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Gelebte Filmgeschichte

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60. Internationales Filmfestival Locarno

Locarno begeht dieses Jubiläum in Bescheidenheit. Der offizielle Geburtstag ist der 2. August. Gefeiert wird gegen Mitternacht «in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten, welche die Festivalgeschichte mitgeprägt haben», wie das Festival sagt.Während des Festivals sind Plakate früherer Festivals in der Strasse zu sehen, die vom Bahnhof zur Piazza Grande führt. Zudem läuft jeden Abend auf der Piazza ein Kurzfilm mit «Bildern und Gesichtern», welche das Filmfestival geprägt haben.

Nachwuchs

Begonnen hatte alles am 23. August 1946 im Park vor dem inzwischen geschlossenen Grand Hotel. Mit dem Fällen der Bäume im Hotelpark wurde die Grundlage geschaffen für eine Veranstaltung, die sich nach wenigen Jahren international etablieren sollte.Auch nach 60 Jahren ist der Grundgedanke des Festivals gleich geblieben: Dem Publikum neue Produktionen zu zeigen und es damit auf Filmschaffende und Filmländer aufmerksam zu machen, die noch wenig bekannt sind. Das Festival konzentrierte sich damit auf das Nachwuchsfilmschaffen.Dieser Rolle als Wegbereiter für junge und neue Filmer ist Locarno bis heute treu geblieben, auch wenn der Wettbewerb im Prinzip auch bereits bekannten Autoren offen steht.

Neue Wellen

Die 60-jährige Geschichte des Festivals – zweimal musste der Anlass in den Anfangsjahren ausfallen – spiegelt sechs Jahrzehnte Filmgeschichte.Zuerst war es der neorealistische Film aus Italien, den man entdecken konnte. Ihm folgte die französische Nouvelle Vague und das britische Free Cinema, wie auch die sich bemerkbar machenden Produktionen aus osteuropäischen Ländern, die 1953 erstmals in Locarno zugelassen wurden.Aber auch Low-Budget-Filme aus Hollywood, neue chinesische Regisseure und Filme aus der Dritten Welt fanden ihren Weg nach Locarno. Zudem konnten die Kinogänger in «Retrospektiven» (seit 1957) und in «Länderwochen» (seit 1960) Filme entdecken oder wiederentdecken.Während in den ersten Jahrzehnten des Festivals gelegentlich auch ganz grosse Stars wie Gina Lollobrigida, Marlene Dietrich oder Vittorio de Sica ihren Weg nach Locarno fanden, waren später in erster Linie die Regisseure gern gesehene Gäste.

Piazza Grande

Schwieriger hatte es der Schweizer Film in Locarno. Erst 1960 wurde der erste einheimische Spielfilm gezeigt, und erst seit 1967, mit dem Festivalleiter Freddy Buache, wurde das Schweizer Filmschaffen regelmässig programmiert.Von Anfang an gehörten die Freiluftvorführungen in Locarno zu einem Markenzeichen des Festivals: 1971 zügelte man vom Garten des Grand Hotel auf die Locarneser Piazza Grande mit einer der grössten Kinoleinwände Europas.In den letzten 20 Jahren hat der Publikumsaufmarsch stetig zugenommen und erreicht heute fast 200 000 Zuschauer. Wenn das Wetter mitspielt, scheint auch dieses Jahr einem Publikumserfolg nichts entgegenzustehen: Das Publikum hielt und hält dem Festival die Treue. sda

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