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Gauthier Descloux – der Freiburger im Tor von Viertelfinal-Gegner Servette

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Freut sich auf das Viertelfinalduell mit seinem Stammclub: Servette-Hüter Gauthier Descloux.
Keystone/a

Damit Gottéron den am Dienstag beginnenden Playoff-Viertelfinal gegen Genf gewinnen kann, muss es Gauthier Descloux bezwingen. Der Freiburger im Kasten von Servette ist einer der besten Torhüter der Liga.

Der Torhüterposten bei Servette ist mit Gauthier Descloux und Daniel Manzato gleich mit zwei Freiburgern besetzt. Die klare Nummer 1 ist Descloux. Vor dem Start der Playoff-Viertelfinalserie gegen seinen Stammclub Gottéron sprach der 24-Jährige mit den FN über die Stärken der beiden Teams, was ihm die Auszeichnung als bester Torhüter der Qualifikation bedeutet und welche Erinnerungen er an seine Saison als Moskito-Junior bei den Düdingen Bulls hat.

Gauthier Descloux, was ging Ihnen durch den Kopf, als sie am Montagabend erfuhren, dass Ihr Gegner im Playoff-Viertelfinal Gottéron heisst?

Zunächst einmal war ich glücklich, dass wir uns direkt für die Viertelfinals qualifizieren konnten. Letztlich ist es egal, gegen wen du in den Playoffs spielst, aber natürlich sind Spiele gegen Gottéron immer speziell für mich. Es ist eine Freude, sich mit den Freiburgern zu messen. Und es ist toll, dass sicher ein Westschweizer Teams in die Halbfinals einziehen wird.

Bereits im Alter von 14 Jahren verliessen Sie ihren Stammclub Gottéron in Richtung Vallorbe und Lausanne. Wie verbunden sind Sie noch mit Freiburg?

Sehr. Als kleiner Junge war ich ein grosser Fan von Gottéron, in diesem Verein begann ich mit dem Eishockey. Meine Familie ist eng mit der Geschichte des Clubs verbunden. Mein Onkel Antoine spielte lange für das Fanionteam, mein Vater bei den Junioren. Ich bezeichne mich inzwischen als Genfer, aber es ist nach wie vor etwas Besonderes, nach Freiburg zurückzukehren. Mir ist es jeweils wichtig, die bestmögliche Seite von mir zu zeigen.

In der Qualifikation gewann Servette vier von sechs Spielen gegen Gottéron, die Partien waren aber stets umstritten. Das dürfte sich in den Playoffs nicht ändern …

So was ist immer schwierig vorauszusehen. Aber ich erwarte in der Tat wiederum sehr enge Spiele und Resultate mit wenig Toren. Beide Mannschaften sind defensiv stark.

Welche Qualitäten fürchten Sie bei Gottéron?

Die Freiburger waren in der Qualifikation eine der konstantesten Mannschaften. Zahlreiche Spieler haben eine neue Reife entwickelt. Ich denke da etwa an Nathan Marchon oder Killian Mottet. Marchon hat inzwischen eine wichtige Rolle im Team eingenommen und steht nicht mehr so im Schatten wie früher. Im letzten Spiel gegen uns hat er beispielsweise ein tolles Tor erzielt und eine wichtige Strafe herausgeholt. Und Mottet spielt ganz einfach eine spektakuläre Saison. Gottéron verfügt über viel Erfahrung, es kontert ausgezeichnet und hat mit Reto Berra einen exzellenten Torhüter. Wenn die Freiburger gut verteidigen und den Job für Berra mit einfachen Schüssen aus der Distanz erleichtern, dann sind sie sehr gefährlich.

Was hat Servette entgegenzusetzen?

Wir sind in der Offensive sehr kreativ und zählen sicherlich zu den talentiertesten Teams der Liga. Wir haben viele gute Spieler und viel Leadership im Kader. Wichtig wird sein, dass wir als Kollektiv auftreten und alle am gleichen Strick ziehen. Und wir müssen konstanter spielen als zuletzt.

Dazu steht mit Ihnen der beste Torhüter der Saison zwischen den Pfosten, wie kürzlich eine Umfrage unter den Trainern und Captains der National-League-Teams ergeben hat.

Ich bin dankbar für diese Auszeichnung. Aber wissen Sie, Eishockey ist ein Teamsport. Ich konzentriere mich nicht allzu sehr auf solche Preise. Es ist natürlich eine Freude, in erster Linie bin ich aber dankbar, dass ich in Genf die Chance erhalten habe, zu spielen.

Wie zufrieden sind Sie persönlich mit Ihrer bisherigen Saison?

Das Wort «zufrieden» mag ich im Zusammenhang mit Sport nicht wirklich. Sagen wir, dass ich glücklich mit meinen Leistungen bin. Ich habe noch so einiges zu lernen. Dabei denke ich beispielsweise an mein Spiel mit dem Puck auf dem Stock. Die wichtigste und interessanteste Phase der Meisterschaft kommt erst noch. Ich will nun sehen, auf welchem Niveau ich im Playoff-Viertelfinal spielen kann.

Sie wurden 2016 mit Ajoie Meister in der Swiss League, auf höchster Stufe konnten Sie aber erst wenig Playoff-Erfahrung sammeln.

Das stimmt, ich habe noch nicht viele Playoffs gespielt. Die Saison mit Ajoie war fantastisch, aber bei den Junioren war die Meisterschaft jeweils schnell zu Ende (lacht). 2015 konnte ich bei Servette eine Playoff-Partie beginnen und bei drei Spielen wurde ich eingewechselt, das war es dann auch schon. Die Rolle damals als Ersatztorhüter war auch wichtig, aber natürlich ist es etwas anderes, als Nummer 1 zu agieren.

Was sind für einen Torhüter die Unterschiede zwischen einem Qualifikations- und einem Playoff-Spiel?

Im Grunde ist die einzige Differenz, dass viel mehr auf dem Spiel steht. Die Art und Weise, wie ich mich vorbereite, ändert nicht. Als Torhüter hast du während einer Partie so wenig unter Kontrolle. Du kannst einzig die Pucks stoppen und reagierst nur, statt agieren zu können. Es ist wichtig, das als Goalie zu verstehen. Und natürlich gehen die Spieler in den Playoffs mehr dorthin, wo es wehtut – auch vor das Tor. Da gibt es auch den einen oder anderen Schlag gegen den Torhüter. So was darf man aber nicht persönlich nehmen, es geht dabei immer um das Wohl des eigenen Teams.

An Spiele ohne Zuschauer konnten Sie sich während der Regular Season gewöhnen. Was heissen die leeren Ränge für die Playoffs?

Die Fans werden fehlen. Das berühmte Momentum entsteht in erster Linie über die Zuschauer. Solche Phasen werden deshalb weniger präsent sein und ich erwarte deshalb engere Serien als sonst. Ohne den Support der Fans wird sich zeigen, welches Team mental besonders stark ist und sich allein aus schwierigen Situationen befreien kann.

Noch eine letzte Frage: Als Junior spielten sie eine Saison bei den Moskitos in Düdingen. Welche Erinnerungen haben Sie noch an diese Zeit?

Ich mag mich noch sehr gut daran erinnern. Meine Mutter ist Senslerin. Wir haben zu Hause zwar nie deutsch gesprochen, aber für sie war es wichtig, dass ich in der Schule gute Noten im Deutschunterricht erzielte. Sie war damals glücklich, dass ich bei einem Deutschschweizer Club spielen konnte. Ich konnte in Düdingen viele tolle Menschen kennenlernen. Wir hatten ein tolles Team mit Spielern wie Julien Privet oder Lars Blanchard und gewannen gar die Meisterschaft. In Freiburg ist die Liebe für das Eishockey so gross wie nur an wenigen anderen Orten dieser Welt. Anders als in grossen Städten gibt es nur das Eishockey. In der Schule haben wir nur darüber gesprochen. Die Leidenschaft ist riesig.

Gottéron: Playoff-Start wohl mit Stalberg und Jörg

Derweil Stürmer Matthias Rossi mit einer Thrombose im Bein für die Playoffs ausfällt, dürften die beiden weiteren Angreifer Viktor Stalberg und Mauro Jörg im ersten Viertelfinalspiel von Gottéron nächsten Dienstag gegen Servette einsatzbereit sein. Nachdem Stalberg am Ostermontag im letzten Qualifikationsspiel gegen Ambri mit einer Knieverletzung frühzeitig vom Eis musste, konnten die Ärzte Entwarnung geben. Jörg, der nach einem Check von Zugs Claudio Cadenau einen blockierten Nacken hatte, ist ebenfalls auf dem Weg der Besserung. Nicht ganz abgeschrieben hat die Playoffs auch Daniel Brodin. Der schwedische Stürmer, der seit dem 7. Februar mit einer Gehirnerschütterung ausfällt, konnte zuletzt wieder erste Runden auf dem Eis drehen.

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