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Gärtner erhalten neue Ausbildungshalle

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Farbensprühende Blumenbeete, grüne Wiesen und ein weitläufiges, sanft gewelltes Gelände rund ums Hauptgebäude: Wenn man am Landwirtschaftlichen Institut des Kantons Freiburg in Grangeneuve eintrifft, verfällt man unweigerlich ins Flanieren und fühlt sich phasenweise wie in einem grossen Stadtpark. Dafür verantwortlich ist der im Vergleich zu den landwirtschaftlichen Ausbildungsgängen weniger bekannte Gartenbau-Bereich des Instituts.

Zehn Jahre Gartenbau-Schule

Seit 2008 absolvieren Gärtnerinnen und Gärtner einen Teil ihrer Ausbildung in Grangeneuve, wobei der Grossteil der Bepflanzungen laut Bereichsvorsteher Claude Heckly in den letzten sechs Jahren ausgeführt wurde. Nebst duftenden Rosen, in Massen spriessenden gelben Mädchenaugen und dem neu angelegten Heilkräutergarten inklusive Walliser Trockenmauer fallen dem Besucher auch bunte, in die Beete gesteckte Schilder auf, die Informationen zu den Pflanzen liefern. Diese Tafeln erinnern daran, dass die Lernenden das Gelände nicht bloss zum Spazieren nutzen: «Mehr als 410 Pflanzen mit ihrem lateinischen, deutschen und französischen Namen müssen die Gärtnerinnen und Gärtner am Ende ihrer Ausbildung kennen», merkte Staatsrat Didier Castella (FDP) anlässlich seiner gestrigen Visite bewundernd an.

«Ein glasarmes Gewächshaus»

Damit die angehenden Berufsleute künftig vor Kälte, Regen und stürmischem Wind geschützt arbeiten können, wurde hinter dem Hauptgebäude eine Ausbildungshalle gebaut. Der Arbeitsbereich des Gebäudes misst 21 mal 14 Meter und beherbergt 15 Arbeitsplätze. Dazu kommen ein durch Folien geschütztes kleines Feld im Aussenbereich sowie Material- und Schulungsräume. Für ein stabiles Klima im Inneren der Halle sorgt die Abdeckung mit Isolierplatten. Mit den kleinen Fenstern handle es sich also quasi um ein «glasarmes Gewächshaus», meinte Heckly. Die Baukosten von rund einer Million Franken wurden vom Gärtnerberufsverband JardinSuisse Freiburg, dem Institut Grangeneuve sowie der Vereinigung des kantonalen Berufsbildungszentrums (VKBZ) getragen. Aus Sicht des Berufsverbands habe sich diese Investition absolut gelohnt, wie Präsident Jan Maendly ausführte: «Die neue Halle wurde genau nach unseren Vorstellungen gebaut: Mit ihr haben wir nun ein schönes Werkzeug zur Hand.»

Feierlich eingeweiht wird das Gebäude kommendes Wochenende anlässlich der Veranstaltung «Grangeneuve und seine Gärten». Claude Heckly, der den Anlass gemeinsam mit Philippe Curdy organisiert hat, erwartet dazu 7000 bis 10000 Besucherinnen und Besucher. Im Zentrum werden die Lernenden stehen: So wird man ihnen bei den Freiburger Gartenbau-Wettbewerben über die Schulter schauen können. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden den Kanton an der Westschweizer Berufsmeisterschaft als Qualifikationstest für die SwissSkills vertreten. Zudem werden 70 Lernende ihre Berufe präsentieren. Dazu kommen 20 Aussteller mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Bereich Gartenbau. Bevor das Institut Grangeneuve seine Tore fürs Publikum öffnet, finden am Freitag diverse Fachkonferenzen statt, unter anderem zum Thema «Gärten und Klimaerwärmung».

Institut Grangeneuve: Publikums­veranstaltungen 9–17 Uhr (Samstag) bzw. 9–16  Uhr (Sonntag), Eintritt frei.

Gartenbau-Ausbildung in Grangeneuve

Neue Technikerschule ab Herbst 2019

Heute werden am Institut Grangeneuve Gärtnerinnen und Gärtner mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA) oder Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) ausgebildet. Dazu kommt noch die bisher ausschliesslich französischsprachige höhere Berufsbildung mit einem Fachausweis-Diplom. Wenn man die Weiterbildungskurse einbezieht, rangiert der Gartenbau grössenmässig mit zirka 200 Lernenden auf Rang 3 – hinter der landwirtschaftlichen Ausbildung sowie derjenigen in Milchwirtschaft. Ab Herbst 2019 wird eine Technikerschule eröffnet, von der vorerst nur französischsprachige Gartenbauspezialisten mit kaufmännisch-technischem Profil abgehen werden. Diese werden nach ihrem voraussichtlich zweieinhalbjährigen tertiären Lehrgang den Titel «Conducteur/-trice de travaux en jardin et paysage» führen. Einen vergleichbaren Lehrgang gibt es nur am Inforama Oeschberg im bernischen Koppigen.

cz

«Die neue Halle wurde genau nach unseren Vor­stellungen gebaut: Mit ihr haben wir nun ein schönes Werkzeug zur Hand.»

Jan Maendly

Präsident JardinSuisse Freiburg

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