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Gärtnern in der Stadt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Zu Beginn stellt sich die Frage, was Urban Gardening überhaupt bedeutet. «Urban» heisst «städtisch» und «Gardening» «Gärtnern». Urbane Landwirtschaft in der Stadt kennt verschiedene Formen: In Gemeinschaftsgärten auf Brachen, Dächern, Mauern und Grünstreifen werden meist in Hochbeeten und Töpfen Blumen, Gemüse und Kräuter angepflanzt. Mit jedem Beet wird ein Stück Natur in die Stadt geholt.

Holzkisten statt Garten?

Weshalb sollte ich extra Holzkisten aufstellen, wenn ich doch ums Haus einen Garten habe? Diese Frage liess uns Schüler vom Lande – die meisten mit eigenem Garten oder Gartenanteil in einem Gemeinschaftsgarten – darüber nachdenken, weshalb diese Gartenbewegung wohl entstanden ist. Im Mittelalter besassen die Stadtbürger ja Gärten ums Haus, doch nach und nach hat sich die Bauweise immer mehr verdichtet, und viele Gärten sind verschwunden. So gibt es seit dem 19. Jahrhundert Schrebergärten am Rande der Stadt. Die Vermutung, dass die städtische Gartenbewegung in einer sehr grossen Stadt mit viel Beton angefangen hat, fanden wir bei unserer Recherche bestätigt. Urban Gardening hat seinen Ursprung nämlich in New York. Es sollte dort nicht nur feine Kräuter und schöne Blumen hervorbringen, sondern auch die Menschen zusammenführen und sie gemeinsam etwas Schönes erleben lassen.

Die Rolle der Mobiliar

Was hat die Versicherungsgesellschaft Mobiliar mit Gärtnern zu tun? Diese und andere Fragen haben wir bei unserem Besuch im Hauptsitz in Bern Frau Dorothée Nagel und Frau Salome Rinert gestellt. Ihre Abteilung Corporate Social Responsibility ist für das Projekt Urban Gardening zuständig, und sie schauen auch sonst, wie sich die Mobiliar für das Wohl der Gesellschaft engagieren könnte. Also mit Urban Gardening versichern sie quasi eine intakte Umwelt und zeigen, wie man sorgsam damit umgehen sollte.

Mitarbeitende der Mobiliar können ihre Ideen in einem internen Tool eingeben, viele davon werden umgesetzt. Eine davon war 2015 Urban Gardening. 2016 startete das Pilotprojekt mit sechs Hochbeeten, einem Teamwettbewerb von sechs Teams mit 40 Mitarbeitenden und einem Erntedankfest. 2017 hatten sie bereits zwölf Hochbeete. Lehrlinge und pensionierte Mitarbeitende kümmerten sich darum. Seit 2018 betreibt die Mobiliar einen reinen Kräutergarten, und die Kräuter werden vor allem vom Personalrestaurant weiterverwendet. Für 2019 sind weitere Verwendungsmöglichkeiten und Kurse geplant.

«In Gemeinschaftsgärten auf Brachen, Dächern, Mauern und Grünstreifen werden meist in Hochbeeten und Töpfen Blumen, Gemüse und Kräuter angepflanzt. Mit jedem Beet wird ein Stück Natur in die Stadt geholt.»

Der Workshop

Allerhand Kräuter

Wie schmeckt Grün? Nachdem wir uns in einem Sitzungszimmer der Mobiliar theoretisch mit Urban Gardening befasst hatten, gingen wir nach draussen auf die Dachterrasse zu den Hochbeeten. Hier versuchten wir, die Kräuter richtig zuzuordnen und mit entsprechenden Namenssteckern zu kennzeichnen. Dabei wurden wir aufgefordert, die Kräuter mit allen Sinnen zu entdecken. Einige haben geschmeckt und andere überhaupt nicht. Minze haben fast alle gemocht. Danach erhielten wir ein leckeres Znüni. Bevor wir zum zweiten Mal nach draussen gingen, um selber Kräuter in Eierkartons zu säen, sahen wir uns einen Film an und lösten ein Kreuzworträtsel. Bald war die Zeit um, und wir fuhren mit dem Hornercar wieder heimwärts.

Liebe Mobiliar… nach dem Workshop zu Urban Gardening bei Ihnen haben wir unsere Samen im Eierkarton bestens gepflegt und – welch eine Freude! – wunderbar wachsen sehen. Wir haben gemeinsam Kräuterbiscuits gebacken, um die geernteten Kräuter zu verwenden. Leider hat unsere Lehrerin zu spät bemerkt, dass wir ein falsches Kraut erwischt haben. Wir haben nur noch gelallt, und die Prüfung mussten wir sausen lassen. Der Schaden ist nicht so gross, doch das Highlight des Tages war umso schöner.

5. Klasse B

Interview

«Auf offene Ohren gestossen»

Wir konnten Dorothée Nagel und Salome Rinert interviewen, die bei der Mobiliar für das Urban Gardening-Projekt zuständig sind.

Was hat Sie veranlasst, dieses Projekt bei der Mobiliar umzusetzen?

Wir wollten den Mitarbeitern nachhaltige Lebensstile näherbringen, Naturerfahrung in der Stadt ermöglichen, die Begegnung und Gemeinschaft im Garten fördern und sie mit den Händen etwas Eigenes kreieren ­lassen.

Auf welche Schwierigkeiten sind Sie bei der Umsetzung gestossen?

Eigentlich sind wir auf offene Ohren gestossen. Ab und zu war es schwierig, sicherzustellen, dass jeder Mitarbeiter daran dachte, seine Pflanzen zu giessen und einen vernünftigen Giessplan zu erstellen.

Haben Sie Unterstützung von irgendwelchen Verbänden des Naturschutzes erhalten?

Nein, dieses Projekt haben wir alleine initiiert.

Haben auch andere Berner oder Freiburger Firmen solche Stadtgärten angelegt, oder hat die Mobiliar eine Vorreiterrolle?

Urban Gardening wird zu einem immer grösseren Trend, an dem sich viele beteiligen. In der Stadt Bern gibt es einige städtische Projekte und vor allem Gemeinschaftsgärten.

Wird dieses Projekt Garten von den Mobiliar-Mitarbeitenden geschätzt und genutzt? Haben Sie eine Umfrage gemacht?

Ja, das Projekt wird sehr geschätzt. Die Mitarbeitenden freuen sich über die frischen Kräuter im Essen.

Gibt es besondere Firmenanlässe im «Garten»?

Es fanden Besichtigungen, Apéros, ein Erntedankfest, ein «Wachs-O-Meter»-Wettbewerb und ein Generationenprojekt (Lehrlinge und Pensionierte gärtnern gemeinsam) statt.

Welche Erde nehmen Sie für die Bepflanzung?

Meistens brauchen wir ganz gewöhnliche Universalerde.

Was eignet sich gut zum Anpflanzen?

Bei uns eignen sich Kräuter am Besten. Gemüse pflanzen wir nicht mehr an, weil es schwierig ist, den Ertrag auf so viele Mitarbeiter zu verteilen.

Gibt es andere Möglichkeiten ausser den Hochbeeten?

Es gibt viele andere Möglichkeiten fürs Anpflanzen. Die einfachsten sind an der Fassade, an der Mauer oder direkt im Boden.

Haben Sie für das Gartenprojekt extra eine Person oder einen Gärtner eingestellt?

Ja, wir arbeiten mit einer Gärtnerei zusammen, die uns unterstützt. Die Köchinnen und Köche unseres Personal­res­taurants schneiden die Kräuter, die sie benötigen, selbst frisch ab.

Haben Sie weitere Pläne für nächstes Jahr?

Wir möchten Kurse anbieten, um aufzuzeigen, wie man die Kräuter auch nutzen könnte: beispielsweise als Tee, Heilmittel und Kosmetik.

5. Klasse B

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