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«Ganz sicher auf Augenhöhe»

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Ein Jahr ist es her, da herrschte beim FC Bösingen die grosse Ernüchterung. Soeben hatten die Sensler die erste 2.-Liga-Saison der Clubgeschichte abgeschlagen auf dem letzten Rang beendet – mit 18  Punkten Rückstand auf den Strich, 21 Niederlagen in 26  Spielen und einem Torverhältnis von 27:72. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie gross ist zwölf Monate später die Motivation der Spieler, gleich wieder in die 2. Liga aufzusteigen? «Das letzte Jahr steckt uns sicher noch in den Gliedern, aber wir reden nicht gross darüber. Es ist nicht meine Art, in alten Wunden zu bohren», sagt Nick Calvetti. Der Trainer war beim 2.-Liga-Abenteuer nicht dabei. Er übernahm die Mannschaft, die trotz einiger gewichtiger Abgänge nach dem Abstieg grösstenteils zusammenblieb, erst auf diese Saison hin – und führte sie gleich zum Gruppensieg der Deutschfreiburger Gruppe der 3. Liga. Und damit in die Aufstiegsrunde.

Das sei nicht unbedingt das Ziel gewesen, sagt Calvetti. Eigentlich sei der Neuaufbau im Vordergrund gestanden und ein Platz im gesicherten Mittelfeld. Wieso also hat Bösingen diese Ziele bei Weitem übertroffen und letztlich souverän die Aufstiegsspiele erreicht? «Ich versuche immer, das Kollektiv sehr zu pflegen. Und wie meine Spieler hier in Bösingen miteinander umgehen, ist vorbildlich. Ich kann mich kaum an ein Training erinnern, an dem wir weniger als 15, 16 Leute waren.»

10 Gegentore in 22 Spielen

Was beim Blick auf die Tabelle sofort auffällt: Bösingen ist defensiv ausserordentlich stark. In 22 Spielen hat die Mannschaft nur gerade zehn Gegentore klassiert. Das ist mit Abstand der beste Wert sämtlicher Teams der drei 3.-Liga-Gruppen. «Die Abwehr ist klar unser Prunkstück», sagt Calvetti. Nachdem Bösingen letzte Saison sein Glück in der 2. Liga noch mit einer Dreier-Abwehrkette versucht hat, setzt er in dieser Saison auf vier Verteidiger. «Aber nur mit dem System hat unsere Stabilität nicht zu tun. Wir haben auch schlicht gute Spieler.» Calvetti hebt nur ungern einzelne Spieler hervor. «Aber im Tor können wir mit Lukas Bucheli auf eine ungemein wertvolle Stütze bauen.» Der Goalie mit 1.-Liga-Erfahrung beim SC Düdingen war auf diese Saison hin vom FC  Plaffeien nach Bösingen gewechselt. «Jeder Fussballer kennt das. Mit einem guten Goalie, bei dem du weisst, dass er auch einmal für dich rettet, bist du sofort motivierter, mutiger und sicherer.»

Die Schwächen im Team ortet Calvetti in erster Linie bei der Chancenauswertung. «Wir haben keinen klassischen Knipser in unseren Reihen.»

Nick Calvetti ist ein ehrgeiziger Trainer, er hat in den letzten Wochen die Mehrheit der Gegner persönlich beobachtet. Sein Fazit: «Unsere Chancen sind absolut intakt. Wir befinden uns mit den Gegnern ganz sicher auf Augenhöhe.» Es ist also keineswegs auszuschliessen, dass Bösingen am Ende zu den zwei Mannschaften gehört, denen der Aufstieg in die 2. Liga gelingt. Und deshalb kommt Calvetti doch noch einmal auf die Frage zurück, wie es der Club mit seinen Aufstiegsambitionen hält. «Natürlich wären wir nicht todunglücklich, wenn wir nicht aufsteigen würden.» Und zwar nicht nur wegen der schlechten Erfahrungen in der letzten Saison. «Auf nächste Saison hin werden vier Stammspieler aufhören. Die werden wir erst einmal ersetzen müssen.»

Seisas zweiter Anlauf in Folge

Anders präsentiert sich die Gefühlslage beim zweiten Sensler Aufstiegsrundenteilnehmer: Seisa 08 bestritt bereits vor einem Jahr die Aufstiegsspiele, startete mit zwei Siegen in den ersten drei Spielen gut und verpasste am Ende die Promotion nur knapp. Für Trainer Markus Sturny ist deshalb klar: «Jedes Jahr nur dabei zu sein, sich über ein, zwei Siege zu freuen und sich damit zu begnügen, kann ja letztlich nicht das Ziel sein.» Er wisse zwar, dass es extrem schwierig sein werde, er und sein Team würden sich allerdings über einen Aufstieg sehr freuen. «Wir würden die Herausforderung 2. Liga sehr gerne annehmen.»

Favoriten sind für Sturny aber andere, nämlich die drei jeweiligen Gruppensieger. Zum Beispiel Cugy. Ein Team, das die ganze Saison nie verloren hat und gemäss dem Seisa-Trainer für sein hartes Einsteigen bekannt ist. Oder Châtel-St-Denis, das – wenn auch in der unausgeglichenen Gruppe 1 – in 22 Spielen 71 Tore geschossen hat.

Doch Seisa braucht sich vor diesen Gegnern nicht zu verstecken. In den letzten zehn Meisterschaftsspielen haben die Sensler neunmal gewonnen und einmal Unentschieden gespielt. Was auffällt: Hatte Seisa vor einem Jahr die Aufstiegsspiele noch erreicht, weil es klar die beste Defensive hatte, hat das Team dieses Jahr mit 59 Treffern klar die meisten Tore der Gruppe erzielt. Wie kommt es dazu, dass eine Mannschaft mit fast denselben Spielern plötzlich 26 Tore mehr schiesst als in der Saison zuvor? «Wir hatten weniger Verletzungspech in der Offensive und damit mehr Breite. Ausserdem hatten wir uns vor der Saison vorgenommen, ein wenig offensiver zu spielen. Manchmal verloren wir aber die Balance», sagt Sturny. Zuletzt sei das mit nur einem Gegentor in den letzten vier Spielen jedoch wieder besser geworden. «In der Aufstiegsrunde wird es wichtig sein, hinten weiter solid zu stehen. Denn mit zwei, drei Gegentoren gewinnst du gegen solche Gegner so gut wie nie.»

Als Hauptstärke seines Teams bezeichnet Sturny die Homogenität. «Wir sind ausgeglichen und auf jeder Position gut besetzt.» Ein wenig heraus sticht sicher der torgefährliche Mittelfeldspieler Yanick Aebischer, der mit zwölf Toren gemeinsam mit Dario Sturny Topskorer des Teams ist. Die Homogenität bezieht sich allerdings bloss auf die ersten 13, 14  Spieler. «Dahinter fehlt uns etwas die Breite. Das könnte unser Hauptproblem werden bei den fünf Spielen in zwei Wochen – zumal wir doch den einen oder anderen verletzungsanfälligen Spieler im Team haben.»

3./2. Liga

Die sechs Teams der Aufstiegsrunde

Die Statistiken der Saison 2017/18: Châtel-St-Denis 22 18 1 3 (51) 71:27 55

La Roche 22 16 3 3 (26) 62:18 51

Bösingen 22 16 2 4 (23) 45:10 50 Seisa 08 22 15 4 3 (31) 59:27 49

Cugy/Montet 22 13 9 0 (68) 56:23 48

Siviriez 22 13 5 4 (66) 65:33 44

Die Direktduelle der Saison:

Bösingen – Seisa 08 1:2 Seisa 08 – Bösingen 1:0

La Roche – Châtel-St-Denis 0:2

Châtel-St-Denis – La Roche 1:2

Siviriez – Cugy/Montet 1:2

Cugy/Montet – Siviriez 3:1

Die ersten Spiele: Seisa 08 – La Roche Sa. 18.00

Bösingen – Siviriez Sa. 18.00

Cugy – Châtel-St-Denis So. 10.00

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