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Gegen den Verkehr und für die Post

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Gegen den Verkehr und für die Post

Generalversammlung des Quartiervereins Jura-Torry-Miséricorde

Bald schon soll in der Freiburger Bahnhofallee Einbahn herrschen. Das freut die Bewohner der Quartiere Jura, Torry und Miséricorde nicht. Sie haben so schon genug Probleme mit dem Verkehr.

Von LUZIA MATTMANN

Das Jura-Quartier lebt. Betrachtet man dabei das Verkehrsaufkommen, so ist es für die Anwohner gar ein bisschen zu viel des Guten. Der Meinung waren die rund 70 Personen im Saal des Restaurants Jura, wo gestern die Generalversammlung des Quartiervereins Jura-Torry-Miséricorde stattfand.

Opposition geplant

Man war sich einig: Die geplante Einführung des Einbahnverkehrs in der Bahnhofallee verheisst nichts Gutes für die Quartiere. «Für die Weck-Reynold-Allee und die Jurastrasse würde das 30 Prozent mehr Verkehr bedeuten», rechnete Vereinspräsident André Schoenenweid vor. «Wir opponieren in jedem Fall gegen eine Einbahn auf der Bahnhofallee.» Eine Einsprache ist gemeinsam mit anderen Quartieren geplant.

Kampf den «Parasitenparkern»

Auch ohne die geplante Einbahn auf der Bahnhofallee haben die Quartiere mit dem Verkehr zu kämpfen. Und nicht nur mit dem rollenden: Ärgerlich finden die Anwohner, dass die Parkplätze im Quartier immer mehr von Pendlern benützt werden.

Dies zeigt auch eine Studie des Verkehrsdienstes der Stadt Freiburg. Im Januar hat dieser die Parkplätze von acht Strassen in den drei Quartieren untersucht. Das Resultat war ernüchternd: 60 Prozent der Parkplätze wurden von Pendlern benutzt, und nur 30 Prozent von Anwohnern.

Besonders in der Mittagszeit führe dies oft dazu, dass die Anwohner nur mit Mühe noch einen Parkplatz fänden, da viele Plätze schon von den Pendlern besetzt seien, sagte Dienstchef Jean-Charles Bossens und sprach von «Parasitenparkern». Die Nähe zum Stadtzentrum und die meist nicht reglementierten Parkzonen seien ein Paradies für Parker.

Um wieder mehr Raum für die Anwohner zu schaffen, schlägt Bossens die Einführung einer Anwohnervignette vor. Eine solche Vignette existiert bereits in anderen Quartieren, so etwa im Altquartier, im Burgquartier oder im Perolles. Der Preis für die Vignette ist für die ganze Stadt generell geregelt und beträgt zurzeit 396 Franken pro Jahr.
Zur weiteren Verkehrsberuhigung ist die Einführung von Dreissigerzonen in Miséricorde und einem Teil von Torry vorgesehen.

Aus dem Vorstand des Vereins traten Martha Altermatt und Agnes Jenny zurück. Ihre Nachfolge soll im Laufe des Jahres geregelt werden.
Jura-Quartier wehrt sich für seine Post

Die Bewohner des Jura-Quartiers wehren sich für ihre Poststelle. Anfangs Jahr war die Schliessung der Post Jura angekündigt worden, weil sie nicht mehr rentierte. Eine Arbeitsgruppe befasste sich damit, dies noch abzuwenden. Vor einer Woche reichte sie einen Vorschlag an die Postdirektion Freiburg ein, der an die Post Schweiz weitergeleitet wird.

Die Arbeitsgruppe schlägt vor, die Poststelle Jura als Logistikcenter weiterzuführen. Es könnten damit Schaltergeschäfte wie Paket- und Briefaufgabe getätigt werden. Nicht mehr möglich wäre die Abwicklung von Geldgeschäften. Ein entsprechender Entscheid der Post Schweiz wird in rund einem Monat erwartet. lm

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