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Gedanken über die nachlassende Hüpf-Fähigkeit

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wir altern zum Glück täglich in mikroskopischen Dosen und daher geschieht das Älterwerden still und oft über lange Zeit unbemerkt. Aber haben Sie sich schon einmal überlegt, wie es sich anfühlen würde, wenn Sie eines Morgens erwachten, und wieder die körperliche Kondition einen Fünfjährigen hätten?

Kürzlich waren wir ein paar Tage mit unserem kleinen Camping-Bus unterwegs. Es handelt sich bei diesem Fahrzeug um ein älteres Modell und passt diesbezüglich gut zu uns, obwohl die körperliche Fitness und Beweglichkeit jüngerer Gelenke zuweilen von Vorteil wären.

Nach einer langen Wanderung streiften wir die Wanderschuhe von den Füssen und erholten uns beim wohlverdienten Panaché. Die ersten schweren Regentropfen fielen aufs Sonnendach, wir hatten es gerade noch trocken ‘nach Hause’ geschafft.

Schräg gegenüber sprangen zwei kleine Buben aus einem Wohnwagen. Sie waren etwa fünf und zwei Jahre alt, flachsblond, in Shorts, Shirt und mit nackten Füssen. Sie rannten durch den Rasen, der Kleine legte den Kopf in den Nacken, öffnete den Mund und streckte die Zunge heraus, um die Regentropfen zu schmecken. Dann holten sie zwei Regenschirme, die sie verkehrt herum hinstellten und zuschauten, wie sich die Schirme mit Wasser füllten. Es goss nun wie aus Kübeln, die Kinder waren patschnass, lachten, hüpften, rannten, tanzten, sangen.

Es war eine Freude, ihnen zuzuschauen. Sie waren vollkommen im Moment, lebten den Augenblick. Sie wirkten unbeschwert, leichtfüssig, schlenkerten mit Armen und Beinen, wirbelten herum, schubsten einander, rollten im Gras wie junge Hunde und sprangen flink wieder auf die Beine.

Beinahe kam ein klein wenig Neid auf ob dieser Beweglichkeit, dieser Unbekümmertheit. Biegsame Glieder, keine knarzenden Kniescheiben, kein verspannter Nacken und ziemlich sicher am nächsten Morgen kein Muskelkater. Ich stellte mir vor wie es wäre, nochmals in meinen fünfjährigen Körper zurückzukehren. Das müsste eine überwältigende Erfahrung sein, allerding würde mir spätestens dann grausam bewusst, wie alt ich geworden bin.

Der letzte Purzelbaum

Aber wann und warum habe ich mit Hüpfen und Springen aufgehört? Was, ausser meiner Bequemlichkeit, hält mich davon ab? Und wann hatte ich das letzte Mal einen Purzelbaum geschlagen? Ich konnte mich nicht erinnern. Wie ist es mit Ihnen, wissen Sie es noch?

Der Purzelbaum ging mir nicht mehr aus dem Sinn. Ob ich ihn noch hinkriegte? Nur ein Versuch würde es zeigen. Es hatte aufgehört zu regnen, worauf also wartete ich! Nun, der Boden war nass und zudem konnte ich bei dieser Purzelbaum-Übung gerne auf Publikum verzichten. Morgen, nahm ich mir vor – vielleicht. Als ich allerdings später ins Schlafdach hochkletterte sorgte ich mich, dass ich mir beim Purzelbaumschlagen eine Zerrung einfangen könnte und dieses Vorhaben daher gut durchdacht sein wollte.

Am nächsten Morgen spielten zwei Mädchen auf dem Strässchen Himmel und Hölle. Ich schaute ihnen eine Weile zu und kam zum Schluss, den Purzelbaum zu verschieben und es bescheidener anzugehen.

Ich werde mir bunte Kreidestifte kaufen und es mit Himmel und Hölle versuchen, das dünkt mich vernünftiger. Zudem wohnt in meiner Seele – wenn auch nicht mehr unbedingt in meinem Körper – zum Glück nach wie vor die Fünfjährige, die gerne spielt und Spass hat. Wie Doris Lessing sagte: ‘Alter ist eine Frage der Einstellung’. Zumindest im Geiste können wir, wenn uns danach ist, ewig jung bleiben!

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