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Gapany griff trotz kalten Fingern zu

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Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, immer wieder teils heftiges Schneetreiben und das nasskalte Sägemehl – die Bedingungen für die 123 Schwinger am Freiburger Kantonalfest von gestern Sonntag in Heitenried waren, gelinde gesagt, speziell. Keiner der befragten Schwinger konnte sich an ein Kranzfest mit vergleichbaren Verhältnissen erinnern. Eine Verschiebung oder gar Absage des Fests war für die Organisatoren jedoch aus terminlichen Gründen nicht infrage gekommen, zumal keiner der Aktiven aufgrund der Wetterkapriolen seine Teilnahme zurückgezogen hatte. Und so begann das Fest mit einer guten Stunde Verspätung, weil die umtriebigen Helfer den Platz und insbesondere die fünf Sägemehlringe noch vom Schnee, der über Nacht gefallen war, befreien mussten. Dazu nutzen sie Gasbrenner, weil das die einfachste Lösung dafür sei, wie der langjährige Sensler Schwinger Michael Pellet, der tatkräftig mithalf, erklärte.

Rolli «überfahren»

Den Schwingern machte den ganzen Tag über hauptsächlich die Kälte zu schaffen, so auch Benjamin Gapany (Marsens), der im Schlussgang Martin Rolli (Riggisberg) nach nur gerade elf Sekunden bezwingen und so punktemässig zu seinem Widersacher aufschliessen konnte. Derweil der Greyerzer Gapany zum dritten Mal nach 2016 in Châtel-St-Denis und im Vorjahr in Riaz das Freiburger Kantonale für sich entscheiden konnte, war es für den Berner Gast der erste Sieg an einem Kranzfest. «Die Bedingungen heute waren schon sehr speziell», sagte Gapany, der nun bei 24 Kränzen und 7  Kranzfestsiegen steht.

«Wegen der Kälte spürte man bereits nach eineinhalb Minuten die Finger nicht mehr, und die Kraft in den Armen war weg. Deshalb war es mein Ziel, die Gänge möglichst rasch zu beenden.» Dies ist ihm mit fünf Siegen ausgezeichnet gelungen, einzig im Anschwingen musste er mit dem Emmentaler Christian Gerber stellen, der jedoch sehr gut verteidige, wie der Freiburger bemerkte. Im Schlussgang gegen Rolli – der mit fünf Siegen in den Schlussgang eingezogen war – wusste Gapany, was ihn erwarten würde, trainiert er doch einmal in der Woche mit dem Schwingklub Schwarzenburg, also auch mit Rolli. Gleiches gilt selbstredend für den Berner, dennoch konnte er die schnelle Niederlage nicht verhindern. «Gapany hat mich überfahren. Ich wusste, dass es gegen ihn nicht einfach würde, deshalb wollte ich die ersten zwei, drei Züge überleben», erklärt der 29-Jährige, der 21  Kränze auf seinem Konto hat und in Heitenried seinen bisher grössten Erfolg feiern konnte.

Kramers verpasste Chance

Verhindern können hätte diesen Triumph Lario Kramer, hätte dieser Rolli im fünften Gang geschlagen. Doch es kam anders. Um die beiden bis dahin unbezwungenen Gästeschwinger Fabian Staudenmann (Guggisberg) und Rolli noch zu stoppen, hatte das Kampfgericht ihnen die Freiburger Lokalmatadoren Gapany und Kramer zugeteilt. Während der Greyerzer siegte und sich so die Schlussgangteilnahme sicherte, verlor der Galmizer gegen den späteren Sieger in kurzer Zeit. «Dumm gelaufen, es hat nicht gepasst», hielt Kramer fest, der mit einer Niederlage gegen Staudenmann schlecht in den Tag gestartet war, sich dann aber auffing und das Fest im 4.  Rang abschloss. «Mein Ziel war wie immer ein Kranz, den habe ich geholt.» Auch Kramer beurteilte die Wetterbedingungen als ausserordentlich, «doch es waren ja für alle dieselben. Ich persönlich bekomme immer sehr schnell kalte Hände, und dann ist es nicht einfach, Griff zu fassen.»

Nichtsdestotrotz war der Stoos-Sieger aus dem Vorjahr nicht unzufrieden. Er darf Ende Mai zuversichtlich ans Seeländische reisen, seinen ersten richtigen Härtetest im Jahr des Eidgenössischen von Zug, wie er sagt. «Bis zum Eidgenössischen muss ich noch an der Aggressivität, an der Schnelligkeit und an der Technik arbeiten, aber das gilt für alle Schwinger.» Gapany bestätigt: «Ein Sieg am Freiburger Kantonalen ist natürlich befriedigend, Ziel ist es aber, in Zug in Bestform anzutreten. Bis dahin will ich mich bezüglich Schnelligkeit und Explosivität noch steigern.»

Für das beste Freiburger Resultat nach Gapany sorgte Sven Hofer. Der Kerzerser klassierte sich im 3. Rang und musste nur gegen Rolli als Verlierer vom Platz, dazu kamen vier Siege und ein gestellter Gang gegen Michel Dousse. Der Oberschroter wurde Achter und konnte nicht an seine Leistung aus der Vorwoche in Grolley anknüpfen. Er war mit zwei gestellten Gängen ge­startet.

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