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Geflügelschlachthof: Konsummodell überdenken

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein Meinungsbeitrag zum geplanten Geflügelschlachthof in St-Aubin

Micarna baut einen neuen Geflügelschlachthof in St-Aubin. Er soll nachhaltiger sein, rühmt sich Micarna. Und dieses Eigenlob übernehmen die Medien unkritisch. Zwar stimmen wir mit Micarna überein, dass die Nachfrage für Geflügelfleisch kontinuierlich steigt. Und zweifelsfrei ermöglicht die Mast für die Produzenten einen korrekten Arbeitsverdienst. Auch nicht zu bestreiten ist, dass die Produktion von Geflügelfleisch weniger Klimagase ausstosst als zum Beispiel die Rindermast. Gerne wollen wir Micarna glauben, dass der neue Schlachthof sparsamer mit den Ressourcen Energie und Wasser umgeht als sein über 60 Jahre alte Vorgänger. Und sogar die Betäubungsmethode sei neu tierfreundlicher, usw.
Alles gut? Überhaupt nicht! Diese «Verbesserungen» sind nichts als eine Selbstverständlichkeit. Welches Unternehmen würde schon über 200 Millionen Franken in veraltete Technologie investieren? Das Problem ist vielmehr, dass die Migros ein Produktions- und somit auch Konsummodell aufrechterhält, das in der Logik der Massentierhaltung und der linearen Wirtschaft verharrt. Linear, weil die Futtermittel zu 75 Prozent importiert werden, vor allem Soja – unter anderem – aus Brasilien. Der Mist der Poulets geht nicht zurück auf die Felder, wo das Futter angebaut wird, sondern bleibt in der Schweiz und trägt zur Überdüngung unserer Böden und Verunreinigung unserer Gewässer bei. Wertvolle und beschränkte Pflanzennährstoffe wie Phosphor gehen verloren.
Und überhaupt, warum soll noch mehr Geflügelfleisch gegessen werden, wenn Ernährungsberater von zu hohem Konsum tierischer Proteine warnen?
Mit diesem Geflügelverarbeitungsbetrieb zementieren wir für die nächsten 60 Jahre ein Konsummuster, das nicht nachhaltig ist, weil nicht zirkulär, weil auf dem Abbau von Rohstoffen im Ausland beruhend. Noch unverständlicher ist, dass der Staatsrat die Ansiedlung dieser Fabrik an einem «Standort strategischer Bedeutung» zulässt, der für Aktivitäten mit hoher Wertschöpfung reserviert ist. Will er uns für dumm verkaufen?

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