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Geht das Schwimmbadprojekt baden?

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Autor: Regula Saner

Könnte Villars-sur-Glâne dem Schwimmbadprojekt auf dem ehemaligen Boxal-Areal in der Stadt Freiburg den Todesstoss versetzen? Diese Frage stellt sich unausweichlich nach dem klaren Nichteintretensentscheid des Gemeinderates, welchen dieser dem Oberamtmann des Saanebezirks vor einer Woche kommuniziert hatte, wie Gemeindepräsidentin Erika Schnyder auf Anfrage bekannt gab. Villars-sur-Glâne als zweitgrösste potenzielle Nutzergemeinde des Hallenbades würde nämlich nach dem neusten Finanzierungsmodell keinen unwesentlichen Investitionsbeitrag leisten müssen.

Beteiligung an Baukosten

Das Finanzierungsmodell sieht bei einer Investitionssumme von 40 Millionen Franken vor, dass der Kanton sowie die Gemeinden den Bau mit je acht Millionen Franken subventionieren würden und dass sich die Gemeinden zusätzlich an den Mietkosten mit 15 Franken pro Einwohner beteiligen würden. Eigentümer der Anlage soll ein institutioneller Investor werden, etwa eine Pensionskasse. Der Betrieb und das Defizit sollen durch einen Privaten gewährleistet werden.

In einem ersten Vorschlag sollten sich die Mieter noch mit 21 Franken pro Einwohner beteiligen und dazu ein eventuelles Betriebsdefizit übernehmen. Um die Mietkosten zu senken, ist nun stattdessen eben eine Beteiligung an den Baukosten vorgesehen. Zudem konnten noch die Hochschulen (OS, Fachhochschulen, Uni) für das Projekt gewonnen werden, wie Initiant und Co-Promotor Pascal Kuenlin den FN bestätigte.

Kosten zu hoch

«Mit dieser Operation sind wir ganz und gar nicht einverstanden», erklärt dazu Erika Schnyder. «Wir sind gegen eine Beteiligung an den Investitionskosten, welche für unsere Gemeinde schätzungsweise 1,5 Millionen Franken ausmachen würde.» Die Tatsache, dass der Beitrag an die Mietkosten von 21 auf 15 Franken gesunken ist, ändere auch nicht viel. «Das ist nur eine Verlagerung des Problems. Was machen wir, wenn der künftige Betreiber plötzlich das Handtuch wirft, weil er merkt, dass das Schwimmbad nicht rentabel ist? Dann muss die öffentliche Hand am Ende doch noch für das Defizit aufkommen», befürchtet Schnyder. Die Gemeindepräsidentin kann sich eine Teilnahme an einem Schwimmbad nur vorstellen, wenn es erstens weniger kostet als 40 Millionen Franken und zweitens die öffentliche Hand Eigentümerin ist.

Marly und Freiburg

Auch die drittgrösste Gemeinde der Agglomeration, Marly, hat Vorbehalte. Wie Syndic Jean-Pierre Helbling an der Generalversammlung von gestern bekannt gab, sei der Gemeinderat zwar bereit, auf das Projekt einzutreten. Er wolle sich aber nicht an den Investitionen beteiligen und die Schüler sollten auch nichts bezahlen müssen.

Schliesslich ist auch die Haltung von Freiburg, der grössten Gemeinde, mehr als nur vage. Der Gemeinderat will zwar auf das Vorhaben eintreten. Dies jedoch unter Vorbehalt der Erarbeitung eines Finanzrahmens im Einverständnis mit allen Partnern, unter Berücksichtigung, dass die Bedürfnisse der Stadt für die Schulen gedeckt werden, und unter Voraussetzung der Beteiligung des Kantons und aller Gemeinden des Bezirks unter Leitung des Oberamtmanns.

Billiger geht nicht

Kuenlin sieht das aktuelle Finanzierungsmodell indes als realistisch an. «Ich habe keine Sorgen, was das Defizit angeht. Ein solches kann zum Beispiel mittels Bankgarantien gedeckt werden.» Er habe im Übrigen kein Problem mit der öffentliche Hand als Eigentümerin. «Wenn sie die 40 Millionen hat …» Und sollten die Gemeinden glauben, sie könnten ein solches Projekt billiger auf die Beine stellen, «warum haben sie es bisher noch nicht gemacht?» An die Adresse von Villars-sur-Glâne meint Kuenlin weiter: «Ich weiss nicht, was der Gemeinderat seinen Bürgern sagt, wenn diese dereinst einen massiv höheren Eintritt zahlen müssen, nur weil ihre Gemeinde nicht investiert hat.»

Geht es denn überhaupt ohne Villars-sur-Glâne? Kuenlin meint ja, obwohl er auch einräumt: «Es wird schwieriger.»

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