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Gegensteuer geben

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Gegensteuer geben

Bewegungsmangel bei Kindern

Die Freiburger Bevölkerung soll 2005, dem Internationalen Jahr des Sports, stärker für den Bewegungsmangel sensibilisiert und mobilisiert werden. Einen wichtigen Grundstein sieht man in der Förderung der Bewegung der Kinder.

Von RETO SIFFERT

In einer Zeit, in der Sportstunden in den Schulen gekürzt werden und der Bewegungsmangel der Bevölkerung hingegen zunimmt, fehlt es den Institutionen zur Förderung des Sports sicher nicht an Betätigungsfeldern. Deshalb war am Montagabend das zentrale Thema der Landsgemeinde des kantonalen Sportamtes die Frage, wie man dieser gesellschaftlichen Tendenz am effektivsten Gegensteuer geben kann. Ein äusserst wichtiger Ansatzpunkt wird dabei in der frühzeitigen Bewegungsförderung des Kindes gesehen, sei dies nun im schulischen Rahmen oder in der Freizeit.

Landesweite Kampagne

Um Probleme und Lösungsmöglichkeiten in diesem Bereich klar aufzuzeigen, wurde Elmar Guillet, Sportlehrer und Student an der Fachhochschule für Sport in Magglingen, eingeladen, der seinen Vortrag «Aktive Kindheit – Gesund durchs Leben» betitelte. Die Präsentation erfolgte im Rahmen einer landesweiten Kampagne des Bundesamtes für Sport (BASPO), dem Institut für Sport und Sportwissenschaften der Uni Basel und der Stiftung für Schadensbekämpfung der Winterthur-Versicherungen. Ziel sei es, über die Wirkungen der Bewegung der Kinder auf die Entwicklung des sportlichen Potenzials, Gesundheit, Sicherheit und schulische Leistung zu informieren. Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder müsse unterstützt und gefördert werden, wobei den Eltern eine wichtige Modellrolle zukommt. Die Zunahme des Strassenverkehrs, der die Bewegungsfreiheit der Kinder einschränkt, und die zunehmende Zeitspanne, welche Kinder vor dem Fernseher oder mit Videospielen verbringen, würden zu Gewohnheiten führen, die immer weniger Bewegung zulassen.

Übergewicht

Von grosser Aktualität ist auch die zunehmende Zahl von übergewichtigen Kindern, wo sich, wie die Präsentation zeigte, eine Art Teufelskreis manifestiert: Da dickere Kinder nicht selten aus Gruppen ausgeschlossen würden, hätten diese dann oft noch weniger Lust auf Bewegung. Um den Zusammenhang zwischen Sport und schulischer Leistung aufzuzeigen, berief sich Guillet auf eine kanadische Studie. Dort habe man in einer vierjährigen Untersuchung von Klassen mit mehr und solchen mit weniger Sportunterricht herausgefunden, dass sich mehr Bewegung positiv auf Konzentration und schulische Leistung auswirkt.

Für 2005 Aktionstage geplant

An der Landsgemeinde stellte Amtsvorsteher Elmar Schneuwly zudem die Projekte «Schule in Bewegung» und «Die Schweiz in Bewegung» vor, welche vom BASPO lanciert wurden. Hinsichtlich des Jahres 2005, das von der Uno zum «Internationalen Jahr des Sports und der Sporterziehung» erklärt wurde, sollen durch Aktionstage in den Gemeinden die Leute unter dem Motto «Jeden Tag 20 Minuten Sport» angesichts des Bewegungsmangels sensibilisiert werden. Und in den Schulen soll das gesamte Lehrpersonal, nicht nur die Sportlehrer angesprochen werden.

Seit einem Monat zählt das Sportamt mit Alexandre Dupasquier, Sportlehrer aus Villars-sûr-Glâne, einen neuen Mitarbeiter, der als pädagogischer Berater und Verantwortlicher für Nachwuchssportler tätig ist. Zum Schluss der Landsgemeinde zeigte Schneuwly den Zuhörern ein Bild, das den Eingang eines Fitnesscenters zeigte, zu dem die Menschen bequem per Rolltreppe Zugang haben. Damit ist die ganze Symbolik um das Problem mit dem Bewegungsmangel in der modernen Gesellschaft wohl am treffendsten dargestellt.

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