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Gedenken an einen Märtyrer

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Der Neuenburger Maurice Bavaud, damals 22-jährig, war 1938 nach München gereist. Dies mit dem Ziel, den deutschen Machthaber Adolf Hitler zu erschiessen. Der Anschlag vom 9. November misslang. In einem Geheimprozess vor dem Volksgerichtshof gab Bavaud als Motiv an, er habe die Menschheit, die Schweiz und den Katholizismus vor einer Gefahr bewahren wollen. Bavaud wurde 1941 in Berlin hingerichtet. Eine Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag des Schweizer Hitler-Attentäters findet am 9. November in Freiburg statt.

Der Freiburger Bischof und Vorsitzender der Schweizerischen Bischofskonferenz, Charles Morerod, wird über Bavauds christliche Motivation sprechen. Denn dessen Widerstand gegen Hitler sei auch durch seinen katholischen Glauben motiviert gewesen, schreibt das Institut für das Studium der Religionen und den interreligiösen Dialog. Dessen Direktor und Kirchenhistoriker Mariano Delgado organisiert den Anlass zusammen mit dem Komitee Maurice Bavaud.

Widerständler und Märtyrer

Bavaud hatte als 19-Jähriger in der Bretagne ein katholisches Seminar besucht und beim Orden der Väter des Heilgen Geistes eine Ausbildung zum Missionar absolviert. Er brach das Studium ab und kam in die Schweiz zurück. Bald darauf ging er nach München, um seinen Plan umzusetzen.

In seiner Biografie «Maurice Bavaud – verhinderter Hitler-Attentäter im Zeichen des katholischen Glaubens?» würdigt der Münchner Historiker Martin Steinacher diesen als politischen Widerstandskämpfer und religiösen Märtyrer. Steinacher geht Bavauds katholischer Erziehung und Sozialisation nach. Er schlägt zudem eine Brücke zu Informationen über die Verfolgung der Kirche in Nazi-Deutschland, die Bavaud zugänglich waren.

Schliesslich weist Martin Steinacher nach, dass die Enzyklika «Mit brennender Sorge» von Papst Pius XI. den jungen Mann in seinem Gewissensentscheid für seinen Attentatsplan bestärkt habe. An der Veranstaltung wird auch Steinacher über den Geehrten sprechen.

kath.ch

Universität Miséricorde, Europaallee, Freiburg. Mi., 9. November, 17.15 Uhr.

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