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Ganzkörpertraining mit Suchtpotenzial

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Den Blick geradeaus, die Arme locker ausgebreitet, die Rumpfmuskulatur gespannt, die Knie leicht gebeugt, und dann einfach einen Fuss vor den anderen gesetzt: So schwer kann das eigentlich nicht sein. Doch auf einem 2,5 bis fünf Zentimeter breiten Kunstfaserband, gespannt zwischen zwei Bäumen, Masten oder Pfosten, wird auch simples Gehen zur Herausforderung. Slackline nennt sich das Band, das immer öfter in Parks und Gärten zu sehen ist und auf dem Gross und Klein das Balancieren üben und damit Muskeln, Körperbewusstsein und Konzentration trainieren.

Für Geübte einfach

Für die ersten Gehversuche macht Manon Trottet es dem Neuling einfach: Die Slackline ist straff gespannt und hängt nur dreissig Zentimeter über dem Boden. Mühelos zeigt die 20-Jährige, die über das Klettern zum Slacklinen gefunden hat und dieses im Universitätssport Freiburg unterrichtet, wie es geht: Locker springt sie auf die Line, geht vorwärts und rückwärts, vollführt elegante Wendungen–und gibt dazu auch noch ständig Erklärungen ab.

Das schlaffe Band

Der erste eigene Anlauf ist ernüchternd: Schon beim Versuch, nur auf der Line zu stehen, wird klar, warum die Slackline Slackline heisst: «slack» bedeutet «locker» oder «schlaff», und das schlaffe Band gerät sofort derart ins Wackeln, dass sich die Anfängerin bereits nach ein paar Sekunden auf dem harten Boden der Realität wiederfindet.

Doch der Ehrgeiz ist geweckt, und einige Versuche später klappt es wenigstens mit dem Stehen auf dem Band. Für die ersten zaghaften Schritte braucht es dann doch noch die stützende Hand der Trainerin. Aber mit ihrer Hilfe gelingt irgendwann der Gang über die gesamte Länge des Bandes, mit brennenden Oberschenkeln und verkrampften Muskeln zwar, aber immerhin. Hat hier jemand etwas von einer «lockeren Armhaltung» gesagt?

Nach der ersten Trainingsstunde ist klar: Geradeaus gehen kann ganz schön anstrengend sein, wenn man es auf einer Slackline versucht. Und dennoch hat das Band ein enormes Suchtpotenzial: Weil trotz allem rasch erste kleine Fortschritte möglich sind, will man es immer wieder probieren, jedes Mal ein paar Sekunden länger die Balance halten oder noch zwei, drei Schritte weiter kommen.

Anfänge auf dem Kletterseil

Dieses Gefühl haben auch die Cracks, wie Manon Trottet bestätigt: «Das Schöne an der Slackline ist, dass immer Fortschritte möglich sind, dass jeder etwas dazulernen kann.» Tatsächlich gibt es verschiedene Disziplinen wie die besonders lange Longline oder die in mehreren Hundert Metern Höhe angebrachte Highline, es gibt unzählige Tricks und Kunststücke, an denen man sich versuchen kann, und es gibt gar Wettkämpfe.

Entstanden ist das Slacklinen in den Achtzigerjahren in den USA, wo Kletterer anfingen, auf gewöhnlichen Kletterseilen zu balancieren. Heute gibt es im Fachhandel spezielles Material für Slackliner. Ganz wichtig sei der Schutz für die Baumrinde, betont Geologiestudentin Manon Trottet. Ansonsten genüge es, die mitgelieferten Instruktionen zu beachten und loszulegen. Slacklinen sei für alle geeignet, egal, ob Erwachsene oder Kinder. Ein bisschen sportlich müsse man sein, ergänzt sie. Und ein bisschen geduldig, möchte man hinzufügen.

Weitere Informationen: www.slacktivity.ch Wer die Slackline einmal ausprobieren will, kann dies am Sa., 20. September, anlässlich des Fests zum 125-Jahr-Jubiläum der Universität Freiburg am Stand des Uni-Sports auf dem Areal der Universität Pérolles tun.

Die Freiburger Nachrichten testen für Sie diesen Sommer in einer lockeren Serie aussergewöhnlicheSportarten.

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