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Gastro Freiburg fordert Nothilfe vom Kanton

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Obwohl die Massnahme nicht unerwartet kam, war es für die Freiburger Gastronomen ein Schock, als der Staatsrat am Dienstag die erneute Schliessung der Restaurants beschloss. «Das Mass ist voll!», schrieb Gastro Freiburg unmittelbar nach der Bekanntgabe des Entscheids. Es brauche jetzt dringend staatliche Hilfe, um eine Konkurswelle zu verhindern. Sechs Millionen Franken seien in einem ersten Schritt nötig, damit die Lokale allein die Novembermieten bezahlen könnten (die FN berichteten).

Neun Millionen Franken

Jetzt doppelt der Verband mit einem Brief an den Staatsrat nach, in welchem er konkrete Forderungen formuliert. Dabei hält er an der bedingungslosen Soforthilfe in der Höhe von sechs Millionen Franken für die Mietkosten fest. Zusätzlich fordert er drei Millionen Franken als Beitrag zu den weiteren Fixkosten der Betriebe. Dies sei «eine erste unverzichtbare Massnahme», heisst es im Brief. Diese Beträge seien unabhängig von den im Rahmen des Wiederankurbelungsprogramms bereits gesprochenen drei Millionen Franken zu leisten.

Weiter fordert Gastro Freiburg den Staatsrat auf, die Kurzarbeitsregeln der besonderen Situation anzupassen. Die Kurzarbeit helfe, Entlassungen zu vermeiden, es fielen aber dennoch erhebliche Kosten an. Der Kanton solle darum die Sozialabgaben und die Entschädigung von Ferien- und Feiertagen übernehmen. Zudem fordert Gastro Freiburg die Erweiterung des Begünstigtenkreises, die Verlängerung des vereinfachten Verfahrens und die Abschaffung der Vorankündigungs- und Karenzfrist. Und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die trotz allem entlassen werden müssten, sollten auch während der Kündigungsfrist eine Kurzarbeitsentschädigung erhalten.

Schliesslich bittet Gastro Freiburg den Staatsrat, sich im Rahmen der Vernehmlassung zur Härtefallverordnung beim Bund für eine Ausnahmeregelung für das Gastgewerbe starkzumachen. Es brauche jetzt eine schnelle Reaktion, «um zu retten, was noch zu retten ist», schreibt Gastro Freiburg im Brief.

«Alle sind betroffen»

«Die Situation ist sehr schlimm, und wir brauchen sofort Hilfe», sagt Muriel Hauser, Präsidentin von Gastro Freiburg. Jeder einzelne Gastbetrieb im Kanton sei betroffen: «Niemand hat ausreichend Reserven, um so etwas zu überstehen.»

Die bisherigen Massnahmen wie die Überbrückungskredite würden das Problem nur aufschieben. Ohne weitere Unterstützung seien mittelfristig drei Viertel aller Betriebe in ihrer Existenz gefährdet. Dass von der zweiten Schliessung ausgerechnet die Monate November und Dezember betroffen seien, erschwere die Situation zusätzlich. Dies sei die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Selbst wenn die Restaurants im Dezember wieder öffnen dürften, helfe das nicht weiter: «Solange man den Leuten sagt, sie sollen zu Hause bleiben, und keine Gruppenanlässe und Feste möglich sind, werden die Lokale leer bleiben.»

12 000 Arbeitsplätze

Gastro Freiburg nutzt den Brief an den Staatsrat auch, um an die wirtschaftliche Bedeutung der Branche zu erinnern: Gastronomie, Barbetriebe und verwandte Bereiche generierten im Kanton normalerweise einen Jahresumsatz von 800 Millionen Franken und böten etwa 12 000 Arbeitsplätze in 1600 Betrieben.

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