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Gemeinde kauft frühere Wirtschaft

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Der geplante Kauf des ehemaligen Gasthofs Zum Weissen Kreuz im Dorfzentrum hat in Gurmels grosses Interesse geweckt: 96 Stimmbürger nahmen an der Gemeindeversammlung am Freitagabend teil. Seit gut fünf Jahren ist dessen Betrieb eingestellt, und dem Gebäude droht der Verfall. Zudem verhindert der Zaun der Liegenschaft, dass die nötigen Sanierungen der Cordaststrasse vorgenommen werden können.

Nun hat der Gemeinderat unter dem Präsidium von Ammann Daniel Riedo den Kauf dieser Wirtschaft den Bürgern zur Genehmigung vorgelegt.

Heiss diskutiertes Thema

«Ich habe einem Investor unsere Lage hier gezeigt, und er hat eingesehen, dass das Gebäude wieder genutzt werden soll», erzählte Riedo den Anwesenden. Damit beantragte er der Gemeindeversammlung, 1,3 Millionen Franken zum Kauf der Parzellen sowie zusätzliche 200 000 Franken, die in den Unterhalt des Gebäudes fliessen sollen.

Genaue Pläne zur Nutzung der Liegenschaft sind noch nicht vorhanden, aber das Weisse Kreuz ist laut Riedo sehr geeignet als Vereinslokal.

Mehrere Bürger äusserten daraufhin ihre Bedenken über den Kauf. Am meisten kritisiert wurde der hohe Preis der Parzellen und Umbauten; das Weisse Kreuz wurde als «Fass ohne Boden» bezeichnet. Andere Stimmen drückten dem Gemeinderat ihre Unterstützung aus; ein Stimmbürger erklärte beispielsweise: «Es ist sehr wichtig, dass ein so zentraler Ort in öffentlicher Hand ist und genutzt wird.»

Schliesslich folgten die Bürger dem Kreditbegehren des Gemeinderates für die insgesamt 1,5 Millionen Franken mit nur einer Gegenstimme.

Ausserdem beantragte der Gemeinderat eine Kompetenz­erteilung zum Verkauf von Bauland am Bulliardweg. Diese wurde diskussionslos einstimmig genehmigt.

Hoher Ertragsüberschuss

Weiter nahm die Versammlung von einer äusserst positiven Jahresrechnung 2016 Kenntnis. Die Gemeinde Gurmels schloss mit einem Ertragsüberschuss von 1,57 Millionen Franken, budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 160 000 Franken. Dieses Mehr von 1,7 Millionen Franken stammt hauptsächlich aus Steuereinnahmen, die 850 000 Franken höher ausfielen als veranschlagt. Kantonale Ausgaben waren allgemein tiefer als geplant, da vom Kanton angegebene Beiträge nach unten korrigiert wurden. Einzig die Gehälter der Schulsozialarbeiter wurden, anders als gedacht, nur zur Hälfte vom Kanton übernommen.

Abschreibungen für das Spital

Mit ihrem hohen Ertragsüberschuss konnte die Gemeinde mehrere zusätzliche Abschreibungen vornehmen, so 1,52 Millionen Franken für das Spital Meyriez. Nach diesen Abschreibungen bleibt der Gemeinde nur noch ein Überschuss von 3700 Franken. Bei den Investitionen schliesst Gurmels mit einem Verlust von gut 260 000 Franken bei einem Aufwand von 2 Millionen Franken. Die Jahresrechnung wurde von der Versammlung einstimmig angenommen.

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