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Gartenirrtümer Nr. 1: Der Lehmboden

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Schliessen Sie bitte nach diesem Satz Ihre Augen und stellen sich die perfekte Erde für den Garten vor. … Sagen Sie nichts, lassen Sie mich raten: Sie ist so leicht und fluffig, dass man mit blossen Händen drin graben kann, oder? Das, woran die meisten bei dieser Frage denken, nennt sich Kübelpflanzenerde, ein Substrat, das extra für Töpfe gemischt wurde, mit einem Gartenboden aber nicht viel zu tun hat.

Böden lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Sand-, Lehm- und Tonboden. Welchen Sie in Ihrem Garten wollen? Wohl kaum den Sandboden. Er ist zwar sehr leicht zu bearbeiten, speichert aber Wasser und Nährstoffe äusserst schlecht. Ebenso wenig wollen Sie sein Gegenteil, den Tonboden. Der ist nämlich nur mit sehr viel Muskelkraft zu bearbeiten und so verdichtet, dass das Regenwasser kleine Tümpel bildet, statt zu versickern. Es bleibt also die goldene Mitte, der Lehm. Er ist kein leichter Boden, so kommt man beim Graben bald einmal ins Schwitzen, aber er ist herrlich fruchtbar und braucht nur wenig verbessernde Zuwendung in Form von Kompost und Mulch.

Welchen Boden Sie haben? Nach meiner Erfahrung mit Freiburger Gärten höchstwahrscheinlich den ersehnten Lehmboden oder eine Abstufung davon, lehmigen Ton zum Beispiel. Ein Geschenk der Natur, das Ihnen zu Füssen liegt. Was will man mehr!

Zu Ihren Füssen sollte dieses Geschenk auch bleiben. Lehmerde gehört in den Garten, weil ihn da Regenwürmer, zig andere Tierchen und Pilze unablässig bearbeiten, durchlüften und anreichern. Fallen aber diese Helfer weg – in einem Topf zum Beispiel – dann pappt der Lehm zu einer steinharten Masse zusammen, in der nur besonders zähe Pflanzen überleben. Mit reiner Gartenerde Töpfe zu füllen, mag also sparsam und bequem sein, sinnvoll ist es nicht. Genauso wenig, wie Lehmboden mit Kübelpflanzenerde zu «verbessern» oder ihn gar damit auszutauschen, auch wenn Ihr Rücken noch so darum bettelt. Rücken können entzücken, aber auch irren. Und zwar gründlich.

Nicole Häfliger studierte Germanistik/ Anglistik und arbeitete fünfzehn Jahre als Gymnasiallehrerin in Freiburg. 2012 hat sie ihre lang gehegte Leidenschaft zum Beruf gemacht und verdient heute ihr Geld in den Bereichen Gartenberatung, -planung und -unterhalt. Im eigenen Garten zieht sie vor allem Stauden, Gemüse und Heil-/Gewürzkräuter.

haefliger@gartenhaende.ch

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