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Fuss fassen im Seebezirk

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Fuss fassen im Seebezirk

Deutschfreiburger Heimatkundeverein will seinem Namen gerecht werden

Eine stärkere Präsenz im Seebezirk, so lautet das klar formulierte Ziel des Deutschfreiburger Heimatkundevereins. Obwohl Mitglieder aus Gurmels, Murten und Kerzers noch stark untervertreten sind, ist der Verein in dieser Region schon sehr aktiv.

Von PATRICK HIRSCHI

«Wir brauchen mehr Vereinsmitglieder und auch ein zusätzliches Vorstandsmitglied aus dem Seebezirk», erklärte Co-Präsident Alain Grandjean am Samstag anlässlich der GV des Deutschfreiburger Heimatkundevereins. 52 Mitglieder und Interessierte verfolgten die Versammlung in der Aula der OS Gurmels.

Eigentlich wollte man anlässlich der Generalversammlung bereits ein neues Vorstandsmitglied aus dem Seebezirk präsentieren, das den zurücktretenden Peter Thalmann ersetzen sollte. Doch mehrere Personen, die man kontaktiert habe, hätten abgesagt, wie Charles Folly, der zweite Co-Präsident, feststellen musste. Somit wird Thalmann vorläufig nicht ersetzt.

Grosse und kleine Projekte in Galmiz

Ansonsten ist der Verein im Seebezirk bereits sehr aktiv. Zwar habe man im vergangenen Jahr bei keinem einzigen Bau- oder Abbruchgesuch Einsprache erhoben, sagte Grandjean. Doch dem Projekt von Amgen in Galmiz steht der Verein beispielsweise sehr kritisch gegenüber. Allerdings könne man mit dem Ausnahmecharakter des Vorhabens leben, präzisierte Grandjean.

Doch in der Gemeinde Galmiz beschäftigt nicht nur der grosse Pharmakonzern den Heimatkundeverein. Auch zum Abbruch eines Bauernhauses aus dem 19. Jahrhundert an der Hauptstrasse hat der Verein bei den Behörden Bemerkungen gemacht.

Ebenso bedauert wird der Abbruch des alten Depothauses in Murten. Dort soll ein Restaurant zu stehen kommen. Der Verein macht darauf aufmerksam, dass der «Wildwuchs» entlang der Bernstrasse in krassem Gegensatz zum «Bijou» Altstadt stehe, wie es Grandjean formulierte. Wünschenswert wäre eine städtebauliche Planung.

Generell liege das Problem darin, dass viele geschichtsträchtige Bauten mangels Unterhalt verlottern würden, findet Alain Grandjean. Dann sei es zu spät, sie unter Schutz stellen zu wollen. Hier wären gemäss Grandjean die Eigentümer und Architekten gefordert.

Weiter hat der Verein Bemerkungen verfasst zu einem Bauernhaus in Tentlingen, einem Schweinestall in Tutzishaus bei Schmitten, der Asphaltierung zweier Gemeindestrassen in Düdingen und zum Ausbau der Alpstrasse Brecca-Recardets in Schwarzsee.
Zum Thema Alpstrassen hielt der Verein im April dieses Jahres auch eine Podiumsdiskussion in Tafers ab. «Niemand hat einen generellen Anspruch, Alpstrassen zu befahren», lautete Follys Fazit nach der Veranstaltung. Gewisse Strassen sollte man gemäss dem Verein offen lassen, bei anderen dafür umso strenger kontrollieren.

Jubiläumsjahr 2006

Im nächsten Jahr feiert der Deutschfreiburger Heimatkundeverein sein 80-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wird Band 71 der Beiträge zur Heimatkunde veröffentlicht. Es ist ein Buch über das Wirken von 100 Kunstschaffenden der letzten 150 Jahre, verfasst von der Kunsthistorikerin und Journalistin Silvia Zehnder-Jörg und mit Bildern von Primula Bosshard. Die Museen Tafers und Murten werden parallel dazu Ausstellungen zu diesem Thema durchführen.

Das Jahresprogramm des Vereins sieht eine Grenzwanderung zwischen Albligen und Überstorf vor (8. Oktober), die Besichtigung der Käserei Struss in St. Ursen (19. November), Winterzauber am Murtensee (4. Februar 06), Besuch im neuen Staatsarchiv Freiburg (1. April 06) sowie das Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen von CantaSense in Plaffeien (24. Juni 06). Zu diesem Anlass wird der Chor eine Komposition von André Ducret uraufführen, basierend auf Texten von Hubert Schaller. Und die nächste Generalversammlung findet in der Burgruine von Maggenberg statt.
«Ich wünsche mir eine Eigendynamik»

Mit ALAIN GRANDJEAN
sprach PATRICK HIRSCHI

Der Deutschfreiburger Heimatkundeverein zählt rund 2200 Mitglieder. Wie gross ist der Anteil der Seebezirkler?

Schätzungsweise 100 Personen.

Wie wollen Sie diesen Anteil erhöhen?

Wichtig wäre, dass neben mir noch ein zweites Vorstandsmitglied aus dem Seebezirk käme. Die Vorstandsmitglieder machen erfahrungsgemäss viel Werbung in ihrem eigenen Umfeld. Ich wünschte mir eine Eigendynamik, wie sie im Sensebezirk bereits besteht.

Mit der Namensänderung von «Verein für Heimatkunde des Sensebezirks und der benachbarten interessierten Landschaften» in «Deutschfreiburger Heimatkundeverein» wurde bereits 1983 versucht, andere Regionen zu integrieren. Warum hat das – zumindest im Seebezirk – nicht richtig geklappt?

Wir hatten zwar von diesem Zeitpunkt an immer wieder Vorstandsmitglieder aus dem Seebezirk. Aber diese schafften es nicht, dem Verein ihren Stempel aufzudrücken. Sie blieben meist auch nicht lange.

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