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Gefährliches Unkraut im Hausgarten

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Gefährliches Unkraut im Hausgarten

Ambrosia kann Allergien, Heuschnupfen und Asthma hervorrufen

Von Mitte August bis Ende Oktober produziert die Unkrautpflanze «Ambrosia» aggressive Pollen. Sie sollte deshalb vor Beginn der Pollenbildung ausgerissen werden. Die Pflanze breitet sich in der Schweiz immer stärker aus.

Die Pollen der Pflanze «Ambrosia artemisiifolia L.» sind in hohem Grade allergiefördernd. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung reagieren auf die Pollen, auch Personen, die vorher noch nie eine Allergie, Asthma oder Heuschnupfen hatten. Die Ambrosia verlängert die Pollensaison für Allergiker ab Ende Juli bis in den Oktober hinein. Sie ist vor allem in den Kantonen Genf, Waadt und Tessin an Strassenrändern und auf Äckern aufzufinden.

Dieses Jahr wurde die Pflanze vermehrt auch in der Deutschschweiz gefunden. Christian Boher von der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope RAC in Changins vermutet, dass die Verbreitung viel grösser ist, als bisher angenommen. Ambrosia kommt auch in privaten Hausgärten vor, weil die Samen im Vogelfutter enthalten sind und so verbreitet werden. Da die Pflanze mit der Sonnenblume verwandt ist, kann sie auf Sonnenblumenfeldern nicht mit Herbiziden bekämpft werden. Die Ambrosia-Samen gelangen so ins Futter.

Im Kanton Freiburg nur vereinzelt

Laut Hubert Pauchard vom kantonalen Pflanzenschutzdienst stellt die Ambrosia für die Freiburger Landwirte noch kein Problem dar. «Die Pflanze wurde bisher nur in Treyvaux und vereinzelt im Broyebezirk gefunden. Eine Gefahr für die Kulturen ist sie momentan nicht», sagt er. Die Landwirte seien über die Pflanze informiert worden.

Beim stellvertretenden Kantonsarzt Pius Meier gingen bisher keine Meldungen über Allergien, die von der Ambrosia ausgehen, ein. «Die Krankheit ist nicht meldungspflichtig. Das Kantonsarztamt wird erst informiert, wenn sehr viele Fälle auf einmal auftreten», erklärt er.

Rasche Ausbreitung

Die Ambrosia wird wegen ihrer Blütenstände auch als «aufrechtes Traubenkraut» bezeichnet. Die männlichen Blütenköpfchen bilden am Ende der Zweige eine Traube mit fünf bis zwanzig röhrenförmigen Blüten. Die Pflanze wird bis 150 cm gross. Der rötliche, behaarte Stengel verzweigt sich stark. Eine Verwechslungsgefahr besteht mit dem «gemeinen Beifuss».

Die Pflanze wächst nicht nur als Ackerunkraut, sondern auch auf allen anderen bearbeiteten Böden. Unter günstigen Wachstumsbedingungen breitet sie sich sehr rasch aus. Eine Pflanze bildet 3000 bis 4000 Samen pro Jahr. Die Samen werden mit den Bodenrückständen an Geräten und Fahrzeugen verschleppt.

Auf der «schwarzen Liste»

Mit ihrer Wuchskraft verdrängt sie wertvolle einheimische Pflanzenarten. Die Schweizerische Kommission zur Erhaltung der Wildpflanzen hat die Ambrosia 2001 auf die «schwarze Liste» der gefährlichen Unkräuter gesetzt. In nächster Zukunft soll sie in der Schweiz zur «bekämpfungswichtigen Pflanze» erklärt werden.

Die Pflanze ist im Moment gut erkennbar und kann wirkungsvoll bekämpft werden. Zu Beginn der Blüte sollte sie mit Handschuhen ausgerissen und im Kehricht entsorgt werden. Produziert die Pflanze schon Pollen, ist ein einfacher Atemschutz für das Ausreissen empfohlen. ist

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