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Gegen einen Liftzwang in kleineren Wohnblocks

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Autor: walter buchs

freiburg Die Grossräte René Thomet (SP, Villars-sur-Glâne) und Benoît Rey (CSP, Freiburg) hatten in einer Motion verlangt, dass in Wohngebäuden ab sechs Wohneinheiten hindernisfrei gebaut werden muss und nicht in solchen ab acht Wohneinheiten. Der Staatsrat zieht es vor, das kantonale Gesetz nicht bereits wieder zu ändern, umso mehr, als es mit dem Bundesrecht kompatibel ist, und beantragte dem Grossen Rat, die Motion abzulehnen (FN vom 23. Oktober). Der Grosse Rat entschied am Montagabend in seinem Sinne, dies mit 55 zu 30 Stimmen bei zwei Enthaltungen.

Die beiden Motionäre machten sich vorher nochmals für ihr Anliegen stark. Benoît Rey wies darauf hin, dass es im Kanton Freiburg im Gegensatz zu den grossen Agglomerationen viele kleine Wohnhäuser hat. Hindernisfreier Zugang zu Wohnhäusern sei gerade für ältere Personen wichtig und würde ihnen ermöglichen, möglichst lang in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Damit könnten auch Kosten gesenkt werden.

Moritz Boschung, Düdingen, unterstrich, dass die CVP-Fraktion viel Verständnis für das Anliegen habe. Auch ohne gesetzliche Verpflichtung könnten aber Bauherren behindertengerecht bauen, was viele auch täten. Moritz Boschung sagte, dass nicht nur die Anzahl Wohnungen in einem Gebäude ausschlaggebend sein sollte, sondern vielmehr die Anzahl Stockwerke. Einer in diesem Sinne formulierten Motion könnte die CVP zustimmen.

Gesetz eben erst verabschiedet

CVP-Grossrat Markus Bapst aus Düdingen, der die Kommission für das neue Bau- und Raumplanungsgesetz präsidiert hatte, das am kommenden 1. Januar in Kraft tritt, zeigte sich erstaunt über die Diskussion. Diesbezüglich habe es im vergangenen Jahr weder in der Kommission noch im Plenum eine Kontroverse gegeben. Nach seiner Ansicht würde der Wohnraum gerade in kleineren Wohnhäusern «extrem verteuert», wenn auch diese behindertengerecht gebaut und z. B. mit einem Lift ausgerüstet werden müssten.

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