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Gelübde: Käse und Schinken zum Schutz vor Tierseuchen

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Das Festamt am Silvestermorgen, um 5 Uhr, geht nach der Sage auf ein Gelübde zurück. Auf dem Spittelvorsass und dem Spittelgantrisch, Alpweiden im Besitz des Bürgerspitals Freiburg, war eine Viehseuche ausgebrochen. Da machten die Hirten ein Gelübde: «Gott, wenn du diese Plage von uns nehmen willst, dann stiften wir im Bergkirchlein zu St. Silvester für ewige Zeiten ein Lobamt. Dieses soll am heiligen Silvestertage zur frühen Morgenstunde dir dargebracht werden, und als Opfergabe werden wir einen Bergkäse und einen Schinken auf den Altar legen.»

Die Seuche hörte auf. Als spätere Pächter glaubten, sie müssten das Gelübde nicht mehr halten, brach die Seuche wieder aus. Seither wird das Gelübde – bis zum heutigen Tag – wieder eingehalten.

Die frühesten schriftlichen Erinnerungen an die Opferspenden von St. Silvester gehen auf das Jahr 1473 zurück.

Gespendet werden die Opfergaben Käse und Schinken heute von der Burgergemeinde der Stadt Freiburg. Pfarreipräsident Hanspeter Vonlanthen ist erfreut darüber, dass die Gaben jedes Jahr spontan angeliefert werden. Seit die Alpkäserei Gantrischli gebaut wurde, stammt der Käse sogar wieder aus Milch von Kühen, die auf dem Spittelgantrisch weiden.

Nach altem Brauch kann der Ortspfarrer über die Opfergaben verfügen. ja

Quellen: Erhard Kolly: St. Silvester. Ein Portrait der Gemeinde und Pfarrei; German Kolly: Sagen und Märchen aus dem Senseland, 1965, S. 129.

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