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Gegen die Einsamkeit ankämpfen

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«Es gibt einen Unterschied zwischen allein und einsam sein», sagt Andreas Bircher vom Schweizerischen Roten Kreuz. Ein Mensch könne zum Beispiel alleine in den Bergen sein, sei aber trotzdem nicht einsam, denn es sei ein vorübergehender Zustand. «Die Person kann nach Hause zur Familie gehen oder sich mit Freunden treffen.» Einsamkeit hingegen sei ein sehr subjektives Gefühl. Es gebe die soziale Einsamkeit, bei der Mann oder Frau eine Trennung hinter sich hat oder einen Todesfall verarbeitet. Die emotionale Einsamkeit dagegen hänge meist mit Minderwertigkeitsgefühlen zusammen, weil sich die Person nicht gebraucht oder geliebt fühlt, auch wenn sie sich ständig in Gesellschaft befinde. Dieses Gefühl könne aber verschwinden, sagt Bircher. «Schwierig wird es erst, wenn das Einsamkeitsgefühl chronisch ist, dann werden die Leute krank.» Es könne zu Depressionen kommen, und in gewissen Fällen bestehe auch Selbstmordgefahr. Männer seien eher gefährdet, eine Sucht zu entwickeln, wie Alkoholsucht.

«Es gibt vermehrt Fälle von Einsamkeit bei älteren Menschen als bei jüngeren. «Dennoch ist es eine Gesellschaftskrankheit», sagt Bircher. Besonders heute in der individualisierten Gesellschaft gebe es vermehrt einsame Menschen. «Die Gemeinschaften waren früher viel geschlossener, die Leute waren stärker integriert. Man kannte seinen Nachbarn, heute ist das nicht immer der Fall.» Auch die Digitalisierung trage zu dieser Entwicklung bei: Manche hätten zwar eine Menge Freundschaften auf Face­book und Co., doch würden die meisten nicht real bestehen.

Als Leiter des Bereichs Entlastung spricht er am kommenden Mittwoch am dritten Burgbühltag der Rentnervereinigung des Sensebezirk zum Thema Einsamkeit. Es sei schwierig, die betroffenen Personen zu erreichen, denn sie würden solche Vorträge wohl eher meiden. Deshalb habe es sich das Rote Kreuz zur Aufgabe gemacht, alle auf dieses gesellschaftliche Problem hinzuweisen. «Wir wollen die Leute auf das Thema sensibilisieren und sie auffordern, aktiv zu werden», sagt Bircher. Für betagte Personen und pflegende Angehörige biete das Rote Kreuz unter anderem einen Personennotruf, Beratungen, Fahr-, Besuch- und Begleitdienste an. «Das Konzept der Besuchsdienste ist sehr simpel, hat aber eine grosse Wirkung: Eine Person teilt regelmässig ihre Zeit mit einer älteren, die dadurch am sozialen Leben teilhaben kann.»

Bestimmt habe sich jeder irgendwann schon mal einsam gefühlt. «Diese Betroffenheit wollen wir nutzen, um nicht nur gegen die Einsamkeit anzukämpfen, sondern auch präventiv zu arbeiten», sagt Bircher.

Bildungszentrum Burgbühl, St. Antoni. Mi., 14. November, 9.30 bis ca. 12 Uhr.

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