Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Galerie der Freiburger Glasmalerei

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Galerie der Freiburger Glasmalerei

Nach 25 Jahren stellt das kunsthistorische Museum 133 Glasgemälde wieder aus

Das Museum für Kunst und Geschichte Freiburg schliesst in diesen Tagen eine weitere Etappe der Neugestaltung des Ratzehofs ab: Am Freitag wird die Galerie der Glasmalerei eröffnet.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Der Ratzehof wurde in den 1580er-Jahren im Auftrag des wohlhabenden Freiburger Tuchhändlers Hans Ratzé von dem Lyoner Architekten Jean Fumal gebaut. Die Architektur des Baus ist typisch für die Lyoner Renaissance und in der Westschweiz einzigartig. Wahrzeichen des vornehmen Stadtpalais ist die zweistöckige Arkadengalerie zwischen dem Treppenturm des Hauptgebäudes und dem so genannten «Tour des secrets», dem Abortturm.

1927, fünf Jahre nach dem Einzug des Museums in den Ratzehof, wurden seine Bestände an Kabinettscheiben in die Butzenfenster der Galerie eingesetzt. Ende der Siebzigerjahre hat man die 133 Glasgemälde wieder ausgebaut und etwa einen Viertel davon dem neuen Schweizer Glasmalerei-Museum in Romont als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Die übrigen Gemälde wurden im Museumsdepot eingelagert.

Reise durch Glasmalerei-Geschichte

Im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Erneuerungsprojektes für den Ratzehof wurde auch die Doppelgalerie restauriert, so dass die Glasgemälde an ihren angestammten Platz zurückkehren konnten. Für die Gestaltung habe man das Originalkonzept von 1927 minutiös rekonstruiert, sagt Verena Villiger, Vizedirektorin des Museums. Die Gemälde seien chronologisch angeordnet, unter Berücksichtigung von ästhetischen Kriterien.

«Der Gang durch die Galerien ist wie eine Reise durch zwei Jahrhunderte Glasmalerei- und Kantonsgeschichte», sagt Pascal Moret, der die ausgestellten Gemälde zusammen mit seinen Mitarbeitern restauriert und montiert hat. Bei der Restaurierung habe man sich bewusst auf das notwendige Minimum beschränkt. Alle Scheiben seien sorgfältig gereinigt worden. Bei einigen Stücken habe man ausserdem beschädigte Stellen mit Spezialleim repariert.

Den Hauptteil der im Frühling 2004 in Angriff genommenen Arbeiten habe allerdings das Einsetzen der Gemälde in die Butzenscheiben ausgemacht, so Moret weiter. Um die alten Glasmalereien vor Wärme, Licht, Feuchtigkeit und mechanischen Beschädigungen zu schützen, wurden spezielle Fensterrahmen angefertigt, deren Verglasung eine mehrstufige Isolierung nach den neusten konservatorischen Anforderungen ermöglicht.

Von den Kirchen in die Wirtshäuser

Das älteste Gemälde der Ausstellung stammt aus der Zeit um 1470/80 und stellt eine Madonna mit Kind im Strahlenkranz dar. Es handelte sich ursprünglich um ein feldfüllendes Glasgemälde aus der Kirche des Zisterzienserklosters Altenryf. Erst gegen 1500 begann man, Glasmalereien in Scheiben aus Blankglas, meist in der Form von Rauten oder Butzen, einzusetzen.

Ungefähr zur gleichen Zeit entstanden die ersten Glasgemälde nicht-sakralen Inhalts. Oft stellten sie Wappen dar, aber auch Szenen aus dem Alltag oder aus der Geschichte kamen immer wieder vor. Mit solchen Gemälden wurden gerne öffentliche Institutionen, aber auch Freunde und Verbündete beschenkt. Die farbigen Scheiben waren nun nicht mehr nur in Kirchen zu sehen, sondern auch in Ratssälen, Zeug- und Wirtshäusern und privaten Bauten.

Die Vernissage der Galerie der Glasmalerei findet statt am Freitag, dem 10. Dezember, um 18.30 Uhr. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Mehr zum Thema