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Gegner der Kiesgrube haben kein Verständnis für den Gemeinderat

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Der Gemeinderat von Tentlingen gab das Dossier der geplanten Kiesgrube im Gebiet Räbhalta-Fahlo Anfang Oktober aus den Händen: Er sprach sich dafür aus, dort eine Kiesabbauzone zu schaffen und die bestehende Arbeitszone zu erweitern; nun bestimmt der Kanton über das Projekt.

Über den gemeinderätlichen Entscheid zugunsten des Kiesabbauprojektes zeigt sich der Verein Zukunft Tentlingen nun in einer schriftlichen Stellungnahme enttäuscht. «Der Gemeinderat missachtet den Willen der Bevölkerung», sagt André Schorro, Präsident des Vereins, auf Anfrage. Der Verein sowie verschiedene Anwohner werden ihre Einsprachen denn auch weiterziehen.

«Abstimmung gewonnen»

Die geplante Kiesgrube der Vigier Beton Romandie AG, die in Tentlingen bereits ein Kieswerk besitzt, ist in der Gemeinde umstritten. Der Verein Zukunft Tentlingen wehrt sich gegen das Projekt und erwirkte eine Konsultativabstimmung. Diese fand im September statt, die Bevölkerung sprach sich mit 281 zu 270 gegen die Kiesgrube aus. Das Resultat einer Konsultativabstimmung hat keine bindende Wirkung; da es ausserdem knapp ausfiel, entschied sich der Gemeinderat dennoch, die Änderung der Zonennutzung zu bewilligen.

«Wir haben im Verein intensiv diskutiert und sind uns einig, dass wir die Abstimmung gewonnen haben», sagt André Schorro. Direkt nach der Abstimmung hatte er das Resultat noch als «Patt-Situation» und «Carte blanche» für den Gemeinderat bezeichnet. «Wir sind jetzt der Meinung, dass der Gemeinderat den demokratischen Entscheid der Bevölkerung hätte berücksichtigen müssen», sagt Schorro.

Sowohl der Gemeinderat als auch die Vigier AG habe vor der Abstimmung mobilisiert, deshalb sei auch das knappe Resultat aussagekräftig.

Mehr Mitspracherecht

In seiner Stellungnahme macht der Verein auf einen «Systemfehler» aufmerksam. Nur in den Kantonen Freiburg und Solothurn könne der Gemeinderat über die Ortsplanung entscheiden, andernorts entscheide das Volk. «Hier kann sich der Gemeinderat über den Willen des Volkes hinwegsetzen», so Schorro.

Mit dem kantonalen Gesetz sind auch andere nicht einverstanden: Die Grossräte Markus Ith (FDP, Murten) und Didier Castella (FDP, Pringy) fordern in einem Postulat mehr Mitspracherecht für die Bevölkerung auf Gemeindeebene. Die Antwort des Staatsrates steht noch aus.

Für André Schorro ist klar: «Das Dossier befindet sich nun auf einer anderen Ebene, auch da müssen wir präsent sein.» Der Verein will sich mit einer Petition an den Staatsrat richten. «Wir machen keinegrosse Unterschriftensammlung, aber der Staatsrat soll sehen, wo die Bevölkerung steht.»

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