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Gemeinderat Cressier geht nicht auf die Petition zur Schulkreisfusion ein

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Lange hielt sich der Gemeinderat von Cressier bedeckt, nun ist es klar: Er will die Konvention mit der Primarschule Murten unterschreiben. Damit würde die Gemeinde Cressier sich dem grossen Primarschulkreis der Gemeinden im Murtenbiet anschliessen. Dies, trotz einer Petition, die gegen 140 Einwohner unterzeichnet haben (die FN berichteten). Der Bürger Sébastien Berset hatte die Petition Ende Dezember eingereicht.

Berset fordert in der Petition den Gemeinderat auf, eine ausserordentliche Gemeindeversammlung einzuberufen. Diese soll dann über einen Antrag befinden, mit dem die Gemeinde den Kanton um eine Ausnahmeregelung vom Schulgesetz ersuchen soll. Dieses schreibt mindestens acht Klassen für einen Schulkreis vor, Cressier hat zurzeit jedoch lediglich deren fünf (siehe Kasten). Deshalb hat der Gemeinderat von Cressier auch den Beitritt zur Schulkonvention von Murten beschlossen und beantragt.

Der Gemeinderat von Cressier bestätigt in einem Brief an Berset, der den FN vorliegt, seinen Willen, die Konvention wie vorgesehen zu unterschreiben. Er möchte aber weder Stellung zur Angelegenheit nehmen noch den Inhalt des Briefes bestätigen, wie Syndic Jean-Daniel Pointet gestern auf Anfrage erläuterte.

Der Gemeinderat schreibt im Brief an Berset, dass die Unterzeichnung von Vereinbarungen mit Dritten und die administrative Führung der Gemeinde allein ihm selbst obliege und nicht etwa der Gemeinde­versammlung. Daraus sei zu schliessen, dass es auch nicht möglich sei, eine Versammlung zu einem Thema einzuberufen, das diesem Prinzip zuwiderlaufen würde.

«Zeigt grosse Besorgnis»

In einer ersten Reaktion auf den Brief kritisierte Berset gestern auf Anfrage den Entscheid des Gemeinderates, nicht auf die Petition einzugehen. «Ich halte fest, dass die Unterzeichnung dieser Vereinbarung Folgen haben würde, die gegen unsere Verfassung verstossen.» Er betone, so Berset, dass die 140 Unterschriften in nur einer Woche zusammengekommen seien, und dass es unter den Unterzeichnenden Personen aus beiden Sprachgruppen habe. «Die Petition zeigt die grosse Besorgnis der Bevölkerung um das sprachliche Gleichgewicht in der Gemeinde.» Laut Berset haben viele Dorfbewohner auch nicht gewusst, dass die Gemeinde sich in Richtung einer Schulkreisfusion bewegt. Ob er gegen den Entscheid des Gemeinderates Rekurs einlegen werde, wisse er noch nicht, sagte Berset. Er wolle erst die Möglichkeiten evaluieren, die ihm bleiben.

Immerhin kündigt der Gemeinderat im Brief an, im Sinne der «totalen Transparenz» eine Informationsveranstaltung zur Schulkreisfusion zu organisieren. Weiterführende Angaben würden noch folgen.

«Die Petition zeigt die Besorgnis der Bevölkerung um das sprachliche Gleichgewicht in der Gemeinde.»

Sébastien Berset

Bürger aus Cressier

Fusionsprojekt

Eine Rettungsaktion für die Schule in Cressier

Aufs kommende Schuljahr hin will sich die Primarschule Cressier dem Schulkreis Murten anschliessen. Die Schüler sollen die Schule weiterhin in Cressier besuchen. Die Fusion hätte vor allem organisatorische und buchhalterische Konsequenzen. Zum Beispiel würde die Schulleiterin der französischsprachigen Abteilung in Murten auch die Leitung von Cressier übernehmen. Mit dem Beitritt würde Cressier das Schulgesetz erfüllen; es kann mit seinen fünf Klassen die Vorgaben nicht einhalten. Murten hätte den Vorteil, dass der französischsprachige Zyklus mit seinen acht Klassen mehr Reserven im Fall eines Rückgangs der Schülerzahlen hätte. Deutschsprachige Eltern aus Cressier könnten ihre Kinder in Murten auf Deutsch einschulen, französischsprachige Schulkinder aus Salvenach, Jeuss und Courlevon würden in die nähergelegene Schule in Cressier gehen. Der Vertrag wird zur Unterzeichnung nacheinander den Exekutiven aller sieben Gemeinden vorgelegt.

Zwei sprachlich getrennte Schulkreise bilden zusammen die Primarschule Murten. Sie umfasst zurzeit Murten, Gurwolf, Galmiz, Greng, Merlach und Muntelier.

fca

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