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Gedanken zur Kontroverse um den Gripen-Kauf

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«Gripen, Grips und Unsinn» Leserbrief in der FN-Ausgabe vom 25. März

 Felix Stoffel wirft in seinem Leserbrief «Gripen, Grips und Unsinn» Paul Werthmüller, der in einem früheren Beitrag den Gripen-Kauf im Kontrast zu den sich allenthalben aufdrängenden Sparmassnahmen sah, vor, seine SP-Parteigängerschaft unehrlicherweise verschwiegen, dafür sich aber ohne ersichtlichen Zusammenhang als alt- und lang gedienten Milizionär im mittleren Offiziersrang geoutet zu haben. Fazit von Werthmüllers Leserbrief: Wer Grips habe, wird am 18. Mai gegen den Ankauf des Gripen einlegen.

 

 Was Felix Stoffel seinem Kontrahenten als Unehrlichkeit vorwirft, wird von ihm selbst tunlichst verschwiegen. Damit die Leserinnen und Leser mit ihrem Grips entscheiden können, sei deshalb das Verschwiegene nachgetragen: Bei Felix Stoffel ist nicht der Künstler und Philosoph der strukturistischen Kunst gemeint, auch nicht der jüngst bekannt gewordene Kommunikationsanalytiker, dem es gelungen sei, die Primzahlen komplett definieren zu können. Der Leserbrief schreibende Felix Stoffel ist seinerseits Berufsmilitär im Range eines Obristen im Generalstab und Chef des Berufsfliegerkorps, was die mitverschwiegene Parteizugehörigkeit betrifft, so ist er Mitglied der FDP.

 

 Wenn Angaben zur Person zwingende Ableitungsbasen sein sollen für den ersten Leserbriefschreiber, dann mögen sie es erst recht für den zweiten sein: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing …

 

 Die Gripen-Skepsis findet sich nicht bloss und nicht ausschliesslich bei Nicht-einmal-Milizionären: Seit die Diskussion um eine mögliche Kampfflugzeugbeschaffung im Gange ist, ist hinlänglich bekannt, dass diese Skepsis auch bei Berufsmilitärs und bei mitunter prominenten Mitgliedern von sogenannten bürgerlichen Parteien vorkommt.

 

 Den befehlsgewohnten Chef mag das irritieren, es sei ihm aber in Erinnerung gerufen, dass in der Sache demokratisch entschieden wird, das heisst von den Abstimmungsberechtigten jeglicher Couleur, alle Skeptiker mit eingeschlossen. Nach einer zivilen Logik kann das Ja zur Wehrpflicht im letzten September durchaus widerspruchsfrei mit einem Nein zum Gripen-Ankauf einhergehen: Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Argumentationssträngen.

 

 Der erwähnten Unvorhersehbarkeit aller–auch der kritischen und konfliktuösen–Zukunft kann man nur zustimmen, die erwähnte Krim mag ein Beispiel sein: Anzudeuten, dass die Ursachen derselben aber bei einer schwachen Armee, gar einer leistungsunfähigen Luftwaffe auf ukrainischer Seite zu suchen sind, wäre dann doch historisch-gesellschaftlich analysiert unsinnig.

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