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Gabby Marchands Welt

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Gabby Marchands Welt

Poetisch-humoristisches Musikspektakel des Chansonniers

In «I ma mier psüne» blickt Gabby Marchand auf seine Kindheit im Auquartier zurück. In den Anekdoten kommt Witziges, aber auch Ernstes vor. Jérôme Oberson (Akkordeon) und Fränzi Kern (Lesungen) begleiten den Chansonnier. Am Mittwoch war Premiere.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Gabby Marchand führt sein Musikspektakel «I ma mier psüne» im ersten Stock des Restaurants «Tanneurs» (Gerber) auf. Und das ist kein Zufall, denn von dort aus ist der Blick frei auf den St.-Johann-Platz. Der Ort, wo Marchand einen grossen Teil seiner Kindheit verbracht hat. Nur hat ihn damals niemand so genannt. «Im Platz ääne» hiess es ganz einfach. «Im Platz ääne» habe er gewohnt, wiederholt Marchand. Und wer sich aus dem Publikum ebenfalls noch an diese Zeiten erinnert, nickte: «Ja, ja, im Platz ääne», tönt es aus dem Publikum.

Aktives Publikum

Im Vorfeld hatte Marchand gewünscht, mit seinen Geschichten aus der Vergangenheit im Publikum Erinnerungen zu wecken. Das ist ihm gelungen. Ging es darum, Namen der Geschäfte von damals aufzuzählen, so konnte Marchand auf die Unterstützung der rund 80 Personen im Publikum zählen. Ob Aeby-Coiffeur, Dick, Haymoz oder Eggers Lädeli: Zu jedem Geschäft hatte Marchand eine passende Anekdote auf Lager.

Bei all dem Spass und den Streichen die «Gabby» in seiner Kindheit erleben durfte, geht es ihm nicht darum, die gute alte Zeit heraufzubeschwören. Es gab auch weniger Schönes. Dazu zählt er die Bräuche während der Fasnachtszeit, wo zum Teil sehr hart und brutal gegen andere vorgegangen wurde.

In seinen Anekdoten erzählt er nicht nur, wie er sich für die Fasnacht verkleidet hat, sondern auch, wie das Au- und das Neustadt-Quartier auf der Mittleren Brücke einmal Frieden geschlossen haben; dass er als Reformierter ins Gambach zur Schule ging und nicht zur Beichte musste; weshalb das Perolles als «Cervelats-Quartier» bezeichnet wurde oder etwa noch, wie man die Haut auf der Milch (Rahm) abkalten liess und mit Zucker als Brotaufstrich nutzte. «Nääme sääge» war damals eine ebenso beliebte Beschäftigung wie das Unwesen-Treiben im Perolles-Quartier. «Es war früher nicht besser, aber anders», sagte Marchand. Trotzdem bedauert er, dass der Unterstadt ihr Hockeyklub weggenommen wurde, und beklagte die steigende Anzahl Autos im Quartier.

Ein komplettes «mélange»

Und immer wieder spricht Marchand vom «mélange» im damaligen Auquartier. Eine bunte Mischung von Senslern, Bernern und Greyerzern, vom Französischen, Deutschen und Patois. Das «mélange» kommt auch in seinen Liedern und Erzählungen, aber auch im Publikum zum Ausdruck. Eine kleine Umfrage hat ergeben, dass fast alle Anwesenden zweisprachig waren. Hat Marchand vor allem in Französisch «parliert», so waren die Geschichten von Fränzi Kern aus «Usä Faanen isch as Drapùù» in Deutsch, gespickt mit französischen Ausdrücken.

Nach rund zwei Stunden ging das kurzweilige und unterhaltsame Spektakel zu Ende. Glücklich über den Verlauf der Premiere, sagte Marchand: «Ich hätte aber noch viel mehr zu erzählen.» Und man glaubt es ihm.

Bis zum 19. März stehen noch acht Vorführungen auf dem Programm.

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