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Gemeinsam das Leben geniessen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Luft in Murten duftet nach Sonnencreme und Aufbruchsstimmung. Kinder und Erwachsene auf Rollschuhen, auf Fahrrädern, Skateboards, zu Fuss sind heute unterwegs. «SlowUp» lautet die Devise: Also eine Wortschöpfung aus «slow down», runterschrauben, und «move up», aufstehen und sich bewegen. Letzteres bleibt Marius leider verwehrt: Er leidet an cerebraler Bewegungsstörung, sein Handicap löst bei ihm des Öfteren epileptische Anfälle aus, seit über 20 Jahren lebt er in einem Behindertenheim.

Diesen Sonntag sitzt er bei Benjamin Brülhart, dem Präsidenten der Vereinigung Cerebral Freiburg, hinten auf dem Tandem. «Hast du genug gefrühstückt, Marius?», fragt Brülhart über seine Schulter, währenddem er kräftig in die Pedale tritt. «Zopf mit Konfitüre und Joghurt, Kaffee und Orangensaft», antwortet Marius. Schon früh am Morgen hielt ihn nichts mehr im Bett, so sehr habe er sich auf den Ausflug gefreut.

Barrierefrei

Vierzig Menschen mit verschiedenen Behinderungen, teils geistigen, teils cerebralen Lähmungen, wird seit zehn Jahren die Möglichkeit geboten, ebenfalls am SlowUp teilzunehmen. Nicht nur Tandems, sondern auch Spezialfahrzeuge, die aussehen wie Rollstühle an Fahrrädern, werden angeboten. Die Fahrer sind vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Behindertenheime oder Mitglieder der Vereinigung Cerebral. «Dieses Jahr hatten wir ein wenig Schwierigkeiten, Freiwillige zu finden», erklärt Brülhart, währenddem er Marius’ Gewicht auszubalancieren versucht. Sie seien immer froh um weitere Freiwillige, es sei auch keine besondere Ausbildung nötig, um an diesem Projekt teilzunehmen. Ausser vielleicht ein gewisses Mass Sportlichkeit: Gerade bei der Steigung vor Avenches etwa kommt Brülhart, mit einem Mann ungefähr seiner Grösse auf dem Rücksitz, schon etwas ins Schwitzen. «Am Abend sind wir immer alle fertig – aber es lohnt sich.»

Abgesehen von der offensichtlichen Freude, die die Fahrerinnen und Fahrer ihren Tandempartnern damit bereiten, sei das Wichtigste an diesem Projekt, dass hier Menschen, gleichgültig ob mit oder ohne Behinderungen, zusammen um den See fahren, die frische Luft geniessen, etwas Leckeres essen würden. «Es geht nicht zwingend um Integration, denn dies würde bedeuten, dass sich die Heimbewohner von aussen irgendwo reinzwingen würden, wo sie nicht hingehören», erklärt Brülhart, «sondern darum, es im Kollektiv schön zu haben.»

 

SlowUp: 35 000 umrundeten diesmal den Murtensee

O bwohl wir zuerst alle Schlecht-Wetter-Sorgen hatten, erlebten wir glücklicherweise einen wunderschönen Frühlingstag», zeigt sich Elisabeth Ruegsegger, Mitglied des Organisationskomitees, am Abend des SlowUp zufrieden. Rund 35 000 Leute haben den Weg um den Murtensee hinter sich gelegt: «Kein Rekordjahr, aber dennoch sind wir glücklich damit.» Das Anliegen des OK, dass mehr Besucherinnen und Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen sollten, wurde erfüllt: «Die Züge waren stark besetzt», so Ruegsegger. Auch die vielen Verpflegungsmöglichkeiten sind gut angekommen: «Vor allem Spezialitäten wie der Nidlechueche in Vully hatten extremen Abgang.» Zwischenfälle gab es wenige: «Es gab ein paar kleinere Unfälle, doch nichts Gravierendes.» kf

 

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