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Geglückter Rückrundenauftakt für Freiburg

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Im fünften Overtime-Anlauf hat es also für das Team von Richard Kaeser doch noch geklappt. Zuvor hatte nach geleisteten Überstunden stets der Gegner gejubelt. Nicht aber an jenem Sonntag in der Dreifachhalle Kirchwies in Egg: Routinier Daniel Kaeser versetzte mit seinem goldenen Treffer dem Heimteam im Kampf um die Playoffplätze einen gewaltigen Dämpfer. Aus Sicht der Zürcher doppelt bitter, denn bis drei Sekunden vor Schluss hatte der Tabellenvorletzte gar drei Zähler vor Augen. Jonathan Stirnimann rettete mit dem allerletzten Freistoss der Partie seine Farben tatsächlich in die Verlängerung.

Verdienter Punkt

Am Samstag hingegen waren die Freiburger noch auf der anderen Seite der Gefühlswelt anzutreffen. Vor heimischem Pub­likum verlangte man dem aktuellen Tabellenführer alles ab, musste sich aber in der Überzeit doch noch geschlagen geben. Gleich drei Mal legten die Hausherren in der Heilig-Kreuz-Halle vor, doch die Innerschweizer liessen sich von den Rückständen nicht beirren. Teamtopskorer Robin Markström demonstrierte beim 1:1 und 2:2 einmal mehr seine brillante Schusstechnik und liess dem tadellosen Sébastien Stöckli – der später zu Recht zum besten Spieler gewählt wurde – im Kasten keine Abwehrchance. Ansonsten hatten die Freiburger den schwedischen Offensivverteidiger aber dank solidarischer Blockarbeit gut im Griff. Für den dritten Obwaldner Treffer zeichnete schliesslich Roger Berchtold verantwortlich, der sein Glück ebenfalls mit einem perfiden, halbhohen Schuss aus der Distanz fand.

Für die Jubeleinheiten der Einheimischen waren zuvor Stirnimann und zwei Mal Olivier Müller zuständig gewesen. Ein Powerplaytreffer, ein herrlicher Sololauf und ein Winkelschuss für Geometriebegeisterte ermöglichte den Freiburgern den Zutritt zur zehnminütigen Verlängerung. In dieser hätten Ivan Streit und Jean-Philippe Brodard durchaus für die Entscheidung sorgen können, doch Goalie Pascal Amrein behielt die Übersicht. Auf der Gegenseite machte es Cornel von Wyl besser und schlenzte den Ball bei seinem elften Saisontreffer unhaltbar in die linke obere Ecke. Am Ende blieb dem Platzklub die Erkenntnis, gegen einen starken Gegner vieles richtig gemacht zu haben. Trainer Richard Kaeser konstatierte zwar, dass es bei einem Spiel auf Messers Schneide nur wenig für einen Exploit gebraucht hätte, war mit der Leistung seiner Mannschaft aber zufrieden. «Auf der Gegenseite stand ein sehr guter Gegner, daher nehmen wir den Punkt sehr gerne mit.»

Freiburger Moral

Während sich Floorball Freiburg gegen Sarnen aufgrund der eindeutigen Tabellensituation noch klar in der Aussenseiterrolle befand, wartete im Kanton Zürich zwischen dem Bergrücken Pfannenstiel und dem Greifensee gegen Egg am Sonntag ein Duell auf Augenhöhe. Zumindest in der Theorie: Denn die Gäste fanden zunächst überhaupt nicht in die Spur und gerieten bereits nach 36 Sekunden ins Hintertreffen. Bis zur Spielmitte führte Pfannenstiel nicht unverdient mit 3:0. Roman Weber hatte gar noch einen Penalty verschossen. Die Mannen von Richard Kaeser bewiesen aber Moral und kämpften sich zurück in die Affiche. Damien Zufferey war mit dem wichtigen 3:1 für den Beginn der Aufholjagd besorgt. Die Zürcher versuchten mit einem Time­out den Rhythmus der aufkommenden Gäste zu bremsen, mussten aber in der Folge zuschauen, wie Jean-Philippe Brodard mittels Volley den Anschluss markierte. Im letzten Drittel war es dann Ivan Streit, der das Spiel wieder bei null beginnen liess. 98 Sekunden vor Schluss schien sich ein ganz bitteres Wochenende für Freiburg abzuzeichnen: Marco Würmli hatte mit einem herrlichen Tor via Lattenunterkante Pfannenstiel wieder in Führung gebracht. Jonathan Stirnimann und Daniel Kaeser schrieben die Geschichte aber noch entscheidend um und sicherten ihrem Team sensationell den Zusatzpunkt.

Weil die unmittelbare Playoff-Konkurrenz ebenfalls reichlich punkten konnte, ist der Abstand auf den Strich auf sieben Zähler angewachsen. Dennoch dürfte dieser positive Rückrundenstart den Freiburgern Mut für die kommenden Aufgaben nach der Weltmeisterschaft machen.

Telegramme

Freiburg – Sarnen 3:4 n.V. (1:1, 2:1, 0:1, 0:1)

Heilig-Kreuz-Halle. 203 Zuschauer. – SR: Brunner/Büschlen. Tore: 7. O. Müller (B. Aerschmann) 1:0, 19. R. Markström (R. Pass) 1:1, 24. O. Müller (J. Stirnimann) 2:1, 26. R. Markström (C. von Wyl) 2:2, 36. J. Stirnimann (D. Kaeser/Ausschluss T. Eronen) 3:2, 47. R. Berchtold (C. von Wyl) 3:3, 64. C. von Wyl (N. Boschung). Strafen: 2-mal 2 Min. gegen Freiburg, 2-mal 2 Min. gegen Sarnen.

Pfannenstiel Egg – Freiburg 4:5 n.V. (2:0, 1:2, 1:2, 0:1)

Kirchwies, Egg b. Zürich. 112 Zuschauer. SR: Crivelli/Rampoldi. Tore: 1. M. Carigiet (T. Huber) 1:0, 10. R. Weber 2:0, 25. F. Hafner (G. Murk) 3:0, 33. D. Zufferey (M. Weibel) 3:1, 36. J. Brodard (L. Roulin) 3:2, 45. I. Streit (B. Aerschmann) 3:3, 59. M. Würmli (M. Moser) 4:3, 60. J. Stirnimann 4:4, 64. D. Kaeser (A. Perroulaz) 4:5. Strafen: keine Strafen gegen Pfannenstiel Egg, 2-mal 2 Min. gegen Freiburg.

Männer. Nationalliga B. Rangliste (alle 13 Spiele): 1. Ad Astra Sarnen 32. 2. Basel 31. 3. Ticino 26. 4. Thurgau 24. 5. Gordola 21. 6. Davos-Klosters 20. 7. Langenthal Aarwangen 20. 8. Sarganserland 19. 9. Floorball Freiburg 12. 10. March-Höfe Altendorf 12. 11. Pfannenstiel Egg 10. 12. Grünenmatt 7.

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