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Gedanken zum «Euro-Islam»

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Gedanken zum «Euro-Islam»

Die Minderheiten der Muslime in den westlichen Demokratien können, ohne Anstoss zu erregen, im Schutze der Errungenschaften der Aufklärung ihre Religion leben.

Sie bekennen sich auch durchaus zu den Grundwerten des Humanismus und des Christentums. Sie wissen aber auch, dass sie dem wahren Islam, d. h. dem korrekt gelesenen Koran, wenig entgegenzusetzen hätten. Nicht so wie die Aufklärer, die der Katholischen Kirche deren eigene Grundlage, das originale Christentum, entgegenhalten und sie darauf behaften konnten.

Hinter dem angepassten Islam unserer lieben Mitbürger droht Gottes Wort, das unverrückbar im Koran verewigt ist und das deren Vertreter – genügend weltliche Macht vorausgesetzt – rigoros durchsetzen würden (müssten).

Die Muslime Europas sollten, um ihren pragmatischen Islam zu retten, nicht nur die unerwünschten Forderungen Gottes (des Korans) überspielen oder verdrängen, sondern sich klar von diesen distanzieren. Und – nicht nur das: Sie sollten sich dazu entschliessen, ihre «Verfassung» so zu ändern, dass sie mit den Werten des Humanismus (z. B. Menschenrechte) vereinbar wird.

Dies verlangt Mut, Willen und schöpferische Phantasie. Mit einem überzeugenden Resultat ergäbe sich auch die Macht, und diese ist zwingend notwendig, um sich gegen die Mächtigen des fundamentalistischen Islam zu behaupten. Man müsste vermutlich zur Schaffung des Euro-Korans weder den Propheten oder gar Gott in Zweifel ziehen. Aber vielleicht den Kontext der Entstehung sowie die Übermittlung des Korans kritisch hinterfragen. Man sollte auch den Mut aufbringen, Wahrheiten zu definieren, die damals noch nicht zeitgemäss waren oder sich noch nicht aufdrängten.

Andernfalls werden «unsere» Moslems Mühe haben, den Verdacht zu zerstreuen, ihre Anpassung sei – in Erwartung «besserer Zeiten» – nur vorläufig.

Ist es nicht seltsam, dass unsere netten Mitbrüder, die das Gute erkennen und leben wollen, glauben, es zwingend aus dem unverrückbaren, traditionellen Koran herleiten zu müssen, und, wenn das nicht geht, eher am Guten irre werden?

Autor: Markus Gasser, Freiburg

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