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Gastro Freiburg kritisiert Foodtrucks

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Mit «Erstaunen» und «Bestürzung» habe Gastro Freiburg erfahren, dass die Stadt Freiburg zwölf Standorte für Foodtrucks und teilweise auch Verpflegungsstände öffentlich ausgeschrieben hat, schrieb der Verband gestern in einer Mitteilung. «Die mobilen Küchen stehen in vielerlei Hinsicht in einem unlauteren Wettbewerb zu denjenigen Betrieben in der Stadt, welche Gebühren entrichten und an eine ganze Litanei gesetzli- cher Verpflichtungen gebunden sind», heisst es dort.

«Ein rechtliches Vakuum»

Anders, als die Stadt in ihrer Bekanntmachung Mitte September geschrieben habe (siehe auch Kasten), stellten die Foodtrucks durchaus eine Konkurrenz zu den traditionellen Restaurants dar, sagt Muriel Hauser, Präsidentin von Gastro Freiburg, den FN. «Natürlich haben wir nicht ganz dasselbe Zielpublikum. Aber manche Leute werden vielleicht nicht mehr zu uns kommen, wenn sie dieses schnelle Angebot haben.» Konkurrenz sei nicht grundsätzlich schlecht, sagt Hauser. Störend findet sie jedoch, dass bei den Foodtrucks «ein rechtliches Vakuum» bestehe. So seien diese nur dem Bundesgesetz über das Gewerbe der Reisenden unterstellt, nicht aber dem kantonalen Gesetz über die öffentlichen Gaststätten. Im Gegensatz zu Restaurants gebe es bei den mobilen Küchen keine obligatorische Grundausbildung zu absolvieren, ebenfalls seien die Foodtruck-Betreiber nicht an den Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes gebunden. Und während laut Hauser die Foodtrucks lediglich ei- nem Mehrwertsteuersatz von 2,5 Prozent unterliegen, müssten die klassischen Gastwirte acht Prozent Mehrwertsteuer bezahlen.

Um gegen diese Ungleichbehandlung vorzugehen, werden sich laut Hauser demnächst Vertreter der Gastroverbände Freiburg und Waadt mit den Abteilungsleitern der Gewerbepolizei treffen und daraufhin einen Antrag für die Kantonsparlamente ausarbeiten.

Nicht nur auf kantonaler Ebene, sondern auch bei der Stadt sieht Muriel Hauser Handlungsbedarf. «Eine Gemeindeexekutive sollte sich nicht für Foodtrucks einsetzen und die Standorte bewerben, sondern eine neutrale Position einnehmen.» Auch seien zwölf Standorte zu viele. Gastro Freiburg habe 130 Mitglieder. «Die Foodtrucks stellen eine Konkurrenz von knapp zehn Prozent unseres Mitgliederbestands dar.»

«Sicher nicht stoppen»

Er glaube nach wie vor nicht, dass die Foodtrucks für die herkömmlichen Restaurants eine grosse Konkurrenz seien, sagt Gemeinderat Thierry Steiert auf Anfrage. Wer jetzt am Mittag anderthalb Stunden in ein Restaurant sitze, werde sich auch künftig nicht an Foodtrucks verköstigen. Eine Konkurrenz sieht Steiert vielmehr zu Take-aways und Sandwichbuden. Da die Foodtrucks aber eine Standortmiete bezahlten, profitierten sie von keinerlei Vorzügen. «Und schliesslich ist es nicht unsere Aufgabe, Konkurrenz zu unterbinden», sagt Steiert. Auch liege es nicht am Gemeinderat, die kantonale Gesetzgebung zu beurteilen.

Sehr wohl sei es hingegen nötig, das neue Angebot an zwölf Standorten zu bewerben. «Machten wir keine Werbung, würden sich vielleicht keine guten Kandidaten melden. Und wir wollen ja die besten aussuchen», erklärt er.

Gastro Freiburg sei vor der Publikation der Ausschreibung von einem Restaurateur, der in der Arbeitsgruppe mitwirke, mündlich informiert worden, sagt Thierry Steiert. Wünsche der Verband trotzdem ein Gespräch, sei er gerne bereit, zu diskutieren. «Die Ausschreibung haben wir aber nun lanciert und werden sie sicher nicht stoppen», stellt er klar. Möglich sei es je- doch, dass sich nicht genügend Foodtruck-Betreiber meldeten und so schliesslich doch nicht alle zwölf Standorte besetzt würden.

Foodtrucks: Freiburg will Vielfalt fördern

M itte September teilte die Stadt Freiburg mit, dass sie zwölf Standorte bestimmt hat, an denen künftig Foodtrucks oder Stände gegen Miete stehen dürfen. Auch forderte sie Anbieter dazu auf, sich bis zum 16. Oktober zu bewerben. Mit der Ausschreibung will die Stadt einer steigenden Nachfrage sowohl von Anbietern als auch von Kunden nachkommen und das kulinarische Angebot in Freiburg fördern. Da die Foodtrucks keine Stühle und Bänke neben dem Wagen aufstellen dürfen, gebe es keine zu grosse Konkurrenz zu traditionellen Restaurants, schrieb der Gemeinderat damals in seiner Mitteilung. rb

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