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Gemeinden investieren zusätzliche 1,5 Millionen Franken ins Pflegeheim

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Die Installation einer neuen Telefon- und Internetanlage, der Ersatz sämtlicher Pflegebetten oder die Renovation der hauseigenen Cafe­teria: Das Pflegeheim Region Ärgera in Giffers investiert in die Zukunft. Um dringende Sanierungsprojekte anpacken zu können, beschlossen die vier Trägergemeinden des Pflegeheims Ende 2015 die Aufnahme eines Kredits über eine Million Franken. An der Delegiertenversammlung vom Mittwochabend entschieden die Gemeindevertreter von Giffers, Tentlingen, Rechthalten und St. Silvester nun, bis 2021 zusätzliche 1,5 Millionen Franken in das Gebäude zu investieren.

Vierten Stock erschliessen

«An einem Grossteil des Hauses wurden seit der Eröffnung 1990 keine Arbeiten mehr vorgenommen», erklärte Heimleiter Daniel Wyder den erhöhten Investitionsbedarf: «Deshalb gibt es nun gleich mehrere Dinge nachzuholen.» Laut Investitionsplan sollen im nächsten Jahr etwa der hy­drau­li­sche Bettenlift ersetzt und gleichzeitig der vierte Stock des Gebäudes mit dem neuen Lift erschlossen werden. «Das wird es uns erlauben, die beiden Alterszimmer auf dieser Etage in Pflegezimmer umzuwandeln. Was wiederum einen positiven Effekt auf die Einnahmen des Hauses hat, weil in diesen Zimmern Menschen in einer höheren Pflegestufe untergebracht werden können.»

Die Holzschnitzelheizung, die am Ende ihres Lebenszyklus steht, möchte die Heimleitung spätestens 2018 ausmustern. «Als Ersatz ist eine Pelletheizung vorgesehen, die bessere Heizwerte verspricht, CO2-neutral funktioniert und dazu willkommenen Lagerplatz freimachen würde.» Die Kosten hierfür werden auf 225 000 Franken geschätzt. Gleichzeitig werde man versuchen, mit der Erneuerung der sanitären Anlagen in den Pflegezimmern zu beginnen. Dieses Projekt werde etappenweise von 2018 bis 2020 umgesetzt und schlage mit 10 000 Franken pro Pflegezimmer zu Buche. In zwei Etappen ist die Renovation der an einigen Stellen undicht gewordenen Fassade vorgesehen: «Die Südseite würden wir gerne 2019, die Nordseite 2020 in Angriff nehmen.» Kostenpunkt insgesamt: 450 000 Franken.

Sparpotenzial ausweisen

Ein weiteres Investitionsprojekt über 400 000 Franken wurde vom Heimleiter für das Jahr 2021 in Aussicht gestellt: der Bau eines nicht beheizten Wintergartens auf der Südseite des Hauses. «Im Gegensatz zu den übrigen Projekten lässt sich hier darüber diskutieren, ob es das wirklich braucht.»

Er frage sich, ob das alles für den Trägerverband finanzierbar sei, erwiderte Marcel Kolly. Der Syndic von Rechthalten bezog seine Kritik unter anderem auf das Budget 2017, das bei einem Betriebsertrag von 4,3 Millionen Franken einen Verlust von 180 000 Franken ausweist. «Zumal sich die Lage in den Folgejahren nicht entspannen dürfte. Wenn die Gemeinden jedes Jahr einen solchen Betriebsverlust berappen und gleichzeitig für immer neue Investitionen bezahlen müssen, könnte das zu Problemen führen.» Ausserdem bemängelte Kolly, dass Heimleitung und Vorstand gemäss Investitionsplan weiterhin eine jährliche Amortisation von 50 000 Franken vorsehen würden. «Das ist der Wert, den wir bereits jetzt amortisieren. Bei der Aufnahme eines weiteren Kredits wäre das aber eindeutig zu wenig.» Er plädierte deshalb dafür, die Abschreibungen stärker von der Lebensdauer der einzelnen Projekte abhängig zu machen. Weiter beantragte er dem Vorstand, bis zur nächsten Delegiertenversammlung einen Massnahmenkatalog auszuarbeiten, in dem das Sparpotenzial auf das Betriebsbudget ausgewiesen werden soll. «Das Ziel muss doch ein ausgeglichenes Budget sein.»

Der Vorstand nahm Kollys Antrag entgegen. Weil die meisten Ausgaben vom Kanton vorgegeben seien, könne er ihm aber kein allzu grosses Sparpotenzial versprechen, so Wyder: «Ein Pflegeheim mit 35 Betten kann nicht kostenneutral geführt werden.» Die Delegierten genehmigten neben dem Budget auch das Kreditbegehren des Vorstands einstimmig: Dieses sieht innerhalb des Kreditrahmens von 1,5 Millionen Franken für 2017 den Bezug von 310 000 Franken vor.

Bezeichnung

Das «Altersheim» muss aus dem Namen weichen

Nicht nur in Sachen In­fra­struk­tur macht im Pflegeheim Ärgera das Alte dem Neuen Platz, auch im Namen der Institution kommt es zu einer Veränderung. War das Gebäude in Giffers seit seiner Eröffnung 1990 unter dem Namen Alters- und Pflegeheim Region Ärgera bekannt, heisst es neu nur noch Pflegeheim Ärgera. «Es ist zwar nur eine kleine Anpassung», sagte Heimleiter Daniel Wyder an der Versammlung vom Mittwochabend, «aber eine, die dem Zeitgeist entspricht.» Die Delegierten der vier Trägergemeinden sahen das auch so und sprachen sich einstimmig für den neuen Namen aus.

mz

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