Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gemüse und Salate wachsen im Cabriolet

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Elisabeth Schwab-Salzmann

Vieles, was tagtäglich als Bio-Gemüse und -Salat auf den Tellern der Konsumenten in der Nord- und Westschweiz liegt, hat einmal als Samenkorn in den Gewächshäusern der Familie Etter-Bangerter in Ried begonnen. «Am Anfang hatten die meisten Gemüsegärtner in der Schweiz die Jungpflanzen aus Holland bezogen.»

Grosses Bedürfnis nach einheimischen Pflanzen

«Bald einmal stellte ich fest, dass bei meinen Berufskollegen das Bedürfnis nach einheimischen Gemüsejungpflanzen da war. Das war eine grosse Herausforderung für mich», sagt Hans Etter. Er erinnerte sich an seine Aufenthalte in Holland und knüpfte Kontakte zu Lieferanten von Samen und Erde und begann, Bio-Jungpflanzen in seinem Betrieb zu züchten. 1997 stellte er den gesamten Betrieb auf Bio-Produktion um.

Zur Hauptsache wachsen die kälteempfindlichen Pflänzchen unter Glasdächern. Das sind Cabrio-Gewächshäuser, bei denen das Dach wie bei einem Auto geöffnet werden kann. Der Gemüsegärtner aus Ried ging nun noch einen Schritt weiter: Er installierte als erster in der Schweiz ein hochmodernes «High-Tech-Foliengewächshaus» auf einer Fläche von rund 7000 Quadratmetern. In drei Wochen kann sich die Bevölkerung am Tag der offenen Tür in Ried über die «Revolution im Gemüsebau» bei der Familie Etter informieren.

Salat und Gemüse unter japanischer Hightech-Folie

Beim Rundgang durch den Betrieb erklärt Maria Etter die Anbaumethoden in ihrem Betrieb. Auf rund 2,2 Hektaren sind Gewächshäuser installiert, dazu kommen die Produktionshallen mit rund 9000 Quadratmetern Anbaufläche, Kühlräume, Anzuchträume und Verladerampen. Auf ihrem Grundstück ist auch eine eigene Quelle. Daraus sprudeln 120 Liter Wasser pro Minute. Das ist überaus praktisch, denn in der Hochsaison werden rund 150 Kubikmeter Wasser pro Tag für das Wässern der Kulturen gebraucht.

«Die Qualität der Samen ist entscheidend, sie müssen gesund, sortenrein und echt sein», erklärt Etter. Maschinell werden die Samen in einen Erdpresstopf gelegt. Die Pflanzerde enthält rund 30 Prozent Kompost-Anteil, sie wird extra aus dem deutschen Oldenburg angeliefert. Anschliessend geht es in den Vorkeimraum.

Tomaten liebens etwas wärmer

Kopfsalat braucht drei Tage zum Keimen, Zitronenmelisse sehr viel länger, nämlich 22 Tage. Wichtig ist das Klima: es muss 20 Grad warm sein und eine Luftfeuchtigkeit von 95 Prozent aufweisen. Salat und Kohl wächst dann bei rund 5 bis 6 Grad in der Kaltkultur-Zone. Tomaten liebens wärmer, sie brauchen 17 bis 20 Grad.

Nach sieben Wochen sind die Salatsetzlinge in der perfekten Grösse und werden von den Privatgärtnern oder von Migros und Coop für die Heim- und Hobby-Filialen gekauft.

«Wir sind abhängig vom Wetter, auch wenn wir das meiste in den Gewächshäusern grossziehen. Wenn Ostern wie dieses Jahr so früh sind und es kalt ist, will niemand in seinem Garten Gemüse anpflanzen», meint Hans Etter.

Die Umstellung auf Bioproduktion bereut er nicht: «Es war damals ein Bedürfnis und ist es heute noch. Wir wollen auch in Zukunft zu unserer Umwelt und zu den Ressourcen Sorge tragen.»

Mehr zum Thema