mögliche Fusionierung der Gemeinden.

November 2016: Es wird beschlossen, Alterswil, Heitenried und St. Ursen als weitere Fusionspartner anzufragen.

Februar 2017: Alterswil stösst als dritte Gemeinde zum Projekt.

Mai/Juni 2017: Neue Arbeitsgruppen beginnen mit der Arbeit am Fusionsbericht.

März 2018: Die drei Gemeinderäte beraten über den erstellten Fusionsbericht.

Mai 2018: Die Gemeinden von St. Antoni, Alterswil und Tafers informieren die Einwohner über den Bericht.

Juni 2018: Die Gemeinderäte entscheiden über den Fusionsbericht und lancieren das Teilprojekt Fusionsvorbereitung.

Herbst 2019: Abstimmung über den Fusionsvertrag. Falls die Stimmbevölkerung den Vertrag annimmt, soll die Fusion mit Beginn der darauffolgenden Legislatur in Kraft treten.

nas

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