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Geckos im Papiliorama ausgesetzt

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Tierpfleger des Papilioramas in Kerzers haben kürzlich eine bedenkliche Entdeckung gemacht: Sie haben in der Schmetterlingskuppel drei Leopardgeckos gefunden, wie das Papiliorama gestern mitteilte. Zwei der Geckos sind Weibchen, eines ist ein Männchen. Die Entdeckung ist darum schlimm, weil sich die Geckos von Insekten ernähren–folglich stehen auch Schmetterlinge auf ihrem Speiseplan.

«Nicht böswillig ausgesetzt»

 «Die Tiere wurden mit Sicherheit von Besuchern ausgesetzt», heisst es in der Mitteilung. Denn die Stiftung halte keine Leopardgeckos. «Wir vermuten, dass die Geckos nicht böswillig ausgesetzt worden sind, sondern mangels besseren Wissens», sagt Papiliorama-Mitarbeiterin und Biologin Chantal Derungs. Man gehe davon aus, dass jemand die Tiere angeschafft habe und sich zu wenig bewusst gewesen sei, wie aufwendig ihre Pflege sei. Gefüttert werden müssen sie mit lebendigen Insekten, zudem brauchen die Leopardgeckos eine warme Umgebung und sind nachtaktiv.

Dass die Geckos in der Nacht erwachen, kann den Schmetterlingen zum Verhängnis werden, erklärt Derungs. Schmetterlinge schlafen in der Nacht. Sie hängen sich an einen Ast, oft auch in Bodennähe. Sie sind also ein gefundenes Fressen für die Geckos.

Ob und wie viele Schmetterlinge die Geckos bereits gefressen haben, kann Derungs nicht sagen. «Einen sichtbaren Schaden haben wir noch nicht bemerkt.» Derungs vermutet, dass sich die Geckos noch nicht monatelang im Papiliorama aufhalten.

Das Papiliorama-Team bemüht sich nun, herauszufinden, ob die zwei Weibchen bereits Eier gelegt haben. Dies wird keine einfache Aufgabe sein: Die Gecko-Weibchen vergraben die Eier im Boden. «Sie machen sechs bis acht Gelege à zwei Eier, und sie pflanzen sich mehrmals pro Jahr fort.» Pro Wurf können also 16 Jungtiere schlüpfen. Leopardgeckos werden bis zu 30 Zentimeter lang und sind bereits in jungem Alter geschlechtsreif. Man sucht laut Derungs nun nach Stellen am Boden, die von den Geckos umgegraben worden sein könnten, um die Eier zu legen.

Geckos werden umplatziert

Die drei entdeckten Leopardgeckos will das Papiliorama an einen passenden Ort umplatzieren. Anzeige gegen den Übeltäter wurde gemäss der Mitteilung noch nicht gemacht. In Zukunft will die Stiftung illegale Freilassungen aber anzeigen.

Exoten: Nicht die erste Entdeckung

I m Papiliorama sind laut Chantal Derungs bereits zwei Mal exotische Tiere ausgesetzt worden. In Marin wurden einmal exotische Vögel ausgesetzt, die Parasiten in sich trugen und darum für die eigenen Vögel gefährlich waren. In Kerzers wurde eine Echse – wie der Gecko ein Insektenfresser – entdeckt, die nicht im Papiliorama gehalten wird und folglich wohl ausgesetzt worden war. hs

 

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