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Gemischte Gefühle der Vize-Weltmeisterin

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Gemischte Gefühle der Vize-Weltmeisterin

Marie-Luce Romanens freut sich über ihr OL-Sprint-Silber und weint über ihr Aufgeben auf der Langdistanz

Die 30-jährige Marie-Luce Romanens ist am vergangenen Dienstag in Rapperswil SG Vize-Weltmeisterin im Sprint-OL geworden. Auf der Langdistanz am Mittwoch musste sie wegen Achillessehnen-Beschwerden aufgeben. Die Gefühle der Läuferin des CA Rosé sind gemischt, zumal sie schon früher Verletzungsausfälle zu verkraften hatte.

Mit MARIE-LUCE ROMANENS
sprach GUIDO BIELMANN

Marie-Luce Romanens, wie fühlen Sie sich zurzeit?

Es ist relativ schwierig. Die Enttäuschung ist sehr gross. Einen WM-Lauf aufgeben zu müssen, ist sehr hart. Umso mehr, weil ich wirklich das Gefühl hatte, um eine Medaille mitkämpfen zu können. Es ist im Moment schwer, es zu akzeptieren, das muss ich zugeben. Denn so viele Weltmeisterschaften werde ich sicher nicht mehr bestreiten können. Zudem: der Lauf war so auf mich zugeschnitten, das wird es nie mehr geben. Das macht mir zu schaffen. Die Erfolge der anderen Schweizer sind toll, ich freue mich für sie. Aber im Moment ist die eigene Enttäuschung grösser.

Und wie geht es körperlich?

Schwer zu sagen. Ich habe immer noch starke Schmerzen an der Achillessehne, auch beim normalen Gehen. Nach der Qualifikation und dem Sprint habe ich auch schon Schmerzen gehabt. Aber jetzt wird es eine Weile dauern, bis ich wieder nor-
mal trainieren kann. Mit diesen
WM-Einsätzen habe ich die Achillessehne sicher extrem gereizt. Ich spürte es schon eine Woche vor WM-Beginn.

Sie mussten für den Langdistanz-Wettkampf schmerzstillende Spritzen machen lassen?

Ja, der betroffene Bereich ist betäubt worden. Und zwar vor den Starts im Sprint und in der Langdistanz.

Aber dann sind die Schmerzen auf der Langdistanz doch durchgebrochen, worauf Sie aufgeben mussten?

Ja. Aber die Spritzen waren nur eine äusserste Notlösung für diese heimische WM. Wenn ich nicht das Ge-
fühl gehabt hätte, ein gutes Resultat machen zu können, hätte ich es nie gemacht. Es war eine Extremsituation.

Ich denke, Sie haben den WM-Titel Ihres Freundes Thomas Bührer gebührend gefeiert?

Ja. Aber es ist so, dass ja die WM für die anderen noch nicht zu Ende ist. Da kann man sich mit Feiern nicht allzu viel erlauben. Aber wir haben es schon genossen. Ich selber bin natürlich enttäuscht. Das macht das Ganze etwas schwieriger. Jeder im Team ist ähnlich. Man läuft zuerst für sich selber. Wenn es dann nicht klappt, ist man enttäuscht.

Thomas Bührer schliesst seine Karriere ab. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Ich weiss noch nichts Genaues. Die WM in Schweden vom nächsten Jahr wäre eine grosse Herausforderung für mich. Aber schon vergangenen Frühling habe ich mir gesagt, die Bedingung wäre, dass ich gesundheitlich keine grösseren Probleme haben dürfte. Jetzt mit diesem Rückfall überdenke ich das Ganze. Ich muss schauen, ob es überhaupt einen Wert hat, noch für eine solche WM zu trainieren. Ich müsste sehr viel Training in Skandinavien investieren. Ich warte jetzt ab, bis die Verletzung geheilt ist. Im Herbst werde ich entscheiden.

Marie-Luce Romanens: 30-jährig; Biologie-Lehrerin; wohnhaft in Oerlikon ZH; OL-Profi seit einem Jahr. – Palmares: 1995 Kurzdistanz-Weltmeisterin; 1997 an der WM je Bronze in der Kurzdistanz und Staffel; 2001 Siegerin Jungfrau-Marathon; 2003 Schweizer Cross-Meisterin und 37. an der Cross-WM in Avenches.

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