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Gebäudeversicherung kann trotz Pandemie mit 2020 zufrieden sein

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Die Kantonale Gebäudeversicherung steht weiterhin auf einer soliden Basis.
Aldo Ellena /a

Die Kantonale Gebäudeversicherung legt trotz eines Prämienrabatts ein gutes Ergebnis für 2020 vor. Aus Sicht der Brand- und Elementarschäden war es ein durchschnittliches Jahr.

Eine Änderung des Gesetzes über die Kantonale Gebäudeversicherung (KGV) und die gute finanzielle Lage haben es der Freiburger Anstalt erlaubt, für das letzte Jahr einen Prämienrabatt von 20 Prozent zu gewähren. Dies hat die KGV nicht daran gehindert, auch für das Geschäftsjahr 2020 wieder einen positiven Rechnungsabschluss vorzulegen. Vor Amortisationen und Provisionen hat die KGV ein positives Resultat von 32 Millionen Franken erzielt. Selbst bei Reservezuwendungen von 27 Millionen Franken resultierte am Schluss ein Nettogewinn von 1,14 Millionen Franken. Im Vergleich hatte das Vorjahr ohne Prämienreduktion einen Nettogewinn von 2,4 Millionen Franken bei Reserveeinlagen von fast 34 Millionen Franken ergeben. Gesamthaft betragen die Reserven der KGV rund 380 Millionen Franken, wie Finanzchef Philippe Galley gestern an der Bilanz-Medienkonferenz sagte. Die Reserven sollen die Schadensrisiken abdecken, erklärte er.

Rabattentscheid im Herbst

In der Medienmitteilung schrieb die KGV, es werde dieses Jahr nicht möglich sein, erneut einen allgemeinen Rabatt auf den Versicherungsprämien zu gewähren. Auf ein Nachfragen an der Medienkonferenz gaben sich die Verantwortlichen etwas weniger kategorisch. Präsident und Staatsrat Maurice Ropraz (FDP) betonte, dass die finanzielle Gesundheit der Anstalt von mehreren Faktoren abhänge wie der Prämienhöhe, der Schäden über das Jahr und auch der Anlageerträge. Das Gesetz gebe dem Verwaltungsrat jedenfalls die Möglichkeit, einen Rabatt zu gewähren.

Direktor Jean-Claude Cornu erklärte, dass ein solcher Entscheid erst im September getroffen werden könne. Selbst dann lasse sich das Jahr nicht ganz abschätzen. Er erinnerte daran, dass etwa die Lotharschäden 1999 erst ganz am Jahresende anfielen. Das Ergebnis 2020 sei dank der Börsenentwicklung im viertel Quartal so gut geworden. Sollte sich die Frage von Rabatten aber regelmässig stellen, könnte auch eine Prämiensenkung ein Thema sein, eine solche wäre jedoch eine grosse Umstellung, so Cornu.

Nachhaltiger anlegen

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung nimmt die Zahl der versicherten Immobilien jedes Jahr zu. Ende 2020 waren bei der KGV 123’339 Gebäude versichert, und die Versicherungssumme könnte schon dieses Jahr die 100-Milliarden-Schwelle überschreiten. Dies brachte im letzten Jahr Prämien von 47,6 Millionen Franken ein. 12,5 Millionen Franken stammten von Erträgen aus Anlagen und Immobilien, selbst wenn die KGV aufgrund der Pandemie Mietzinserlasse auf Geschäftsräume gewährte. Laut Finanzdirektor Galley will die KGV 2021 die Anlagen verstärkt auf Nachhaltigkeit prüfen.

Schwer zu budgetieren sind die Ausgaben für die jährlichen Schadensfälle. Diesbezüglich war 2020 ein durchschnittliches Jahr (siehe Kasten). Die Brandschäden lagen mit 9,5 Millionen Franken etwas tiefer als in den meisten Jahren. Die Elementarschäden betrugen 4,8 Millionen Franken.

2021 wird für die Freiburger Gebäudeversicherung eine markante Veränderung bringen, da Direktor Jean-Claude Cornu Ende Jahr in den Ruhestand tritt. Sein Nachfolger wird der Greyerzer Oberamtmann Patrice Borcard. Dieses Jahr steht auch im Zeichen der Umsetzung des neuen Gesetzes über die Brandbekämpfung. Geplant ist eine Präventionskampagne «Vor dem Sturm». Und ab jetzt ist eine neue Website der KGV aufgeschaltet.

Zahlen und Fakten

Viele Schadensmeldungen wegen Sturm

2020 verzeichnete die Kantonale Gebäudeversicherung 2606 Schadensfälle mit einer Schadenssumme von total 14,34 Millionen Franken. 4,78 Millionen Franken davon waren auf Elementarschäden zurückzuführen. Seit 2011 lag diese Summe sechs Mal unter und drei Mal über dem Wert von 2020. Von den 2276 Meldungen wegen Elementarschäden entfielen rund 1800 auf drei stürmische Tage im Februar, erklärte KGV-Direktor Jean-Claude Cornu. Neben total rund 2000 Sturmschäden gab es auch 200 Meldungen wegen Überflutung und 21 wegen Überlaufens eines Gewässers. Neu subventioniert die KGV Projekte zur Prävention solcher Schäden. Hagel war 40 Mal der Grund für eine Schadensmeldung.

Die Brandfälle im Kanton sind tendenziell eher rückläufig. Letztes Jahr waren es 330 Brände mit einem Gesamtschaden von 9,5 Millionen Franken. Mehr als ein Drittel dieser Fälle waren auf Blitzschlag zurückzuführen, wie KGV-Direktor Jean-Claude Cornu sagte. Höhere Schäden verursachten hingegen Defekte in der Elektrik. Acht Brandfälle hatten 2020 im Kanton einen kriminellen Ursprung. Und bei rund zehn Prozent aller Fälle, jenen mit der grössten Schadenssumme, konnte die Ursache nicht aufgeklärt werden. uh

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