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Geeint im Schicksal, geteilt im Kampf

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Die RS Sense und der CO Domdidier sind zwei Freiburger Ringervereine mit einer langen und ruhmreichen Vergangenheit. Von 1993 bis 2002 klassierten sich die Sensler immer unter den besten drei Teams der NLA, dreimal wurden sie Schweizer Meister (1994, 1997, 2000). Und auch der Kantonsrivale aus dem Broyebezirk, der dieses Jahr sein 70-Jahr-Jubiläum feiert, kämpfte einst in der besten Liga der Schweiz.

Seit 2004, als sich die Ringerstaffel Sense freiwillig aus der NLA zurückgezogen hat, um mit gezielter Nachwuchsförderung eine neue Mannschaft zu formen, duellieren sich die beiden Vereine in der zweithöchsten Liga, der Challenge League. Nun droht einem der beiden der Fall in die Drittklassigkeit: Am Samstag in Schmitten und eine Woche später in Domdidier stehen sich die beiden Traditionsvereine im Playout-Final der NLB gegenüber.

Die logische Konsequenz

Dass sich die beiden Freiburger Mannschaften im Abstiegskampf gegenüberstehen, kommt nicht unerwartet. Es ist die Konsequenz einer Entwicklung, die sich in den letzten Jahren akzentuiert hat. «Sportlich haben wir 2014 mit dem Gewinn des NLB-Meistertitels den Zenit erreicht», sagt Benno Jungo, Co-Trainer und Kämpfer der RS Sense. «Seither kämpfen wir damit, dass die Mannschaft überaltert ist.» Man verfüge zwar über eine gute Nachwuchsabteilung, bei einigen Jahrgängen gebe es jedoch ein Loch. «Es stehen einige junge Kämpfer mit Potenzial in den Startlöchern, aber sie sind noch nicht bereit für die Nationalliga B.»

Als weiteren Grund für die aktuelle sportliche Baisse seines Teams führt Benno Jungo Verletzungspech an. «Mit Pascal Jungo, der sich einen Kieferbruch zugezogen hat, und David Schneuwly fehlen uns zwei wichtige Punktegaranten.» Es höre sich immer etwas nach Ausrede an, wenn man Verletzungen als Grund vorschiebe, sagt der 29-Jährige. «Aber die Begegnungen verliefen in dieser Saison häufig sehr knapp, da können zwei so starke Kämpfer oftmals das Zünglein an der Waage spielen.»

Während das Sensler Team seinem Verletzungspech und dem überdurchschnittlich hohen Alter Tribut zollt, büsst Domdidier für seine Jugend. «Uns fehlen zwei, drei erfahrene Kämpfer, die Routine in die junge Mannschaft bringen», sagt Xavier Eggertswyler, Präsident und Kämpfer der Broyebezirkler. «Unter diesem Problem leiden wir nicht erst seit dieser Saison.»

Auf Messers Schneide

Im Duell «Alt gegen Jung» hat diese Saison jeweils das Auswärtsteam gewonnen. Mitte September hatte Domdidier in der Qualifikation in Schmitten 19:18 gewonnen, ehe im Oktober die Sensler auf fremden Terrain mit 20:17 Revanche nahmen. «Es waren zwei ausgeglichene Begegnungen», erinnert sich Jungo.

Grosse Änderungen im Vergleich zur Qualifikation wird es im Playout-Final nicht geben. Die Kämpfer kennen sich, taktische Schachzüge sind angesichts der Gewichtsklassen nur beschränkt möglich. «Aufgrund der Aufstellung sollte es uns eigentlich zum Ligaerhalt reichen», gibt sich Benno Jungo zuversichtlich. Seit 20 Jahren kämpft der Schmittner für die Ringerstaffel Sense. Vier Saisons stand er für Hergiswil in der NLA im Einsatz und wurde mit den Luzernern 2013 Schweizer Meister.

Jungos Kontrahent Xavier Eggertswyler schätzt die Chancen seines Teams «auf 50:50». «Wir sind seit einigen Jahren am Limit und kennen die Situation, im Playout-Final antreten zu müssen. Das könnte eventuell ein kleiner Vorteil für uns sein.»

Letzte Saison hatte Domdidier das Schicksalsspiel-Final gegen Thalheim verloren. Ihren Platz in der NLB durften die Freiburger dennoch behalten, weil das viertplatzierte RR  Tuggen als einzige aufstiegsberechtigte Mannschaft auf die Promotion verzichtete. Eine Rettung am grünen Tisch wird es heuer allerdings keine geben. Diese Saison wollen die Schwyzer den Schritt in die Challenge League vollziehen, und mit dem RC Belp bestreitet zurzeit ein zweites ambitioniertes Team die Finalrunde der 1. Liga.

«Chance für die Jugend»

Für Sense und Domdidier ist deshalb klar: Verlieren ist für beide verboten – einen wird es trotzdem treffen. «Bei einem Abstieg würde unsere Welt nicht untergehen», sagt Jungo. «Für die Jungen ist die 1. Liga eine leichtere Einstiegsmöglichkeit als die NLB. Auf der anderen Seite ist man sich bei einem Abstieg nie sicher, ob der angestrebte Wiederaufstieg auch so schnell funktioniert wie geplant. Und wenn die Mannschaft zu lange in der 1. Liga feststeckt, besteht die Gefahr, dass gute und ambitionierte Kämpfer den Verein verlassen und anderswo Unterschlupf finden. Deshalb werden wir alles daran setzen, dass wir gar nicht erst absteigen.»

Als «Chance für die Jugend» bezeichnet auch Xavier Eggertswyler eine allfällige Relegation. «Die Enttäuschung wäre natürlich gross, aber wir wären bereit für die 1. Liga. Eigentlich würden wir ja bereits jetzt in der 1. Liga kämpfen. Einen Schritt rückwärts zu nehmen ist oftmals ein guter Weg, um danach wieder zwei vorwärts zu machen.»

Ringen. Challenge League. Playout-Final. Hinkampf: RS Sense – CO Domdidier Sa. 20.00 Uhr (Gwatt, Schmitten). Rückkampf: CO Domdidier – RS Sense Sa. 24.11., 18.00 Uhr (Halle des sports, Domdidier).

«Wir sind seit einigen Jahren am Limit. Uns fehlen zwei, drei erfahrene Kämpfer.»

Xavier Eggertswyler

Präsident CO Domdidier

«Sportlich haben wir 2014 mit dem Gewinn des NLB-Meistertitels den Zenit erreicht.»

Benno Jungo

Co-Trainer RS Sense

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