Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Gemeinde St. Antoni ist eine ehrenwerte Braut»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Am Montag waren die Bürger von Tafers dran, gestern Abend nun fand in St.  Antoni der Informationsabend zur geplanten Fusion im Sense-Mittelland statt. Schon kurz vor 19.30 Uhr war klar, dass die bereitgestellten Stühle im Saal des Senslerhofs nicht reichten; weitere Sitzgelegenheiten wurden kurzfristig bereitgestellt.

Rund 220 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung der Gemeinde und der Fusionsgruppe gefolgt. Nach einer allgemeinen Präsentation der Fusionsvereinbarung durch Syndic Ernst Leiser war die Fragerunde eröffnet. Die Gelegenheit, zwei Monate vor der Abstimmung kritische Anmerkungen zu stellen und sich über Details zu informieren, wurde rege genutzt. «So nicht», meinte ein Bürger. Er kritisierte, dass mit der Fusion nicht Kosten und Personal eingespart werden, sondern nur «optimiert und professionalisiert» werden soll. Syndic Ernst Leiser erklärte, dass eine grössere Gemeinde mit mehr Personal auch flexi­bler ist, zum Beispiel bei Krankheit und Ferienabwesenheiten.

Mehrwert für Region

«Ist die geplante Dreifachturnhalle im Finanzplan der neuen Gemeinde wirklich eingerechnet», wollte alt Grossrat Joseph Binz wissen. Der Finanzverantwortliche Christian Sommer bestätigte dies. Dass es nun eine Dreifach- und nicht wie ursprünglich vorgesehen eine Zweieinhalbfachhalle werde, sei zwar mit mehr Kosten verbunden. Es gebe aber auch mehr Subventionen, um das Leistungszentrum für den Unihockey-Nachwuchs zu realisieren. «Zudem entsteht mit dieser Halle ein Mehrwert für die ganze Region», betonte Hubert Schibli. Weiter wollte Binz wissen, wo die neue Gemeinde in Zukunft investieren wolle und wie sie dies finanzieren könne. «Mit dem Steuerfuss versucht man, uns den Speck durch den Mund ziehen», kritisierte er. Gemäss Christian Sommer hat die Fusionsgruppe den Bedarf jeder Gemeinde zusammengetragen, um das Investitionsvolumen für die kommenden Jahre zu bestimmen. Eine Neuverschuldung sei nur vorgesehen, wenn es nicht anders möglich sei. Auch in der fusionierten Gemeinde werde der Gemeinderat darüber diskutieren, welche Wünsche der Bürger finanzierbar sind und welche nicht.

Oswald Perler, Präsident der Finanzkommission St. Antoni, erklärte, dass diese Kommis­sion einstimmig für die Fusion ist – nicht nur im Hinblick auf den tieferen Steuersatz in der neuen Gemeinde. St. Antoni sei auf guten Wegen bei der Gesundung der Finanzen. «In dieser Hinsicht sind wir eine ehrenwerte Braut», meinte er. Syndic Ernst Leiser ergänzte, dass nicht nur St. Antoni, sondern alle drei Fusionsgemeinden gesund seien.

Vor historischem Entscheid

Ständerat Beat Vonlanthen drückte seine Freude aus, dass die drei Gemeinden vor diesem historischen Entscheid stehen. Angst vor Identitätsverlust sei nicht angebracht, da viele Vereine bereits über die Gemeindegrenzen hinaus zusammenarbeiten. «Auch nach einer Fusion werden die Bürger weiterhin mitreden können, was mit der Gemeinde passiert.»

Er rief dazu auf, den Gemeinderäten zu vertrauen, und sprach sich für ein überzeugtes Ja aus. Dafür erntete er Applaus. «Die Dörfer werden nicht verschwinden», betonte auch Syndic Leiser. «Wenn die Vereine aktiv bleiben, dann lebt auch das Dorf.»

Eine Bürgerin wollte wissen, wie es mit nach einer Fusion mit Schulkreisen und Schulbesuch aussieht. «Die Zusammenarbeit mit Heitenried muss sicher neu ausgehandelt werden. Doch gehe ich nicht davon aus, dass sich viel ändert», sagte der Syndic.

Knapp eine Stunde nach Beginn des Informationsabends kamen keine weiteren Fragen mehr. Ernst Leiser schloss die Veranstaltung mit dem eindringlichen Appell, am 19. Mai an die Urne zu gehen. Er hoffe vor allem auch, dass viele junge Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit benützen, wählen zu gehen. «Denn sie betrifft die Fusion noch viel mehr.»

Information

Am 19. Mai stimmen die Bürger ab

Sagen die Stimmbürgerinnen und -bürger von Alterswil, St. Antoni und Tafers am 19. Mai 2019 an der Urne Ja, entsteht auf den 1. Januar 2021 eine neue Gemeinde mit rund 7400 Einwohnern und 41 Quadratkilometern Fläche. Sie soll Tafers heissen. Der Steuersatz der neuen Gemeinde ist auf 75 Rappen pro Franken Staatssteuer festgelegt worden. Diese Woche finden Informationsveranstaltungen statt. Am Montag wurde in Tafers über die Fusion informiert. Gestern Abend fand der Anlass in St. Antoni statt und heute sind die Bürger von Alterswil zum Info-Abend eingeladen.

im/jp

 

 

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema