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Geld der Schule zweckentfremdet

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Nur eine Viertelstunde dauerte die Verhandlung am Montag vor dem Wirtschaftsstrafgericht Freiburg unter dem Präsidium von Alain Gautschi. Danach wurde der frühere Dienstchef für Schulen der Gemeinde Villars-sur-Glâne zu 14 Monaten Haft, bedingt auf drei Jahre, verurteilt. Er hatte sich der Veruntreuung, der schweren Urkundenfälschung und der ungetreuen Geschäftsführung schuldig gemacht.

Das Strafmass hatte der 56-jährige Freiburger, der vollumfänglich geständig war, mit Alessia Chocomeli, der Vertreterin der Staatsanwaltschaft, ausgehandelt. Nach dreissigminütiger Beratung sprach das Gericht sein Urteil.

Der Angeklagte hatte nicht nur alle Vorwürfe zugegeben, sondern auch bereits 120 000 Franken an die Gemeinde zurückgezahlt. Vor Gericht wiederholte er seine tiefe Reue und seine Entschuldigungen: «Ich litt zu jener Zeit an einem Burnout und war nicht ich selbst», so der ehemalige Dienstchef, der in der Zwischenzeit in einem anderen Kanton eine neue Stelle im Schuldienst gefunden hat.

Lückenhafte Kontrollen

Der Mann war 2003 als Verantwortlicher für die Schulen der Gemeinde Villars-sur-Glâne, Direktor der Sonderschule Villars-Vert und Leiter des interkommunalen Dienstes für Psychologie, Logopädie und Psychomotorik angestellt worden. 2007 begann er, sich aus den ihm unterstellten Kassen zu bedienen, konkret bei der Sonderschule Villars-Vert. Kein Zufall: Der Mann hatte festgestellt, dass die Kontrollen hier lückenhaft waren und die zuständige Gemeinderätin nur einen Teil der Rechnungen unterzeichnete. Drei Jahre lang blieben die Unregelmässigkeiten unbemerkt. Der Mann zahlte persönliche Ausgaben mit den Kreditkarten des Schulzentrums, hob Bargeld ab und stellte falsche Zahlungsbelege aus. Zudem liess er private Auslagen von der Schule bezahlen: Bus- und Theaterabonnemente, Natelrechnungen und Kosten für Garage, Lebensmittel, Kleidung und Mobiliar. 137 000 Franken sind so insgesamt zusammengekommen.

Weiter hat der Mann eine kleine schwarze Kasse, die bei seinem Dienstantritt bereits bestand, ausgebaut. Die Kasse diente zuvor etwa für private Kopien von Angestellten. Unter der Verantwortung des am Montag Verurteilten wuchs die Kasse auf mehrere tausend Franken an; das Geld brauchte er für Firmenessen oder für Geschenke für Mitarbeiter.

 bearbeitet von cs/FN

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