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Gemeinde kann die Steuern nicht so stark erhöhen wie geplant

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 Der Gemeinderat hat für das nächste Jahr ein ausgeglichenes Budget geplant. Um dieses zu errei- chen, wollte er die Steuern um neun Prozentpunkte erhöhen, von 85 auf 94 Prozent. Dies war den 50 anwesenden Stimmbürgern an der Gemeindeversammlung von Dienstagabend in Wallenried zu hoch. Sie folgten dem Vorschlag der Finanzkommission, die eine moderatere Erhöhung auf 90 Prozent vorschlug, mit 38 Ja- zu 6 Nein-Stimmen.

Die Kommission anerkannte die Notwendigkeit einer Erhöhung, allerdings erachtete sie den Wunsch des Gemeinderates nach einem ausgeglichenen Budget also nicht so dringend. Sie schlug deshalb eine Anhebung der Steuern auf 90 Prozent vor. Damit resultiere bei einem Aufwand von rund 1,9 Millionen Franken ein annehmbares Defizit von rund 50 000 Franken. «Dieses Defizit ist zu verantworten», sagte Philippe Stöhr, Präsident der Finanzkommission.

 Wenig Dynamik im Dorf

 Auch wenn mit der Steuererhöhung der finanzielle Druck ein wenig nachlässt, sieht die Situation der Gemeinde nicht rosig aus. «Wir haben keine Reserven mehr», erklärte Gemeindepräsidentin Doris Roche die angespannte Lage. Wallenried habe zudem ein demografisches Problem, ergänzte Vize-Syndic Martin Moosmann. «Die Einwohner werden älter, die Einkommen im Pensionsalter sind kleiner, und damit verringern sich auch die Steuereinnahmen.» Und Wallenried könne wie andere Gemeinden wegen des Raumplanungsgesetzes kein neues Bauland einzonen, was die Entwicklung des Dorfes zusätzlich bremse, so Moosmann.

 Auch wenn die Wallenrieder eine weniger drastische Steuererhöhung wählten, Sorgen machen sie sich trotzdem um die Gemeindefinanzen. So wurden die Investitionen für die Feuerwehr des oberen Seebezirks, die nur wenige Tausend Franken betragen, an der Versammlung intensiv diskutiert. Der Anteil von 3500 Franken für eine Projektstudie für ein neues Feuerwehrlokal und jener von 7600 Franken für ein neues Feuerwehrauto wurden nicht einfach durchgewunken: «Selbst diese kleinen Investitionen von 10 000 Franken machen einen Fünftel unseres Defizits aus», brachte es ein Votant auf den Punkt. Die Versammlung genehmigte aber beide Kredite.

Doris Roche informierte schliesslich noch über die Termine der geplanten Fusion mit Barberêche, Villarepos und Courtepin. Im Frühling gebe es Informationsveranstaltungen, die Abstimmung in den Gemeinden ist für den 27. September geplant. Die Fusion soll dann auf den 1. Januar 2017 in Kraft treten.

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