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Gefährliche Zeiten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Historische Romane, die wie der vorliegende auf geschichtlichen Quellen und Tatsachen beruhen, haben eine grosse Fangemeinde. Sie ermöglichen auch dem historisch vielleicht nicht unbedingt bewanderten und interessierten Leser, die alten Zeiten auf spannende Art und Weise zu erleben. In «Das Geheimnis der Ordensfrau» begegnen sich erfundene Figuren und solche, die historisch real gelebt haben. Dies führt zu äusserst dramatischen und zuweilen auch humorvollen Situationen. Die Erzählung beginnt mit einer Vorgeschichte, die es in sich hat und nichts für schwache Nerven ist.

Spannende Zeit

Die geschichtlichen Fakten: Wir schreiben das Jahr 1309. König Albrecht I. ist auf dem Weg zur Habichtsburg (Habsburg), wohin er die Reichsfürsten geladen hatte, um sich für einen erneuten Kampf in Böhmen zu rüsten. Er wird überfallen und von seinem Neffen Johann bei Brugg a. d. Aare ermordet, da sich Johann wegen Nichterfüllung von Erbansprüchen von Albrecht hintergangen sieht. Die Witwe Albrechts, Königin Elisabeth, wird nach dem Tode ihres Gemahls zur furchtbaren Rächerin an dessen Mördern. An der Stelle, an der Albrecht ermordet wurde, lässt sie das Kloster Königsfelden ­errichten. Dort, im Kloster Königsfelden, setzt die eigentliche Erzählung ein – im Jahr 1415, dem Jahr des berühmten Konzils zu Konstanz.

Eine Auftragsarbeit

Warum gerade ein Roman rund um das Kloster Königsfelden? Der Verlag schreibt dazu: «Das ‹Geheimnis der Ordensfrau› ist eine Auftragsarbeit, die in Zusammenarbeit mit dem Museum Aargau und dem Historischen Museum Thurgau entstand. Als wöchentlich erscheinender Fortsetzungsroman begleitete er diverse Ausstellungsprojekte zur Geschichte der beiden Kantone rund um das Konzilsjahr 1415.»

Heikle Mission

Worum geht es? Die Äbtissin des habsburgischen Klarissenklosters Königsfelden, Elisabeth von Leiningen, schickt ihren Hofmeister Henmann von Mülinen nach Konstanz, wo das Konzil stattfindet.

Von Mülinen bekommt einen äusserst schwierigen Auftrag. Er soll versuchen, von Papst Johannes XXIII. das Vorrecht zu erhalten, das es dem Kloster ermöglicht, eine verlorene Landschaft wieder zu erlangen. Der Papst allein hat die Macht, dem Kloster Königsfelden dieses Vorrecht wieder einzuräumen. Es handelt sich um das Gebiet Eigenamt. Seinerzeit war es dem Adeligen Gessler von Brunegg durch eine Intrige gelungen, dieses Territorium an sich zu reissen. Die Gesslers von Brunegg spielen auch eine unrühmliche Rolle in Schillers «Wilhelm Tell».

In Begleitung des knorrigen und eigenwilligen Vogts von Baden macht sich Henmann auf den Weg nach Konstanz. Die Reise erweist sich als lebensgefährlich. Terror droht durch eidgenössische Truppen und andere Feinde des Klosters; an abgelegenen Orten lauern Wegelagerer, Raubritter und kriminelles Gesindel aller Art.

Atmosphärisch beschrieben

Fesselnd und sprachgewaltig zugleich wird das Treiben in der Konzilstadt beschrieben. Und mit dem Wort «Treiben» ist die Atmosphäre noch anständig umschrieben. Erstaunlich, welchen Unterhaltungsaktivitäten sich die Konzilteilnehmer schon damals hingaben … Was soll’s? Jedenfalls gelingt es Henmann, auf verschlungenen Pfaden das besagte Privileg zu bekommen. Glücklich und erleichtert ob seines Erfolges kehrt er auf Umwegen in den Aargau zurück. Und da erwartet ihn Ungeheuerliches …

Monika Küble/Henry Gerlach. «Das Geheimnis der Ordensfrau: Habsburg und das Konstanzer Konzil», Historischer Kurzroman. Messkirch: 2016, Gmeiner 122 S.

Aldo Fasel ist Leiter der Volksbibliothek Plaffeien-Oberschrot-Zumholz.

Zu den Personen

Ein Duo spannt zusammen

Monika Küble wurde 1960 in Oberschwaben geboren und studierte Sozialarbeit, Literatur und Kunstgeschichte in Weingarten, Konstanz und Perugia. Seit 1990 ist sie – nebst diversen anderen Tätigkeiten – als freiberufliche Autorin tätig. Henry Gerlach wurde ebenfalls 1960 geboren und stammt aus Hamburg. Den Grossteil seines Lebens hat er aber am Bodensee verbracht. Er ist ausgewiesener Experte für das Konstanzer Konzil.

af

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