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Geduld zahlt sich aus

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Nando Sommer musste sich in Geduld üben, ehe er seine ersten Ernstkämpfe für den SC Düdingen bestreiten durfte. Vor zwei Wochen war es dann so weit. Im 1.-Liga-Championat wurde der 21-Jährige im Heimspiel gegen Azzurri Lausanne (1:3) nach der Pause eingewechselt und vor Wochenfrist spielte er in der ersten Qualifikationsrunde im Schweizer Cup (0:1) gegen denselben Gegner erstmals durch. «Ich wusste, dass ich auf meine Chance werde warten müssen. Das habe ich bereits in den ersten Gesprächen mit den SCD-Verantwortlichen gesagt, dass ich Zeit brauchen werde.»

«Jetzt oder nie»

Denn vergangene Saison spielte der defensive Mittelfeldspieler noch in der 2. Liga beim FC Plaffeien. Weil er 37 Wochen lang im Militär gewesen war, beschränkte sich der Fussball fast nur auf die Spiele vom Wochenende. «Mein Trainingsrückstand war enorm. Als dann kurzfristig das Angebot vom SCD kam, musste ich mir gut überlegen, ob der Sprung in die 1. Liga für mich überhaupt möglich ist.» Im Wissen, dass sich so eine Chance kaum noch einmal ergeben wird, sagte der Brünisrieder schliesslich zu. «Ich dachte, jetzt oder nie. Klar, ich war immer einer, der es locker nahm und gerne ein Bier nach dem Training getrunken hat. Jetzt aber habe ich mir gesagt, dass ich es probieren will. Ich will später nichts bereuen.»

Der Einstieg beim SCD war für Sommer dann wie erwartet hart. Statt zwei Trainings pro Woche waren es nun deren vier. Dies neben seinem Job als Zimmermann. «Ich habe damit gerechnet, dass es happig wird. In der Vorbereitung hat mich das Ausmass dann aber doch ein wenig erschrocken. Du kommst von der Arbeit nach Hause, packst deine Tasche und gehst ins Training. Danach fällst du müde ins Bett und am nächsten Tag geht das gleiche Spiel wieder von vorne los. Inzwischen habe ich mich aber daran gewöhnt. Es muss so sein. Ich bin Teil dieses Clubs und will hier spielen, dann gehört das eben dazu.» Der Unterschied zwischen der 2. und der 1. Liga sei doch beträchtlich, wie er feststellen musste. «Tempo, Technik, das ist schon eine ziemliche Differenz. Zu Beginn hatte ich noch Mühe, im Training mitzukommen. Nun geht es aber immer besser.»

Gute Selbsteinschätzung

Eigentlich hätte Sommer, der ab den Inter-B-Junioren für den SCD gespielt hatte, bereits letztes Jahr die Möglichkeit gehabt, ins Düdinger Fanion­team aufzusteigen. «Damals hätte es wegen des Militärs keinen Sinn gemacht – und der Wille dazu war auch nicht unbedingt vorhanden. Deshalb ging ich zu Plaffeien.» Sommer weiss sein Potenzial einzuordnen und ist sich über seine Limiten im Klaren. Als kleiner Junge habe er wie so viele natürlich noch von einer Fussballerkarriere geträumt, «spätestens seit den Junioren C bei Sense-Oberland blieb der Fussball ein Hobby. Höher als in der der 1. Liga bei Düdingen habe ich mich nie gesehen».

An seinem Ziel angekommen, heisst das für ihn indes nicht, sich mit dem Erreichten zufriedenzugeben. Sommer gibt immer Vollgas. «Meine Stärken liegen im Kampf, das ist kein Geheimnis. Ich war immer einer, der die Zweikämpfe gesucht hat. Und ich mache viel mit meinem Willen.» Diese Qualitäten hatten ihn beim FC Plaffeien zum Aggressivleader gemacht. Eine Rolle, die Sommer auch beim SCD ausfüllen kann. «Es braucht immer von allem etwas: Techniker, Skorer und Spieler für die Drecksarbeit.»

SCD-Trainer Martin Lengen schätzt die Vorzüge des ehrlichen Arbeiters. «Nando hat zu Beginn selber gemerkt, dass es noch nicht für die 1. Liga reicht. Er kann sich aber sehr gut selber einschätzen und hat die nötige Geduld aufgebracht. Die ersten Einsätze hat er mit Bravour gelöst.»

Der perfekte Neuanfang

Nach den ersten Wochen, als Sommer die Spiele also noch von der Tribüne aus mitverfolgen musste («Es ist kein schönes Gefühl, wenn man sieht, wie die Kollegen aufs Dach bekommen»), konnte er zuletzt seine Qualitäten auf dem Platz einbringen. Wie seine Mitspieler wartet der Sensler nun darauf, dass der Knopf beim aktuellen Tabellenschlusslicht aufgeht. «Das Team ist frisch zusammengewürfelt. Es war deshalb klar, dass der Start nicht einfach wird. Doch wir konnten uns bereits steigern und sind in den Spielen nicht chancenlos. In den Trainings zeigen wir, dass wir es können. Aber am Tag x sind wir manchmal noch nicht parat.»

Helfen würde ein Erfolgserlebnis. «Ein Sieg im Derby gegen den FC Freiburg wäre natürlich ideal und perfekt für einen Neuanfang.» Im Training sei diese Woche ein noch grösserer Biss zu spüren gewesen als sonst schon. «Alle wollen sich verbessern, der Wille in der Mannschaft ist absolut da. Jeder kotzt sich aus.»

Lengen deutete an, dass die Chancen für Sommer durchaus intakt sind, um heute gegen den Leader auflaufen zu können. Die kämpferischen Qualitäten des Youngsters könnten im Derby zweifelsohne gefragt sein.

1.-Liga-Derby

FCF-Trainer Ismail Djelid: «Die Rangliste sagt nichts aus»

Im St. Leonhard kommt es heute um 17 Uhr zum 1.-Liga-Derby zwischen Leader Freiburg und Schlusslicht Düdingen. Eine klare Sache? Nicht für FCF-Trainer Ismail Djelid: «Die Rangliste sagt nichts aus. Für mich ist es nicht das Spiel gegen den Letzten, sondern gegen ein gutes Düdingen, das nicht auf dem Rang liegt, auf den es hingehört.» Djelid sieht den Respekt gegenüber dem SCD denn auch als Schlüssel zum Sieg. «Es gibt keine einfachen Partien.» Dass der FCF letztmals im Mai 2012 das Derby gewinnen konnte, interessiert ihn nicht. «Das ist nur Statistik.»

Derweil ist für SCD-Trainer Martin Lengen der FC Freiburg selbstredend der haushohe Favorit. «Freiburg wird mit dem Selbstvertrauen aus x Siegen in das Derby steigen. Wir haben nichts zu verlieren und können frei aufspielen, obwohl es für uns natürlich einmal mehr um wichtige Punkte geht.» Die Tatsache, dass Düdingen zuletzt im Derby stets eine gute Figur abgegeben hatte, sei zwar durchaus positiv zu werten. «Aber noch nie war die Ausgangslage so schwierig wie diesmal. Sonst waren wir in der Tabelle immer eng beisammen.»

fs

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