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Gelebte Tradition

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Vereidigung von 27 Freiburger Grenadieren in Murten

Autor: Von CORINNE AEBERHARD

Manch einer wunderte sich am Samstag ob der «kostümierten» Männer, die sich beim Primarschulhaus in Murten besammelten. Es war das Kontingent der Freiburger Grenadiere, der Ehrengarde der Freiburger Regierung, welche sich für eine Vereidigungszeremonie bereitmachte. Zu sehen waren aber auch verschiedene Delegationen anderer Ehrengarden. Ins Auge stach etwa die Uniform der Schweizergarde. Aber auch andere «Truppen» waren plötzlich im Sucher zahlreicher Fotoapparate.Nach der Fahnenübernahme vor dem Primarschulhaus zogen die Grenadiere und die geladenen Ehrengäste durchs Städtchen. Die eigentliche Zeremonie fand schliesslich in der reformierten Kirche statt und nicht wie geplant auf einer Wiese am See. Die Organisatoren trauten dem Wetter nicht.

Kriterien erfüllen

Aufnahme ins 80-köpfige Kontingent der Freiburger Grenadiere findet man nicht so einfach. Wie Hans-Peter Gutknecht, seit 22 Jahren bei den Freiburger Grenadieren und Kassier, gegenüber den FN erklärt, muss ein Mann unter anderem die Rekrutenschule absolviert haben, einen einwandfreien Leumund aufweisen und mindestens 1,74 Meter gross sein. Zudem müssen ihn zwei Göttis für die Aufnahme empfehlen. Diesen haben die Männer anlässlich des Vereidigungsaktes in der reformierten Kirche in ihren einzelnen Ansprachen jeweils gedankt. Sie haben weiter ihre Treue zu den Grenadieren geschworen, aber auch dass sie die Statuten und die Befehle respektieren wollen.Zur Erheiterung der Gäste trugen oft die Trinksprüche der Grenadiere bei, welche diese äusserten, bevor sie sich einen Schluck aus dem gereichten Becher genehmigen durften.

Fit sein

Bevor die Grenadiere definitiv ins Kontingent aufgenommen werden, müssen sie sich als Anwärter bewähren. Die Grenadiere begleiten unter anderem die Kantonsregierung an Anlässe und vertreten den Kanton an Veranstaltungen im In- und Ausland.Wer bei den Grenadieren mitmachen will, muss dafür Zeit aufwenden wollen und können. Man sei nicht einfach ein gewöhnlicher Verein, erklärt Hans-Peter Gutknecht. Das Aufgebot für einen Anlass erhalten die Grenadiere jeweils in Form eines Aufgebotes.Grenadier sein und zu dienen sei eine Passion und man werde dies nicht zufällig, sondern das sei ein bewusster Entscheid, bestätigte der Kommandant François Raemy in seiner Ansprache.Die Murtner Stadtpräsidentin Christiane Feldmann äusserte sich in ihrer Rede zur Tradition, welche gelebt und die je nach Zeitgeist in Frage gestellt werde. Tradition bedeute aber nicht «Asche aufbewahren, sondern das Feuer weitergeben» und damit auch Lebensfreude.Mitglied bei den Grenadieren können die Männer so lange sein, wie sie körperlich fit sind. Gerade an einem Tag wie am Samstag wird deutlich, was das heisst. Es war warm und die Männer standen oft lange in der Sonne. Und so mancher wischte sich den Schweiss ab, als es nach dem rund dreieinhalbstündigen offiziellen Teil beim Rathaus zum Aperitif ging.

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