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Gärtnern für sozialen Zusammenhalt

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Mais, Tomaten, Federkohl – zwischen den Wohnhäusern an der Jean-Marie-Musy-Strasse im Schönbergquartier spriessen seit diesem Sommer diverse Gemüse- und Kräutersorten und warten jetzt darauf, geerntet zu werden. Möglich macht das der neu angelegte Gemeinschaftsgarten Préfleuri. Er ist Teil des Aufwertungsprojekts «Freiraum Freiburg», das die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt im Quartier verbessern soll (siehe Kasten). Seit der Eröffnung des Gartens am sechsten Juni bestellen Quartierbewohnerinnen und -bewohner im Schönberg gemeinsam die Beete.

«Gartenarbeit entspricht dem Zeitgeist. Menschen wollen ihre Hände in die Erde stecken und später die Früchte ihrer Arbeit ernten», sagt Ge­neviève Ingold, soziokulturel-le Animatorin des Gartens. Das erkläre wohl auch den Erfolg des Projekts. Seit der Eröffnung hätten schätzungsweise 240  Personen vorbeigeschaut. An den gemeinsamen Gartenarbeiten, die jeden Donnerstagnachmittag stattfinden, nähmen im Durchschnitt 14 Hobbygärtner teil. Dass sich die Quartierbewohner für Gartenarbeit interessieren, belegt auch ein Blick auf das Nachbargrundstück: Der Besitzer eines Wohnhauses hat seinen Mietern private Gärten zur Verfügung gestellt.

Zusammenarbeit im Zentrum

Im Gegensatz zu privaten Gärten steht aber im Préfleuri die Zusammenarbeit im Vordergrund: Die Anwohner bestellen den Garten nämlich gemeinsam und teilen die gesamte Ernte untereinander auf. Das sei bewusst so konzipiert worden, denn «Préfleuri soll primär für sozialen Zusammenhalt im Quartier sorgen», sagt Geneviève Ingold. Diese Art der Arbeitsteilung führe zwar dazu, dass jeder auf seine Art ans Werk gehe, «aber das macht den Charme des Gartens aus». Die Gärtner überlegen sich auch gemeinsam, welche Pflanzen angebaut werden sollen. Fachliche Unterstützung erhalten sie dabei von Michel Woeffray, einem erfahrenen Gärtner und Spezialisten für Permakultur. Ein Landschaftsarchitekt sorgt ausserdem dafür, dass der Gemeinschaftsgarten visuell ansprechend wirkt. Der Stadt Freiburg sei dies ein grosses Anliegen gewesen, schliesslich solle der Garten einladend wirken, sagt Ingold. Den Garten verschönern deshalb diverse dekorative Elemente: Diamantförmige Holzstrukturen stützen Kletterpflanzen, Bänke aus gepresstem Stroh laden unter einer alten Eiche zum Sitzen ein.

Multikultureller Garten

Auf dem 2000 Quadratmeter grossen Grundstück seien in dieser Saison mehr als 70 verschiedene Pflanzensorten angebaut worden, sagt Geneviève Ingold. Von Thaibasilikum bis zu südamerikanischer Physalis ist alles dabei. «Das Schönbergquartier ist ein multikulturelles Quartier. Das widerspiegelt sich auch in der Auswahl unserer Pflanzen», so Ingold. Unter den Hobbygärtnern seien Portugiesen, Syrer, Schweizer, Eritreer und Österreicher. Es gebe aber nicht nur eine Vielfalt an Kulturen, sondern auch an Altersgruppen. «Von Anfang an konnten wir alle drei Generationen erreichen. Das war für uns eine grosse Freude», sagt Geneviève Ingold. Am aktivsten seien allerdings Kinder und Rentnerinnen und Rentner im Garten tätig.

Träume für die Zukunft

Noch ist nur eine kleine Fläche des Gemeinschaftsgartens bebaut. «Idealerweise können wir in der nächsten Saison bereits mehr anpflanzen», sagt Geneviève Ingold. In einem Atelier am letzten Sonntag tauschte sich eine Gruppe von Gärtnern über ihre Visionen für den Garten aus, denn für das kommende Jahr sollen im Herbst Früchtebäume und Beerensträucher gepflanzt werden. Kirschen, Aprikosen, Erdbeeren, Himbeeren, Äpfel, Cassis – alle ein kleiner Teil ihrer Wunschliste. «Im Moment dürfen wir träumen», meint Geneviève Ingold dazu.

Ganz so schnell werden die Träume dann wohl nicht umgesetzt, denn erst muss der Landschaftsarchitekt seine Zustimmung geben. Vorerst geht es für die Gärtner also zurück an die Arbeit: Die Beete müssen mit Heu abgedeckt werden.

Zum Projekt

Vier Freizeitoasen für den Schönberg

Der Gemeinschaftsgarten Préfleuri im Schönberg ist Teil des Aufwertungsprojekts «Freiraum Freiburg». Im Rahmen des Projekts werden im Quartier bis zum Frühjahr 2020 vier Freizeiträume geschaffen. Sie sollen die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt im Schönberg erhöhen. Bis zum Eröffnungsfest nächsten Frühling ist aber nur der Gemeinschaftsgarten öffentlich zugänglich, damit die Vegetation genügend Zeit zum Wachsen hat. Freiburg lässt sich die Aufwertung einiges kosten: insgesamt 1,5 Millionen Franken. Die Agglomeration und die Stadt bezahlen je 539 000 Franken. Weitere 150 000 Franken übernehmen Private und Dritte. 133 650 Franken des Projektbudgets werden für Préfleuri verwendet. Der Gemeinschaftsgarten steht Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers vom 6. Juni bis zum 31. Oktober offen. Begleitet werden sie von Geneviève Ingold, einer Animatorin vom soziokulturellen Animationszentrum Reper. Jeden Donnerstag zwischen 16  Uhr und 19.30 Uhr wird im Préfleuri gemeinsam gegärtnert.

sg

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