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Gegenreformation oder Reformbewegung?

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In den FN vom 5. Mai 2018 stand eine interessante Darstellung der Gründung des Kollegiums St. Michael in Freiburg. Da in meiner Lizen­tiats­arbeit (Propst Peter Schneuwly) aus dem Jahre 1962 diese Gründung im Mittelpunkt steht, erlaube ich mir zwei Bemerkungen zum erwähnten Beitrag in den FN.

Die Zeit (zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts), in der Petrus Canisius und sein Freund Schneuwly in Freiburg zugunsten der katholischen Lehre wirkten, wird heute von Historikern, namentlich von katholischen, nicht mehr «Gegenreformation», sondern «Katholische Reformbewegung» genannt. Und dies mit gutem Grund, denn damals (um 1570) waren alle «Reformationen» (Luther, Zwingli, Calvin) abgeschlossen und in den jeweiligen Gebieten gefestigt. In Freiburg, das im Gegensatz zu Bern katholisch geblieben war, war keine «Gegenreformation» nötig, wohl aber eine Reform innerhalb der katholischen Kirche (Sitten, Bildung, Klerus). Das waren die Anliegen, die Petrus Canisius und Propst Schneuwly am Herzen lagen.

In diesem Artikel wird Petrus Canisius als «prägende Gestalt» nicht als «Gründer» genannt. Man kann sich zu Recht fragen, ob nicht Propst Peter Schneuwly, dem das Hauptverdienst zukommt, dass Petrus Canisius nach Freiburg kam, als der eigentliche Gründer zu betrachten ist, hat ihn doch Petrus Canisius in seiner Grabrede als Gründer des Jesuitenkollegiums bezeichnet. Trotzdem scheint es mir geschichtlich gerechtfertigt, Petrus Canisius als Gründer des Kollegiums St. Michael zu betrachten.

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