Fussball 11.11.2019

München führt Dortmund vor

Bayern München hat sich zurückgemeldet. Der Meister deklassierte im Bundesliga-Spitzenspiel die schwachen Dortmunder mit 4:0.

Eine Woche nach der höchsten Bundesliga-Niederlage seit zehn Jahren, dem 1:5 in Frankfurt, und der darauf folgenden Entlassung von Trainer Niko Kovac dominierten die Bayern die Partie gegen Dortmund von der ersten Minute an. Sie waren in allen Belangen besser. Die Mannschaft habe gezeigt, dass sie Fussball auch wirklich zelebrieren könne, meinte der neue Trainer Hansi Flick nach dem einseitigen Match.

Bei Bayern München fiel kein Spieler ab. Doch einer ragte speziell heraus: Robert Lewandowski setzte seine erstaunliche Serie mit zwei Toren fort. Der Pole hat in jeder Runde mindestens einmal getroffen und steht nun schon bei 16 Saisontoren. Am frühen Samstagabend erzielte er nach einer intelligenten Flanke von Benjamin Pavard in der 17. Minute mit dem Kopf das 1:0, und eine Viertelstunde vor Schluss traf er auch zum 3:0. Die Dortmunder von Lucien Favre, die gute Wochen hinter sich hatten, wirkten spätestens nach dem 0:1 hilflos. «Bayern war viel besser als wir. Tempo, Ball­annahme, Technik. Wir waren nicht gut. Es war eine grosse Enttäuschung», analysierte Favre den mit Spannung erwarteten Match nüchtern.

Für sein Gegenüber war die Partie derweil ein erster Höhepunkt auf der Trainerbank von Bayern München. Flick machte beste Werbung für sich. Nach diesem Auftritt hat die Suche nach einem Nachfolger für Kovac sicher keine Dringlichkeit mehr und wird womöglich sogar eingestellt. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge meinte: «Wir machen bis auf Weiteres mit Hansi weiter, er hat das jetzt gut gemacht, und er hat unser Vertrauen.»

sda